Offiziell gibt es die Berufsbezeichnung Tagesoma nicht. Eine Tagesoma ist eine Person, die als Tagesmutter bzw. Tagesmutti arbeitet und schon im fortgeschrittenen Alter ist. Gelegentlich wird die Bezeichnung Tagesoma auch mit Leihoma gleichgesetzt. Wenn man als Tagesoma regelmäßig mehr als 15 Stunden pro Woche der Kinderbetreuung im eigenen Haushalt nachgeht, wird eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt benötigt.
Die Unterbringung von Kindern bei einer Tagesoma unterscheidet sich grundsätzlich von der Betreuung in einer Kindertagesstätte. Eine Tagesoma kümmert sich um eine Gruppe von maximal fünf Kindern im eigenen Zuhause, so dass eine sehr familiäre Atmosphäre gegeben ist. Viele berufstätigen Eltern schätzen auch den Punkt, dass die Betreuung bei einer Tagesoma sehr viel flexibler stattfinden kann, da es keine starren Öffnungszeiten wie bei einer Kindertageseinrichtung gibt. Die Kinder, die bei einer Tagesoma betreut werden, sind in der Regel bis zu 3 Jahre alt.
Da in vielen Regionen die Plätze in Kinderkrippen nicht ausreichend sind, greifen Eltern oftmals auf Tagesmütter und Tagesomis zurück. Einige Tagesomas sind bereits im Rentenalter und halten sich durch den Kontakt mit den Kindern fit und jung. Immer mehr Eltern lassen ihr Kind bei einer Tagesoma betreuen. Das kann unter anderem daran liegen, dass die eigenen Großeltern nicht in der Nähe wohnen, sie aber auch den Kontakt zu älteren Menschen lernen sollen. Auch Vertrauenswürdigkeit und Lebenserfahrung der Tagesoma spielen eine große Rolle.
Weitere Begriffe zum Buchstaben T
Verwandte Begriffe zum Begriff Tagesoma