Dass es in der Schule bei Ihrem Kind "nicht gut läuft" kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Probleme mit einem Lehrer oder Klassenkameraden, Pubertät, ein Schulwechsel oder sogar eine falsche Schulform, oder auch familiäre Schwierigkeiten, wie z.B. die Scheidung der Eltern oder der Tod eines nahen Verwandten, können zu einem Absinken schulischer Leistungen führen. Eine andere Ursache könnte sein, dass sich Ihr Schützling überfordert fühlt und dem Leistungsdruck, in den meisten Fällen ausgeübt durch die Eltern, nicht standhält. Es hat Angst, in die Schule zu gehen und Fehler zu machen, was sich wiederum in den Noten und der Motivation widerspiegeln kann. Jedoch kann auch das Gegenteil der Fall sein, nämlich wenn sich der Schüler oder die Schülerin ganz einfach unterfordert fühlt und sich im Unterricht langweilt. Die Motivation, die Stunden aktiv mitzugestalten, und der Ehrgeiz zu lernen sinken und das Kind bringt schlechte Noten mit nach Hause. Leistungsversagen kann eventuell auch die Folge psychischer Störungen, wie zum Beispiel ADS und ADHS, oder Entwicklungsstörungen sein, wozu u.a. die Dyskalkulie (Rechenschwäche) und Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) zählen. Großes Thema in der deutschen Bildungspolitik ist derzeit auch die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Schuljahre. Die Gymnasiasten sind einem enormen Leistungsdruck ausgesetzt und haben nicht selten einen längeren "Arbeitstag" als manch Angestellter. Um dem Druck standzuhalten und gute Leistungen zu erzielen gibt es für viele keinen anderen Weg, neben dem Schulunterricht auch noch freiwillig Nachhilfe zu nehmen. Nachhilfe ist somit nicht nur etwas für schlechte Schüler. Bessere Noten auf dem Zeugnis zu haben ist bei vielen der einfache Grund für die zusätzliche Paukerei.