So banal dies klingen mag, ein Tierbetreuer sollte jemand sein, der eine besondere Einstellung zu Tieren hat. Der am besten ausgebildete Tiersitter muss nicht unbedingt der Richtige sein. Das wäre z.B. der Fall, wenn das Interesse und die Liebe zu Tieren, die warmherzige Einstellung und das notwendige Einfühlungsvermögen im Allgemeinen nicht gegeben sind. Generell sollten Sie in einem persönlichem Gespräch herausfinden, warum die Person als Tiersitter arbeiten möchte. Natürlich spielt hier auch Geld eine Rolle. Das sollte aber nicht der einzige Grund sein. Die Persönlichkeit, der Charakter und der Willen des Tierbetreuers sind mindestens genauso wichtig. Bevor sie jemandem den Auftrag erteilen, auf ihr geliebtes Tier aufzupassen, sollten sie sich unbedingt vorher kennen lernen. Bei größeren Tieren wie Hunden, Katzen und Pferden ist das natürlich viel wichtiger als bei Schildkröten oder Fischen, da die soziale Interaktion bei diesen Tieren viel ausgeprägter ist und sie sehr menschenbezogen sind.
Finden Sie weiterhin heraus, welche Erfahrungen der Tiersitter bereits mit Tieren gemacht hat. Wie spricht er über diese Erfahrungen? Hören Sie Begeisterung heraus und strahlt er Wärme und Gelassenheit aus? Oder wird schlecht über die früheren Arbeitgeber gesprochen? Was sind Gründe, warum der Interessent nicht mehr dort arbeiten kann oder arbeiten möchte? Kontaktfreudigkeit und Interesse, sich mit dem Tier zu beschäftigen, z.B. durch gemeinsames Spielen, sollten den Tierbetreuer auszeichnen. Für eine gute Beziehung zwischen dem Tiersitter und Ihrem Tier spielt die Bereitschaft des Tiersitters eine wichtige Rolle, sich auch auf die Eigenheiten und Vorlieben Ihres Lieblings einzustellen und einzulassen. Noch herausfordernder (aber nicht unmöglich) wird es, wenn mehr als ein Tier zu betreuen ist. Interessant ist auch, ob der Tiersitter sich während des Gesprächs Notizen macht und selbst auch Fragen stellt. Dies zeugt von Neugier und Interesse.