Genaue Absprachen sind wichtig
Natürlich hat jeder, der sich für eine Au-pair-Stelle entscheidet, hohe Erwartungen und wünscht sich eine perfekte Familie, die ihr neues Mitglied mit offenen Armen empfängt. Doch manchmal kann die Realität nicht mit diesem Idealbild mithalten. Oftmals treten auf Grund schlechter oder mangelnder Kommunikation Probleme auf. Meistens gelingt es dem Au-pair und der Familie aber, diese zu lösen und wieder in den normalen Alltag über zu gehen. Aber zeitweilig kann es sehr schwer sein, sich auf eine gemeinsame Lösung zu verständigen.Wir haben ein paar Tipps zusammen gestellt, die helfen sollen, eine schnelle Einigung zu finden, mit der sich beide Seiten arrangieren können.
Tipps für eine friedliche Einigung
1. Die besten Probleme entstehen gar nicht erst. Man sollte vor dem Auslandsaufenthalt mit der Familie genau klären, was die Aufgaben sein werden, ein Tagesplan kann dabei hilfreich sein. Eventualitäten wie Ausflüge, Urlaub oder Krankheit sollte man auch abklären. Am besten hält man alles schriftlich fest, so sind alle auf der sicheren Seite.
2. Wenn doch einmal Probleme entstehen, kann eine Agentur helfen. Die Kontaktpersonen haben viel Erfahrung mit Au-pairs und Familien und können zwischen beiden vermitteln.
3. Mit anderen Au-pairs, Freunden oder der eigenen Familie sprechen kann über die Probleme hinweg helfen. Sie können einem den Rücken stärken und trösten, wenn es sein muss.
4. Man sollte immer möglichst sachlich bleiben und konkrete Situationen ansprechen, wenn man Probleme hat. Auf diese Weise ist es am einfachsten, eine Lösung zu finden.
5. Es ist außerdem wichtig, Probleme zeitnah anzusprechen. Trotzdem sollte man wichtige Konflikte nicht zwischen Tür und Angel diskutieren. Eine gute Möglichkeit ist es, sich regelmäßig zusammen zu setzen, um sich gegenseitig ein generelles Feedback zu geben, dabei kann auch Positives erwähnt werden.
6. Ein guter Weg Probleme zu lösen ist es, einen Kompromiss einzugehen, mit dem beide Seiten gut leben können. Dafür ist es natürlich sehr wichtig, den eigenen Standpunkt zu kennen und auch zu vertreten. Am besten macht man sich schon vor dem Gespräch ein paar Gedanken darüber.
7. Auch wenn es manchmal schwer fällt, Vorwürfe zu machen hilft nicht. Sie verschlechtern nur die Situation und verhärten die Fronten, das hilft niemandem weiter.
8. Wenn man trotzdem mit Vorwürfen konfrontiert wird, ist es wichtig selber ruhig zu bleiben, nach konkreten Situationen zu fragen, in denen etwas schief gelaufen ist und dann darüber zu sprechen, wie man es beim nächsten Mal besser machen kann.
9. Gemeinsame Ausflüge oder Abende helfen, ein Band mit der Gastfamilie zu knüpfen, das in schwierigen Situationen helfen kann. Je besser man sich kennt und je näher man sich steht, umso leichter können Konflikte gelöst werden.
10. Wenn nichts mehr hilft sollte man sich vielleicht doch überlegen, die Familie zu wechseln. Das ist natürlich ein radikaler Schritt und sollte immer nur die letzte Lösung sein. Wenn man aber langfristig nicht zusammen passt, ist es vielleicht doch die beste Lösung, die Gastfamilie zu verlassen. Man solle aber versuchen fair zu bleiben und der Familie Zeit geben, einen Ersatz zu finden.
E.-M. Boßelmann
14.02.2012