Anzeige
Betreut.de > Magazin > Erwachsene & Senioren > Altersabstand zwischen Geschwistern in Deutschland
Altersabstand zwischen Geschwistern in Deutschland
Der Altersabstand beträgt aktuell vier bis fünf Jahre
 

 

Altersabstand zwischen Geschwisterkindern


Das Statistische Bundesamt Deutschland (Destatis) teilte kürzlich mit, dass 307.000 der insgesamt 680.000 Neugeborenen aus dem Jahr 2010 bereits das zweite oder dritter Kind ihrer Mutter waren. Damit betrug ihr Anteil an allen 2010 neugeborenen Kindern 45 Prozent. Lediglich 5 Prozent der Neugeborenen waren bereits das vierte oder weitere Kind. Im Vergleich zum Jahr zuvor stieg somit die Anzahl der Geschwisterkinder in Deutschland. Das zweite Kind war durchschnittlich vier Jahre jünger, als das Erstgeborene. Drittkinder kamen durchschnittlich fünf Jahre nach dem Geburtstag des zweiten Kindes zur Welt.



Die Angaben erhob das statistische Bundesamt unabhängig vom Familienstand der Mutter. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht dabei auch die Frage, ob die beobachtete Alterszunahme der Mütter bei der ersten Geburt mit einem Aufschub der Geburt von Geschwisterkindern auf ein immer höher werdendes Alter einhergeht oder aber eine Verkürzung der Abstände beobachtet werden können. Die Destatis untersuchte dazu die Geburtenabstände im Zeitraum 2000 bis 2010, erstmals differenziert nach dem Alter der Mutter.

 

Alte & Neue Bundesländer


Das Ergebnis zeigt, dass sich die Altersunterschiede in den alten Bundesländern im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren nur wenig verändert haben. Erst bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr wird ein Unterschied deutlich. Bei diesen verkürzte sich der Altersabstand zum ersten Geschwisterkind um durchschnittlich sechs Monate. Zwischen der zweiten und dritten Geburt verkürzte sich der Abstand sogar um ein Jahr.



In den neuen Bundesländern sind die Intervalle zwischen den Geschwistergeburten durchschnittlich größer als in den alten Bundesländern. Dennoch ist eine deutliche Verkürzung im Vergleich zu den letzten zehn Jahren zu spüren. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Tatsache, dass viele Mütter zur Wendezeit ihr erstes Kind bekamen und die Geburt eines Geschwisterkindes für „bessere Zeiten“ aufgeschoben haben. Vor allem die Gruppe der 30- bis 49-Jährigen ist davon betroffen. Durchschnittlich bekamen sie daher rund sechseinhalb Jahre später ihr zweites Kind. Ähnlich war die Situation der Drittgeburten. Mitte der 2000er Jahre kamen dann Mütterjahrgänge, deren Geburtenabstände sich an die der westdeutschen Mütter annäherten.

 

zurück
1
2
weiter
 
Anzeige