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Die Pflanzen des Jahres 2012
Welche Gewächse tragen dieses Jahr den Titel?
 

 

Blume des Jahres


Die Loki Schmidt Stiftung und die Stiftung Naturschutz Hamburg haben die Heidenelke zur Blume dieses Jahres erkoren. Die Heidenelke steht in vielen Bundesländern schon auf der Roten Liste der gefährdeten Blumenarten. Die intensivere Nutzung der Landwirtschaft hat ihren Negativbeitrag zum Rückgang des Bestandes getan. Mit der Wahl zur Blume des Jahres soll auf das bedrohte, wildwachsende Nelkengewächs aufmerksam gemacht werden.
Ursprünglich sind Heidegebiete, trockene Wiesen und Wegränder auf mageren, kalkarmen Böden ihre heimischen Lebensräume. Die Heidenelke ist in ganz Europa bis nach West-Sibirien und Zentralasien beheimatet. In Deutschland ist sie regional nur selten oder zerstreut vor.


Mit der Bekanntgabe der Blume des Jahres 2012 am 21. Oktober 2011 erinnert die Loki Schmidt Stiftung Naturschutz Hamburg an ihre Gründerin Loki Schmidt, die sich viele Jahrzehnte für den Naturschutz in Deutschland eingesetzt und die Aktion "Blume des Jahres" im Jahr 1980 ins Leben gerufen hat.



Baum des Jahres


Die Lärche steht 2012 als Baum des Jahres im Mittelpunkt. Sie verleiht Wäldern Farbe und Heiterkeit. Die einheimische Nadelbaumart wirft im Herbst ihre Nadeln ab und zeigt daher eine farbenprächtige Herbstfärbung. Die Lärche ist auf Grund dieser Eigenschaft vielen Wissenschaftlern bis heute ein Rätsel. Warum sie als einziger Nadelbaum im Herbst seine Nadeln abwirft, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Auf jeden Fall ist der Nadelbaum sehr belastbar. Temperaturen bis minus 40 Grad steht sie unbeschadet durch. Für den Menschen ist die Lärche von großem Nutzen: Ihr Holz hat einen hohen Harzgehalt, was es schwer und hart macht.



Orchidee des Jahres


Die Arbeitskreise Heimischer Orchideen in Deutschland haben das Bleiche Knabenkraut zur Orchidee des Jahres gekürt. Die Orchidee der Gattung Knabenkräuter blüht von Mitte April bis Juni. Ihre Blüten können nach Holunder riechen.
Da das Bleiche Knabenkraut eine bestimmte Menge an Licht braucht, sind wachsende Bäume und Sträucher eine Gefährdung für sie. Für Wildschweinrotten sind die Knollen der Orchidee ein Gaumenschmaus. Das Rehwild wiederum bevorzugt die Pflanzenknospen und die Blüten. Auch der Mensch stellt mit Ausgrabungen und achtlosen forstlichen Maßnahmen eine Gefahr für die circa 30 Zentimeter hohe Pflanze dar. Bis auf in Nordosthessen, Westthüringen und der Schwäbischen Alb, ist das Bleiche Knabenkraut in vielen Bundesländern nicht vorzufinden.



Alge des Jahres


Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben die Armleuchteralge der Gattung Chara zur Alge des Jahres auserwählt. Von der Algengattung stehen 20 heimische Arten auf der Roten Liste der gefährdeter Arten. Weltweit gibt es circa 300 Chara-Arten, die im Süßwasser leben. Die Armleuchteralge ist sehr empfindlich, was Biologen nutzen, um Rückschluss auf die Wasserqualität nehmen zu können.

 

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