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Kinder: die kleinen Dreckspatzen
Warum Kinder gern im Dreck spielen und Eltern Sauberkeit lieben
 

 

Dreckspatzen


„Wie siehst du denn schon wieder aus?“, sagt Mutter Petra erstaunt, als sie in das Gesicht ihrer kleinen Tochter schaut. Diese hat soeben ein Stückchen Schokolade verputzt, wobei scheinbar die Hälfte dieser im Gesicht des kleinen Mädchens gelandet ist, als in ihrem Magen. Mit einem Spuck ist alles weg: Die Mutter Petra zückt ein Taschentuch, befeuchtet es mit ein wenig Spucke und wischt das Gesicht ihrer Tochter wieder sauber. Wer kennt diese Situation nicht aus eigenen Kindertagen und wer hat diese Prozedur nicht verabscheut?
Viele Kinder verabscheuen nicht nur das, sondern auch wenn Mutti mit Wasser und Waschlappen kommt, um die kleinen sauber zu machen. Ein anderthalbjähriges Kind kann es noch nicht nachvollziehen, warum nach dem Spielplatzabenteuer am Nachmittag und dem Butterbrot am Abend unweigerlich die Hände gewaschen und neue Kleidung angezogen werden muss. Ekel empfinden die Kleinen nicht, wenn sie ihre schwarzen Finger anschauen, die Eltern hingegen schon. Auch die Angst vor Bakterien und Keimen hält viele Eltern an, ihre Kleinen stets zur Sauberkeit zu erziehen.


Hygiene


Hygiene ist wichtig, doch ein wenig Dreck hat noch Keinem geschadet. Die Grenzen zwischen Hygiene und Dreck sind für viele nicht eindeutig. Wie viel Reinheit ist notwendig und wann fängt die übermäßige Hygiene an? Hygiene ist vor allem in der Küche wichtig, denn gerade bei warmen Temperaturen bilden sich schnell Salmonellen in Fleisch, Geflügel, Eiern und Molkereiprodukten.
Es schadet jedoch nicht, wenn Kinder und Eltern aus einer Flasche trinken und von einem Glas nippen oder wenn die Kleinen in Pfützen spielen oder Regenwürmer sammeln, sofern sie vor den Mahlzeiten ihre Hände waschen. Übermäßige Hygiene kann auch viele Nachteile mit sich bringen. Der häufige Einsatz von Desinfektionsmitteln beispielsweise kann bei Kindern – mitunter auch noch bei Erwachsenen – Allergien hervorrufen.

 

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