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Tiere des Jahres 2012
Welche Tiere tragen dieses Jahr den Titel?
 


Das Insekt des Jahres

Der imposante Hirschkäfer  - auch bekannt als Hornschröter, Feuerschröter oder Donnergugi - ist das Insekt des Jahres 2012. In Europa zählt er du den größten und auffälligsten Käfern. Das männliche Insekt trägt einen geweihartig vergrößerten Oberkiefer, welche Eigenschaft ihm seinen Namen gab.
Die Färbung der Flügeldecken ist dunkel rotbraun, Kopf und Halsschild sind schwarz. Die Flugzeit der Käfer ist von Mitte Mai bis Anfang August. Der Hirschkäfer kommt in Süd-, Mittel- und Westeuropa vor. Er lebt in alten Eichen- und Eichenmischwäldern sowie Buchenwäldern mit Anteil an Totholz. Auch in Parkanlagen und Gärten sieht man sie des öfteren.


Auf Grund der Totholz-Bereinigungen wird dem Hirschkäfer ein wichtiger Lebensraum genommen. Der Käfer ist in der Roten Liste Deutschlands als „stark gefährdet“ geführt und steht daher unter Naturschutz. Wer einen Hirschkäfer findet, sollte ihn auf keinen Fall seinem natürlichen Lebensraum entnehmen.


Vogel des Jahres


Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz haben die Dohle zum Vogel des Jahres gekürt. In den vergangenen Jahrzehnten hat ihr Bestand stark abgenommen. Der Singvogel mit seinem schwarz-grauen Gefieder ist ein kleiner Vertreter der Raben und Krähen. Durch Bebauungen und Gebäudesanierungen hat die Dohle viele ihrer ursprünglichen Nistplätze verloren. Sie ist daher dringend auf Nistmöglichkeiten angewiesen, damit ihr Bestand nicht noch weiter zurückgeht. Derzeit brüten hierzulande rund 100.00 Dohlenpaare.
In mehreren Bundesländern steht der schwarz-graue Vogel bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten beziehungsweise auf einer sogenannten Vorwarnliste. Den stärksten Rücklauf verzeichnet Brandenburg. Hier ist der Singvogel bereits vom Aussterben bedroht.


Lurch des Jahres


Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e. V. hat die Erdkröte (Bufo bufo) zum Lurch des Jahres gewählt. Die Erdkröte ist neben dem Grasfrosch und Teichmolch die häufigste Amphibienart in Deutschland. Sie ist ebenso die größte einheimische Kröte in der Bundesrepublik.
Zwar gehört die Erdkröte zu den „ungefährdeten Arten“ der Roten Liste in Deutschland, aber in der Schweiz oder in Österreich droht ihr bereits eine Gefährdung. Die häufigste und bekannteste Todesursache der Erdkröte ist der Straßentod während der Laichwanderung. Tausende Tiere sind während ihren Wanderungen dem Tod ausgesetzt. Aber auch die Agrarwirtschaft stellt eine immense Gefährdung für die Erdkröte dar.
An vielen Straßen sieht man in den Sommermonaten besondere Schutzmaßnahmen. Die Krötenzäune verhindern, dass die Tiere über stark befahrene Straßen gehen. Dazu wurden sogenannte Sammeleimer aufgestellt, in welche die Kröten hineinfallen. Freie Helfer transportieren die Lurche dann sicher auf die anderen Straßenseiten. In einigen Regionen werden zu den Zeiten der Hauptwanderungen ganze Straßen für den Verkehr gesperrt. So leistet der Mensch einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Tiere.

 

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