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Wenig Zeit für Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Interview mit Jörn Wunderlich (DIE LINKE)
 

1. Herr Wunderlich, Sie haben selbst zwei Kinder. Ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Sie rückblickend immer einfach gewesen?


Antwort Jörn Wunderlich, MdB:


Nein, gerade zu Zeiten der vollen Berufstätigkeit beider Eltern ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht immer einfach.


2. Was qualifiziert Sie zum familien- und seniorenpolitischen Sprecher der Linksfraktion im Bundestag?


Antwort Jörn Wunderlich, MdB:


16. Wahlperiode familien- und seniorenpolitischer Sprecher 17. Wahlperiode familienpolitischer Sprecher Zum familienpolitischen Sprecher der Linksfraktion qualifizieren mich sowohl meine familiären als auch meine beruflichen Erfahrungen.


3. DIE LINKE setzt sich für eine gebührenfreie Ganztagsbetreuung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr ein. Warum bieten bisher so wenige Betreuungseinrichtungen Ganztagsbetreuung an?


Antwort Jörn Wunderlich, MdB:


Da sind die Kommunen zum Teil mit Sach- und Personalkosten überfordert. Bund und Länder müssen sich stärker einbringen.


4. Laut unserer Umfrage zum Thema Kinderbetreuung in Deutschland glauben 75% der Befragten, dass sie durch ihre familiären Aufgaben Nachteile im Beruf oder schlechtere Karrierechancen haben. Was kann familienpolitisch Ihrer Meinung nach getan werden, um diese Situation zu verändern?


Antwort Jörn Wunderlich, MdB:


Familienpolitisch sind eine bessere Infrastruktur der Kinderbetreuung und öffentlich wirksamere Kampagnen der Bundesregierung erforderlich.


5. Flexible Arbeitszeitmodelle und eine familienfreundliche Arbeitnehmerpolitik sind vieler Orts immer noch nicht selbstverständlich. Wie kann man mehr Unternehmen zum Umdenken bewegen?


Antwort Jörn Wunderlich, MdB:


siehe Frage 4.


6. Eine Frau – Mitte 20, alleinerziehend, hat gerade erfolgreich ihr Studium beendet – wendet sich an Sie. Welchen konkreten Rat geben Sie der Mutter, die aktuell keine Jobzusagen erhält?


Antwort Jörn Wunderlich, MdB:


Ich würde ihr raten, sich weiter zu bewerben, aber nicht unbedingt nur fachspezifisch. Möglichkeiten prüfen, über „Umweg“ (Praktika u.ä.) im Beruf Fuß zu fassen.


Wir danken Herrn Wunderlich für das Interview.


Das Interview führte T. Nord

 
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