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Wie hochqualifizierte Paare Familie und Karriere vereinbaren
Doppelte Karriere
 

 

Im Jahr 1965 veröffentlichte das Akademikerpaar Rhona und Robert Rapoport einen Artikel zum Thema „Arbeit und Familie in der zeitgenössischen Gesellschaft“ in einem amerikanischen Fachmagazin. In einer Zeit in der die Rollenverteilung von Mann und Frau klar definiert war, sprachen die Psychoanalytikerin und der Anthropologe von der Herausforderung für beide Partner nach dem Studium einen Job zu finden und eine Familie zu gründen. 1971 folgte eine Studie über „Dual-Career-Couples“ (Doppelkarriere-Paare, Anm. d. Red.), also Partner die parallel zueinander die Karriereleiter erklimmen möchten. Als Pioniere auf dem Gebiet der Vereinbarkeit von Freizeit, Arbeit und Kindern machten sie bereits zur ihrer Zeit darauf aufmerksam, dass Arbeitgeber auf die Bedürfnisse ihrer Angestellten Rücksicht nehmen sollten. Damit stießen die beiden Wissenschaftler eine weltweite Diskussion um familienfreundliche Arbeitsbedingungen an.

 

Dual-Career-Couples sind keine Randgruppe mehr

Prof. Dr. Michel E. Domsch


Bis heute wird über das Thema heftig debattiert. Durch die steigende Anzahl der Hochschulabsolventen sind „Dual-Career-Couples“ (DCC) längst keine Randgruppe mehr. Laut einer Studie der Continental AG wünschen sich 54% der Akademikerpaare Kinder. Die Mehrzahl würde weiterhin die Familienplanung der Karriere vorziehen. Grund genug für uns, sich das Thema einmal genauer anzusehen. Wir sprachen mit dem Experten Prof. Dr. Michel E. Domsch vom Institut für Personalwesen und Internationales Management der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Prof. Dr. Domsch studierte unter anderem an der Harvard Business School und war über neun Jahre lang Koordinator des EU-Netzwerkes „Family & Work“.


 

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