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Wilde Tiere im Winter füttern
Ist die Wildfütterung eigentlich erlaubt?
 

 

Die Futterstelle ist nicht fern. Ein Förster hat sie diesen Winter aufgefüllt, da es ein besonders harter Winter ist. Seit Wochen liegt Schnee, dieTemperaturen sind unter minus zehn Grad gefallen. Diese Wetterlage ist auch für die Wildtiere eine harte Zeit. Viel Schnee und ein gefrorener Boden erschwert es dem Wild, das sonst gern Knospen, Blätter und junge Triebe frisst, geeignetes Futter zu finden. Zu diesen Notzeiten können Jäger und Förster den Waldbewohnern zur Seite zu stehen, indem sie die Futterkrippen mit gesammelter Nahrung aus der Natur befüllen.

 

Energiesparmodus

 

Das Reh- und Rotwild gehört zu den Tieren, die keinen Winterschlaf halten, sondern auch bei Schnee auf Nahrungssuche gehen. Sie fahren ihren Energieverbrauch so stark herunter, dass sie sich nur wenig bewegen. Besonders Spaziergänger und Hunde sind für das Wild im Winter eine Gefahr. Denn wenn bedrängte Tiere Reißaus nehmen müssen, verbrennt die Flucht mehr Energie, als drei Tagesrationen. Viele Tiere senken ihren Energieverbrauch in der kalten Jahreszeit enorm herab, um zu überleben Diejenigen, die eine Winterstarre halten, senken ihn sogar fast bis zum Nullpunkt.

Zu ihnen zählen die wechselwarmen Tiere, wie Fische, Reptilien oder Insekten. Die meisten Tiere der freien Natur hingegen halten Winterruhe oder Winterschlaf. Am längsten schlummert bekanntlich der Siebenschläfer. Sieben Monate oder sogar mehr verbringt das schlafbedürftige Tier in seinem Bau. Einige Monate im Winter und einige im Sommer. Nur selten kommt es heraus, um sich etwas Nahrung zu suchen. Auch andere kleine Tiere, wie Fledermäuse, Murmeltiere oder Igel senken ihre Körpertemperatur so stark herab, dass Atmung und Herzschlag verlangsamt werden und sie in den Schlaf fallen. Die größeren Tiere ruhen nur über die kalten Tage. Daher kann man auch im Winter oft Eichhörnchen, Dachse oder Biber beobachten.

 

Survival of the Fittest


Das Reh- und Rotwild ist ganzjährig auf den Beinen. Zwar fährt es im Winter seinen Energiehaushalt herab, das dient aber lediglich als körpereigene Schutzmaßnahme, um nahrungsmittelknappe Perioden zu überstehen. Kranke und schwache Wildtiere stehen den harten Winter oft nicht durch. So kommt es bei den Tieren zu einer natürlichen Auslese. Charles Darwin prägte diesen Vorgang bereits 1869 als „Survival of the Fittest“ - „Der Stärkste überlebt“. Der Mensch greift mit Futterstellen in diese von Mutter Natur bestimmte Selektion ein, was von vielen Kritikern bestritten wird.

Daher ist es auch wichtig, dass nur Förster und Jäger die Tiere im Winter füttern, da auf die Ernährung geachtet werden muss. Essensreste der Menschen sind für diese Tiere sehr schädlich. Besonders die Gewürze machen den Pflanzenfressern zu schaffen. Allesfresser, wie Wildschweine brauchen hingegen keine menschliche Unterstützung, da sie auf ein viel größeres Nahrungsangebot zurückgreifen können. Wer den Förstern und Jägern unter die Arme greifen will, der kann im Herbst Kastanien sammeln gehen und diese bei den Forstbetrieben abgeben. In Notzeiten verfüttern Jäger und Förster diese neben Bucheckern, Eicheln, Hafer, Mais und anderem Getreide an die Wildtiere.

 

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