Ein Apalliker ist ein Mensch,
der am appalischen Syndrom erkrankt ist. Dies bedeutet, dass
er sich im Wachkoma befindet. Dieses Krankheitsbild tritt
durch schwerste Schädigungen am Gehirn auf, beispielsweise nach
schweren Autounfällen oder ähnlichem.
Der Apalliker muss
dadurch meist auf die gesamten Funktionen des Großhirns verzichten.
Mittlerweile legen jedoch einige Studien nahe, dass Apalliker
wahrscheinlich doch mehr von Welt um sich herum mitbekommen, als ein
Außenstehender durch deren bloßen Anblick hin vermuten würde.
So
sind einige wenige Patienten wohl zu nonverbaler Kommunikation fähig.
Bei anderen Apallikern ließ sich auch ein Bewusstsein für
sich selbst und die Umgebung feststellen. Die Symptome, die das
Krankheitsbild des Apalliker beschreiben, sind der weiterhin
erhaltene Schlaf- und Wachrhythmus und die schwimmenden
Augenbewegungen. Es ist weder bewusste Wahrnehmung, noch gesteuerte
Kommunikation zu erkennen. Reflexe und Automatismen, die vom Großhirn
unabhängig sind, funktionieren weiterhin, wobei jedoch alle 4
Extremitäten gelähmt sind.
Die Chance sich vom Wachkoma
irgendwann einmal wieder zu erholen liegt für jeden Apalliker
weit unter 50%. Mehr Hoffnung besteht, wenn der Apalliker ein
junger Mensch ist und das Koma am Anfang weniger als 24 Stunden
angedauert hat. Auch ist eine traumatische Hirnschädigung wohl
besser für eine Erholung des Apallikers, als wenn das Syndrom
durch Sauerstoffmangel oder Minderdurchblutung hervorgerufen wurde.