Unter künstlicher Beatmung versteht man den Einsatz eines Überdruck-Beatmungsgerätes für eine endliche Zeit bei einem Beatmungspatienten. Dabei wird eine teilweise oder die vollständige künstliche Beatmung übernommen.
Künstliche Beatmung - stationär und zu Hause
In Krankenhäusern wird normalerweise nur die Notversorgung der künstlichen Beatmung von Beatmungspatienten sichergestellt. Nach einem Aufenthalt im Krankenhaus müssen sich Angehörige oder Pflegedienste bei der häuslichen Betreuung, bzw. Pflegeheime um die weitere Pflege des Patienten kümmern. Die stationäre Einrichtung stellt die Beatmungsparameter ein, um sicherzustellen, dass der Beatmungspatient durchgängig ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist. Diese Parameter für künstliche Beatmung werden in der Regel alle 3 Monate überprüft und angepasst.
Möglichkeiten der künstlichen Beatmung
Je nach Bedarf gibt es zwei Möglichkeiten der künstlichen Beatmung: zum Einen die „nichtinvasive", d.h. unterstützende Sauerstofftherapie, bei der Betroffene auch eigenständig atmen können und nur zeitweilig (beispielsweise in der Nacht) zusätzlichem Sauerstoff bedürfen. Zum Anderen gibt es die „invasive", also vollständige, Beatmung, die über ein Tracheostoma erfolgt. Bei dieser Form der künstlichen Beatmung ist eine 24 StundenÜberwachung des Patienten nötig. Angehörige, die Unterstützung brauchen, haben die Möglichkeit, ambulante Pflege hinzuzuziehen. Diese bieten auch eine 24 Stunden Betreuung für künstliche Beatmung an und kümmern sich um die Patienten rund um die Uhr. In Pflegeheimen gibt es spezielle Wohngruppen und Stationen für Beatmungspatienten, die die fachgerechte Versorgung und somit fachgerechte künstliche Beatmung gewährleisten können.