MRSA bedeutet ausgeschrieben
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus.
Staphylococcus aureus ist ein Bakterium, das viele Menschen auf der
Haut oder in den oberen Atemwegen tragen, ohne dass bei Ihnen eine
Krankheit ausbricht. Sie fungieren also als Überträger und können
auch selbst erkranken, wenn das Bakterium in eine Wunde gelangt oder
das Immunsystem gerade geschwächt ist. Methicillin war eines der
frühesten Antibiotika und ist Vertreter der Betalaktamantibiotika.
Spricht man von einem Methicillin-resistenten
Staphylococcus aureus-Stamm, so meint man meist, dass
dieses Bakterium gegen ALLE Betalaktamantiobiotika UND weitere
Antibiotika anderer Gruppen resistent ist. Dies schränkt die
Behandlungsmöglichkeiten dann sehr stark ein. Zwar gibt es noch
Reserveantiobiotika, doch auch hier können – wenn auch noch nicht
so häufig – Resistenzen entstehen.
Entstehung von MRSA
Die Entstehung von Resistenzen wie MRSA
wird durch übermäßige Antibiotikagabe begünstigt. So wird
kritisiert, dass Hausärzte mit dem Verordnen von Antibiotika oftmals
etwas unvorsichtig sind und es auch dann verschreiben, wenn es nicht
nötig ist. Auch die Beimischung von Antibiotika in das Futter der
Nutztiere in der industriellen Tierhaltung (auch in Deutschland) wird
mitverantwortlich gemacht für die Entstehung resistenter Keime wie
MRSA.
Was bedeutet MRSA für den
Betroffenen?
Für den Patienten im Krankenhaus
bedeutet MRSA meist eine schlecht heilende Wunde und ein
Isolierungszimmer. Je nach Krankenhaus-internen Hygienevorschriften
dürfen sich Personal und Besuch dem MRSA-infizierten nur mit
Schutzkleidung nähern.