Der Begriff Multimorbidität
kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Mehrfacherkrankung
– eine Person hat also mehr als zwei Krankheiten gleichzeitig. Da
mit steigendem Alter die Gefahr der Multimorbidität wächst,
ist sie ein Schwerpunktthema der Geriatrie.
Multimorbidität bedeutet spezielle
Pflege
Bei multimorbiden Patienten ist es
schwierig, die einzelnen Krankheiten voneinander abzugrenzen, da sich
die Krankheitsbilder überlappen und sich Symptome nicht
eindeutig zuordnen lassen. Weiterhin ist bekannt, dass speziell
chronische Erkrankungen Folgeerkrankungen nach sich ziehen
können: Beispielsweise erhöht Diabetes die
Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall
zu erleiden und kann so zu Multimorbidität führen.
Aus diesem Grund ist es eine zentrale
Aufgabe der Pflege, Folgeerkrankungen zu vermeiden. Dies ist
jedoch nicht immer möglich, da mit zunehmenden Alter die
Abwehrkräfte schwächer werden und auf diese Weise Multimorbidität
begünstigt wird.
Multimorbidität – Jeder kann
vorsorgen!
Multimorbidität ist nicht
unbedingt ein Schicksalsschlag. Durch eine gesunde Lebensführung –
also viel Bewegung, ausgewogene Ernährung, den Verzicht auf Nikotin
und Alkohol und das Vermeiden von Übergewicht – wird die
Wahrscheinlichkeit verringert, im Alter an Multimorbidität zu
leiden. Auch eine Änderung des Lebensstils oder der
Ernährungsgewohnheiten im Alter kann zu einer Verbesserung des
Lebensstandards führen und einer Risikoverringerung von Multimorbidität. Wer es schafft, ein normales Körpergewicht
zu erreichen, kann beispielsweise seinen Bluthochdruck in die
Schranken weisen.