Seit dem 1. Dezember 2009 gibt es
sogenannte Pflegenoten. Sie helfen Pflegebedürftigen und deren
Angehörigen bei der Auswahl einer passenden Einrichtung und geben
objektiv Auskunft über die Qualität der Pflegeeinrichtungen oder
Pflegedienste.
Bereiche der Pflegenoten
Die Gesamtpflegenote, die eine
Pflegeeinrichtung erhält, setzt sich aus vier Bereichen zusammen:
Das ist zum Ersten die pflegerische und medizinische Versorgung, zum
Zweiten der Umgang mit Menschen die an einer Demenz oder anderen
gerontopsychiatrischen Krankheitsbildern leiden. Zum Dritten bildet
sich die Pflegenote aus der Einzelnote in Sozialer Betreuung und
Alltagsgestaltung. Das letzte Kriterium ist der Bereich Wohnen,
Verpflegung Hauswirtschaft und Hygiene.
Eine weitere Pflegenote, die jedoch
nicht in die Gesamtbewertung mit eingeht ist die Kundenzufriedenheit,
die durch die direkte Befragung der Bewohner ermittelt wird.
Kritik an den Pflegenoten
Mit der Einführung der Pflegenoten
wurden auch die Stimmen vieler Kritiker laut. Gegner bemängeln die
mangelnde Transparenz, da Heim-Träger selbst im Noten-Gremium sitzen
würden. Die vergebenen Noten seien daher nicht realistisch und nur
dazu da Pflegesuchende zu beruhigen. Ein weiterer Kritikpunkt sei,
dass beispielsweise ein unsachgemäßer Umgang mit demenzkranken
Bewohnern durch abwechslungsreiche Freizeitgestaltung ausgeglichen
werden könne.