„Snoezelen" ist eine Kunstwortschöpfung aus dem Niederländischen. Es
leitet sich aus „snuffelen" (schnüffeln) und „doezelen" (dösen) ab.
Man versteht unter Snoezelen den Aufenthalt in einem gemütlichen,
angenehm warmen Raum, in dem man bequem liegend von Musik und
Lichteffekten umgeben ist.
Diese Technik wurde Mitte der 70er Jahre als Freizeitangebot für den
Schwerst- und Mehrfachbehindertenbereich in den Niederlanden entwickelt.
Seit den 90er Jahren wird Snoezelen auch bei Demenz-kranken Menschen
angewendet.
Besondere Räume zum Snoezelen
Viele Senioreneinrichtungen haben speziell ausgerichtete Räume zum
Snoezelen, in denen die primären Sinne durch die entspannte Atmosphäre
angesprochen werden. Dadurch wird Demenzerkrankten Menschen das Gefühl
der Sicherheit, des Wohlbefindens und der Entspannung vermittelt, was,
ähnlich wie die Validation, den Krankheitsverlauf eindämmen kann.
Snoezelen in der Praxis
Auf den bisherigen sechs internationalen Snoezelen-Kongressen der
ISNA (International Snoezelen Association, 2003 gegründet) hat sich
gezeigt, dass das Instrument des Snoezelen als Methode vielseitig
anwendbar ist. So gibt es bei psychischen Problemen (Magersucht,
Stress), physiologischen Krankheitsbildern (erhöhte Schmerzzustände,
Sterbebegleitung) emotionalen Problemen (Depressionen), sowie
Aufmerksamkeitsstörungen (ADS, ADHS) positive Rückmeldungen auf die
Auswirkungen des Snoezelen.