Eine Sozialstation bezeichnet Pflegeeinrichtungen von privaten Trägern oder öffentlichen Trägern der Freien Wohlfahrtspflege (beispielsweise Caritas, DRK, oder Diakonie), die betreuungsbedürftigen Menschen Altenpflege und Krankenpflege in der eigenen Wohnung gegen Entgelt erbringen. Sozialstationen sind als Teil der professionellen Pflege (Alten- oder Krankenpflege) anzusehen. Aus diesem Grund sind die manchmal ähnlich verwendete Begriffe häusliche Pflege oder häusliche Altenpflege nicht genau. Diese sind eher Oberbegriffe für verschiedene Tätigkeitsfelder der Sozialstationen und ambulante Dienste. Die gleichen Dienste von gewerblichen Anbietern werden unter dem Oberbegriff ambulante Pflegedienste geführt. Dieser Oberbegriff ist jedoch weniger gebräuchlich, weil die Sozialstationen als kirchliche Dienstform historisch deutlich verbreiteter waren.
Sozialstation Hintergründe
In der gewohnten Umgebung kann man eine individuelle Pflege und Versorgung als sinnvolle Ergänzung neben den ärztlichen Leistungen betrachten. Zuhause fühlt sich der Mensch meist am wohlsten und dies trägt grundlegend zur Besserung und dem allgemeinen Wohlbefinden bei. Die ambulante häusliche Pflege wird meistens der stationären Pflege (wie in einem Altenpflegeheim) vorgezogen. Sozialstationen betreuen nicht nur alte Menschen, sondern auch chronisch Kranke oder behinderte Erwachsene und Kinder.
Umfassende Hilfe von Sozialstationen
Im Mittelpunkt der Hilfe steht der Mensch als Ganzheit, also im Zusammenspiel von Körper, Seele und seinem sozialem Umfeld. Die Sozialstation sorgt dementsprechend nicht nur für die Pflege, sondern gibt auch Unterstützung. Pflegerisches Handeln orientiert sich im besten Fall an den körperlichen, seelischen sozialen und kulturellen Bedürfnissen des Pflegebedürftigen.