Wann eine stationäre Behandlung notwendig ist
Das Wort stationär hat im
medizinischen Jargon die Bedeutung, dass ein Patient im Krankenhaus
auf eine Station aufgenommen wird und mindestens über eine Nacht
verweilt. Das kommt vor, wenn eine Vielzahl diagnostischer Mittel
ausgeschöpft werden soll oder die Auswertung dieser einen längeren
Zeitraum in Anspruch nimmt. Weiterhin werden Patienten stationär
aufgenommen, wenn größere Operationen durchgeführt werden müssen,
beispielsweise das Einbringen eines Nagels in den Oberschenkel nach
einem Sturz mit der Folge eines Oberschenkelbruches. Stationär
bedeutet auch, dass der Patient voll versorgt wird, also drei
Mahlzeiten täglich bekommt. Entsprechend sollten Essgewohnheiten
(vegetarisch, laktosefrei etc.) bei der stationären Aufnahme
erwähnt werden.
Ambulante statt Stationäre Versorgung
In der modernen Medizin versucht man von
stationären Aufenthalten Stück für Stück abzurücken. Für
kleinere operative Eingriffe werden Patienten deshalb oftmals in ein
ambulantes Operationszentrum geschickt, wo sie direkt nach dem
Aufwachen aus der Narkose und der Versicherung, dass alles in bester
Ordnung ist, nach Hause gehen können. Dies geschieht aus
Kostengründen – denn eine stationäre Aufnahme kostet das
Krankenhaus bedeutend mehr – und aus Gründen der Entspannung für
den Patienten. Viele Menschen fühlen sich stationär im
Krankenhaus in Mehrbettzimmern nicht wohl, was die Heilung
nachweislich verzögert. Eine ambulante Versorgung – sofern
möglich und vertretbar – ist daher oftmals für beide Parteien
günstig und wird dem stationären Aufenthalt vorgezogen.