Wenn entgegenwirkende Muskelgruppen
sich unwillkürlich und rhythmisch wiederholend zusammenziehen, dann
wird dieses „Zittern“ in der Medizin als Tremor
bezeichnet.
Es gibt einen physiologischen Tremor, den alle
Menschen haben. Dieser ist kaum sichtbar, sondern eher messbar.
Ist
der Tremor hingegen gut zu sehen, stellt dies ein Symptom dar.
Der Tremor kann überall auftreten, da der Mensch quasi
überall Muskeln hat. Das Muskelzittern wird nach allen Seiten hin
unterschieden. So spricht man von Aktions- und Ruhetremor, je
nachdem, ob das Zittern nur bei bestimmten Belastungen oder in
Ruhestellung auftritt.
Der essentielle Tremor ist der, der
isoliert auftritt; also nicht als Symptom einer zugrunde liegenden
Erkrankung fungiert. Er ist oftmals erblich bedingt und tritt am
häufigsten im 2. und dann wieder im 6. Lebensjahrzehnt auf. Die
Symptome verstärken sich mit zunehmendem Alter bei Senioren häufig.
Tremor als Symptom der Parkinson-Erkrankung
Sehr bekannt
ist der Tremor als Symptom der Parkinson-Erkrankung.
Während manchen Menschen ihr leichter pathologischer Tremor
gar nicht auffällt sind andere hingegen geradezu behindert durch das
unwillkürliche Muskelzittern.
So erschwert ein Intentionstremor
(Zittern verstärkt sich mit der Annäherung an ein bestimmtes Ziel,
beispielsweise einen bestimmten Punkt zu berühren) viele
Alltagsangelegenheiten, wie das Zubereiten von Essen o.ä. Ein Tremor
wirkt auch oft stigmatisierend, da viele ein unwillkürliches Zittern
mit Alkoholmissbrauch assoziieren. Isolierung aus dem öffentlichen
Leben ist hier oft eine Folge.