Die Unterversorgung meint im
Bezug auf die Pflege, dass pflegebedürftige Menschen
nicht ausreichend mit den Dingen versorgt werden, die Ihnen laut
Behandlungs- oder Pflegevertrag und dem gesunden
Menschenverstand zustehen. Die Gründe hierfür können vielfältig
sein.
Unterversorgung – Gründe
Zum einen besteht die Möglichkeit,
dass die Pfleger mit der Situation überlastet sind. Eine
Unterversorgung darf bei Professionellen freilich nicht
vorkommen – aufgrund der massiven Sparpolitik vieler Krankenhäuser
und von privaten ambulanten Pflegediensten ist es jedoch auch
hier leider nicht undenkbar.
Eine Unterversorgung kann
weiterhin entstehen, wenn Angehörige sich der Pflege annehmen
und mit der Situation – aufgrund von Unwissen oder körperlicher
bzw. psychischer Überlastung – überfordert sind.
Vereinzelt
werden in den Medien auch Fälle aufgegriffen, in denen die
Unterversorgung einen kriminellen Akt darstellt in dem Sinne,
dass Pflegebedürftige ganz bewusst nicht ausreichend versorgt
wurden, um so ein vorzeitiges „Abschieben“ in ein Pflegeheim
oder gar den verfrühten Tod des Pflegebedürftigen zu
provozieren.
Unterversorgung –
Erscheinungsformen
Eine Unterversorgung des
menschlichen Körpers entsteht durch den Mangel an Dingen, die er
benötigt. Die beiden wichtigsten Beispiele hierfür
sind:
mangelhafte Flüssigkeitszufuhr – der Pflegebedürftige
wird mit Flüssigkeit unterversorgt, über den Tag verteilt
müssen es mindestens 1,5 – 2 Liter sein
mangelhafte Ernährung
– entweder durch zu wenig Nahrung oder durch einen Mangel wichtiger
Nahrungsbestandteile, wie etwa Vitamine, Kalorien etc.