Die Vorpflege erfolgt vor einer
ambulanten Operation. Ambulant bedeutet, dass der Patient noch
am selben Tag der Operation nach Hause gehen kann, also kein Bett im
Krankenhaus bezieht. Daher gibt es auch ambulante
Operationszentren. Diese haben erst gar kein großes Bettenhaus
angeschlossen.
Art und Umfang der Vorpflege
Die Vorpflege umfasst eine genaue Anamnese
–also eine Krankheitsgeschichte -; meist in Verbindung mit einer
Familienanamnese. Ja nach Wahl des Betäubungsmittels wird der
Patient im Rahmen der Vorpflege über die empfohlene
Narkoseart sowie den Eingriff an sich und alle Risiken aufgeklärt.
Am Tag der Operation muss der Patient nüchtern im OP erscheinen.
Nüchtern bedeutet für die Vorpflege im Regelfall 8 Stunden
vor der Operation nichts zu essen und zu trinken, genaueres wird hier
in jedem Fall der Anästhesist erwähnen.
Zur Vorpflege gehört
hier – gerade bei älteren Patienten – dass sich um alles
gekümmert wird, was der Pflegebedürftige bis zum Zeitpunkt
der Operation benötigt. Hier sucht der für die Vorpflege
Verantwortliche die wichtigen ärztlichen Dokumente (beispielsweise
Röntgenaufnahmen) und alle weiteren Dinge zusammen, die
möglicherweise benötigt werden, wie Medikamente, die in
festgelegten Rhythmen eingenommen werden. Die Vorpflege endet
beim Transport hin zum ambulanten OP-Zentrum bzw. zum Krankenhaus.
Hier kann der für den Prozess der Vorpflege Verantwortliche
bei der Krankenkasse anfragen, ob die Transportkosten übernommen
werden.