Die Zuckerkrankheit heißt im
Fachjargon Diabetes mellitus und bezeichnet eine Gruppe von
Stoffwechselerkrankungen, die ein gemeinsames Hauptsymptom haben: das
Ausscheiden von Zucker über den Urin. Ursache der Zuckerkrankheit
kann entweder Insulinmangel, eine Insulinempfindlichkeit oder eine
Kombination aus beidem sein. Das Problem ist, dass Glukose nicht in
die Zellen aufgenommen werden kann, sondern stattdessen im Blut
verbleibt.
Die Zuckerkrankheit wird im Rahmen von
Veranstaltungen zum Thema gern als „Volkskrankheit“ bezeichnet.
Bei über 8 Millionen Erkrankten in Deutschland (2008) ist dieser
Titel nicht ungerechtfertigt. In etwa jeder 4. Deutsche über 60
Jahren ist an einem Diabetes mellitus erkrankt.
Zuckerkrankheit – Typ 1 und
Typ 2
Die Zuckerkrankheit wird in zwei
Typen unterschieden. Weniger als 10% der Erkrankten leiden an Typ 1.
Dieser ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper als Folge
einer Entzündungsreaktion selbst die insulinproduzierenden Zellen
der Bauchspeicheldrüse abtötet. Es gibt sowohl genetische als auch
Umweltfaktoren, die meist gemeinsam eine Erkrankung zur Folge
haben.
Bei der Zuckerkrankheit Typ 2 ist das Problem, dass
das gebildete Insulin aufgrund einer Insulinresistenz der
Zellmembranen an diesen nicht korrekt wirken kann. Durch eine
Überproduktion von Insulin kann der Körper diesen Zustand vorerst
kaschieren, irgendwann schafft die Bauchspeicheldrüse dieses Pensum
jedoch nicht mehr.