Probezeit

8 Tipps für die Probezeit

So kommen Sie gut an im neuen Job

Bewerbung erfolgreich, auf in den neuen Alltag! Gegen Ihre Aufregung helfen ein paar lohnende Tipps für eine einfache Probezeit.

1. Vorab planen

Seien Sie sich Ihres neuen Arbeitsweges bewusst und planen Sie genügend Zeit ein. Wer zu spät kommt, den bestraft im Falle der Unpünktlichkeit der erste Eindruck. Klären Sie hierzu vorab, zu welcher Uhrzeit Sie normalerweise erwartet werden und zusätzlich, welche Kleiderordnung an Ihrem neuen Arbeitsplatz vorgeschrieben ist.

2. Nicht sofort vorpreschen

Zu Anfang ist es sinnvoller, sich Diskussionen bewusst anzuhören und die Standpunkte Ihrer Kollegen auszuloten. Kollegen fühlen sich schnell angespornt, Sie herauszufordern, wenn Sie zu früh auf den Putz hauen. Abgesehen davon können Sie sowieso kaum firmenbezogene Vorschläge einbringen, wenn Sie wenig eingearbeitet sind. Selbstbewusstsein ist ein großes Plus, doch nutzen Sie es zunächst, um sich durch kluge Fragen einzubringen und Ihre Kritik- sowie Lernbereitschaft zu zeigen.

3. Offene Gespräche

Vielleicht sind Sie als neuer Leiter oder Vorgesetzter einigen Kollegen ein Dorn im Auge. Die wenigsten Menschen sind große Fans von Veränderungen und möglicherweise war Ihr Vorgänger sympathischer. Möglicherweise hofften einige Ihrer Kollegen dort zu sitzen, wo Sie es jetzt tun. Was auch der Grund ist, sprechen Sie Ihre Mitarbeiter in einer ruhigen Minute gesammelt und direkt darauf an. Wählen Sie nicht den Weg über die Hintertür zum Chef, denn das wirkt charakterlos.

4. Hilfsbereitschaft statt Perfektionismus

Zeigen Sie Interesse an Ihrem neuen Tätigkeitsfeld und nutzen Sie Momente des Leerlaufs aktiv, indem Sie Kollegen Ihre Hilfe und Zuarbeit anbieten. Das macht sofort einen kollegialen Eindruck und belohnt Sie später, wenn Sie selbst mal „in Not“ sind. Seien Sie dabei aber kein verbissener Perfektionist, denn wenn Sie sich alles aufhalsen lassen, weiß der Chef, wo er künftig die Arbeit ablädt und die Kollegen sehen Sie womöglich als Pedant.

5. Sehen und gesehen werden

Ein freundlicher Eindruck entsteht, wenn Sie sich nicht unnötig verkrampfen sowie – nicht nur in Ihrer Probezeit – höflich und zuvorkommend bleiben. Behandeln Sie jeden Mitarbeiter auf der Hierarchieleiter mit Respekt. Klopfen Sie an fremden Bürotüren und treten Sie Ihnen entgegengebrachten Einladungen und Angeboten dankbar gegenüber.

Daneben gilt es, die zwischenmenschlichen Strukturen der Kollegen zu beobachten: Wer hängt mit wem zusammen? Wer regelt welche geschäftlichen Abläufe? Wer ist meinungsbildend und wer eher unbeliebt? Sicherlich ist es optimal für Sie, wenn die Ihnen sympathischsten Kollegen gleichzeitig die beruflich vorteilhaftesten Kontakte sind. Fangen Sie aber dennoch nicht an, sich zu verbiegen. Auch das wirkt heuchlerisch.

6. Zwischenmenschliche Distanz

Sie sollten nicht so viel auf Klatsch und Tratsch geben, sondern einige Wochen vergehen lassen, bis Sie sich Ihr eigenes Urteil über Kollegen bilden können. Vorsicht ist vor eigenen Lästereien geboten. Abgesehen davon, dass es immer scheinheilig ist, schlecht über andere zu reden, ist gerade ein Neueinsteiger schlecht damit beraten. Wer weiß, ob die Unterredung ein Test war?

Sicherlich können am Arbeitsplatz Freundschaften entstehen. Machen Sie aber nicht den Fehler und öffnen zu früh alle Türen in Ihr Privatleben. Wie bei jeder Freundschaft braucht es eine Antastphase. Im Job ist eine gewisse Distanz sicher nicht fehl am Platze. Schließlich wissen Sie nie, wie weit private Informationen getragen werden.

Zuletzt ist es ratsam, sich von frustrierten Kollegen fernzuhalten. Diese finden Sie in jeder noch so guten Firma. Meist haben sie nur Negatives über die Arbeit, den Chef und häufig auch über ihr eigenes Leben zu berichten. Auch hier gilt: Machen Sie sich Ihr eigenes Bild von der Situation und steigen nicht direkt mit ein. Das befördert Sie selbst in eine Randposition und macht außerdem schlechte Laune.

7. Fragen, aber richtig!

Wenn Sie jemanden finden, der Ihnen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht, haben Sie viel gewonnen. Jede Information, ob menschlich, personell oder fachlich, kann von Wert für Sie sein. Scheuen Sie sich nicht, bei Unklarheiten nachzufragen. Das zeigt Interesse. Geben Sie sofort zu, wenn Sie etwas nicht verstehen, statt später Fehler zu begehen oder gehemmt vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe zu sitzen. Fragen Sie einmal konkret und klären Sie alles zu einem Thema in diesem Gespräch, anstatt ständig im Kleinen nachzuhaken. Das wirkt ängstlich und unqualifiziert.

8. Notizen

Der Beginn eines neuen Jobs ist geprägt von zahlreichen Informationen, die auf Sie einströmen – ganz egal, ob es der Nachname der Sekretärin, die Geschäftszahlen des letzten Monats oder das Passwort eines Firmen-Logins ist. Sollten Sie kein außergewöhnliches Langzeitgedächtnis besitzen, sei Ihnen empfohlen, sich wichtige Details zu notieren. Sie können damit auch unnötige Fragen vermeiden.



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