Als Gastfamilie mit Au-pair im Urlaub

Als Gastfamilie mit dem Au-pair im Urlaub

Diese Fehler sollten Sie besser vermeiden

Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Au-pair in den Familienurlaub mitzunehmen, gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten, damit Sie alle gemeinsam eine schöne Zeit erleben und Ihr Au-pair sich nicht unwohl fühlen muss.

Es spricht einiges dafür, gemeinsam mit Ihrem Au-pair zu verreisen. Ihre Kinder haben eine Betreuungsperson in der Nähe, die ihnen vertraut ist und Sie haben mehr Zeit, sich zu entspannen und können im Urlaub auch mal ausschlafen, ohne sich um die Betreuung Ihrer Kinder Sorgen zu machen. Zudem ist es sicher eine schöne Erfahrung für Ihren Gast aus einem fremden Land, wenn er Ihre Kinder einmal außerhalb ihrer gewohnten Umgebung und in Ferienlaune erleben kann. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, gemeinsam mit Ihrem Au-pair zu verreisen, gibt es jedoch einige No-Gos, die vermieden werden sollten, damit der Familienurlaub für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis wird.

Mit Arbeit überhäufen

Einige Gastfamilien neigen dazu, anzunehmen, dass Ihnen das Au-pair im Urlaub 24 Stunden täglich zur Verfügung steht. Zwar sind die Urlaubstage – soweit Sie keine anderen Absprachen mit Ihrem Au-pair getroffen haben – ganz normale  Arbeitstage für das Au-pair, dennoch sollte die reguläre Arbeitszeit nicht überschritten werden. Diese beträgt in Deutschland maximal sechs Stunden täglich und nicht mehr als 30 Stunden in der Woche. Durch Ausflüge und Unternehmungen kann es im Urlaub jedoch vorkommen, dass die maximale Arbeitszeit Ihres Au-pairs hin und wieder überschritten wird. Achten Sie in diesem Fall darauf, Ihrem Au-pair einen entsprechenden Freizeitausgleich zu gewähren, damit es sich zwischendurch erholen und ausruhen kann.

Geleistete Arbeit unterschätzen

Erliegen Sie nicht dem Irrglauben, dass Ihr Urlaub auch Erholung für Ihr Au-pair bedeutet. Auch, wenn Sie sich an einem paradiesischen Sandstrand befinden, bedeutet die Kinderbetreuung für Ihr Au-pair Arbeit – nur eben nicht in der gewohnten Umgebung. Viele Au-pairs empfinden die Arbeit während des Familienurlaubs in einem für die Kinder ungewohnten Umfeld mitunter sogar als anstrengender als die Betreuung daheim. Wenn das Au-pair die Kinder im Urlaub wie gewohnt betreut, gilt der normale Urlaubsanspruch Ihres Au-pairs von zwei Werktagen je Monat, den es bei Ihnen verbringt, nach Ihrem Urlaub also weiter fort.

Das Au-pair außen vor lassen

Beziehen Sie Ihr Au-pair rechtzeitig in die Planung von Aktivitäten und Ausflügen ein. Natürlich können Sie als Eltern entscheiden, was Sie unternehmen möchten, Ihr Au-pair sollte sich jedoch nicht übergangen fühlen. Wenn sich kurzfristig Planänderungen ergeben, informieren Sie Ihr Au-pair darüber, damit es sich auf den veränderten Tagesablauf einstellen kann. Sicherlich ist es kein schönes Gefühl für Ihr Au-pair, wenn Sie es überhaupt nicht in Ihre Pläne einbeziehen und es immer zuletzt erfährt, was Sie geplant haben. Bestimmt hat Ihr Au-pair auch selbst einige Vorschläge und Ideen für gemeinsame Unternehmungen. Fragen Sie einfach mal nach!

Keine Privatsphäre lassen

Jeder Mensch braucht ein gewisses Maß an Ruhe und Privatsphäre und Zeit für sich. Ein eigenes abschließbares Zimmer für Ihr Au-pair sollte bei Ihnen zu Hause eine Selbstverständlichkeit sein. Im Urlaub ist es aber vielleicht leider nicht möglich, ein separates Zimmer für es zu finanzieren. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass das Au-pair zwischendurch auch Zeit für sich allein hat und auch mal zur Ruhe kommen kann. Wenn Ihr Au-pair sich ein Zimmer mit Ihren Kindern teilt, können Sie beispielsweise tagsüber hin und wieder einen Ausflug mit den Kindern unternehmen und dem Au-pair anbieten, sich während dieser Zeit zurückziehen zu können.

 

Wenn Sie diese Punkte beachten und wissen, was Sie von Ihrem Au-pair im Urlaub verlangen dürfen, steht einer unbeschwerten gemeinsamen Zeit und einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege.

 

 



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