Morning unplugged: Mütter am Morgen



Eine aktuelle Umfrage von Betreut.de widmet sich stressigen Phasen im Tagesablauf von Müttern. Wie schon der Titel „Mütter am Morgen“ verrät, stechen dabei bestimmte Phasen durch besondere Herausforderungen und eine damit verbundene Belastung von Müttern hervor. Die folgenden Ergebnisse stützen sich auf die Aussagen von über 500 befragten Müttern im Alter von 19-65 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet Deutschlands.

Eine allgemeine Überforderung bei der Organisation ihres Alltags verspüren fast ein Drittel der Befragten manchmal, und 40 % der Frauen gelegentlich. Diese Überforderung wird bei fast der Hälfte der Frauen durch die knappe Zeit (56 %) in Kombination mit den vielen Aufgaben (48 %) ausgelöst. Auch bemängeln 45 % der Frauen die mangelnde Unterstützung, die ihnen entgegengebracht wird, sehen aber auch die eigenen Ansprüche (39 %) als auslösenden Faktor, welcher die Überforderung wachsen lässt.

Fast ein Drittel der Befragten arbeiten in Vollzeit, vollzeitnah oder freiberuflich. 41 % gaben an, in Teilzeit zu arbeiten, während 12 % sich in der Elternzeit befinden. 16 % sind nicht berufstätig. Von eben diesen Frauen haben 41 % ein Kind, 36 % zwei und 16 % drei Kinder. 6 % der Mütter kümmern sich um vier oder mehr Kinder.

Überforderung

Mit 60 % gewinnt der Morgen das Rennen um den Titel „stressigste Phase im Tagesablauf“. Gefolgt vom Abend, der bei knapp 40 % und dem Nachmittag, der bei 29 % der Frauen für Stress sorgt. Neben dem Vormittag wird auch der Mittag als eine eher ruhigere Tagesphase eingeschätzt und ist somit in der Auswertung als nachrangig zu betrachten.

Der Tag beginnt im Stress

Doch was führt dazu, dass der Morgen zur besonders stressigen Phase des Tages wird? Die morgendliche Belastung liegt bei über der Hälfte der Mütter (60 %) in dem Zeitdruck begründet, dem sie zu dieser Tageszeit ausgesetzt sind. Das Wecken der Kinder und die Bemühungen, deren Laune zu heben, stellen sich als große Baustellen für Mütter in den Morgenstunden heraus. Neben diesen ersten Hürden, verursachen auch das Anziehen und die Kleiderwahl der Kinder, das Vorbereiten des Frühstücks, sowie der Pausenbrote und das Denken an diverse Utensilien stressige Momente am Morgen.

Stressige Phasen im Tagesablauf

Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass der Morgen als besonders stressig empfunden wird, da eine Fülle von Aufgaben in ein relativ enges Zeitfenster gepresst werden müssen. Folglich führt dies zu sehr wenig Zeit, die die Mütter für sich selbst aufwenden können.

Mütter entlasten

Könnten sich die befragten Frauen morgens eine Tätigkeit sparen, um den aufkommenden morgendlichen Stress zu reduzieren, welche wäre es? 51 % der Mütter würde helfen, sich das Aufräumen sparen zu können. Es zeigt sich, dass die Sorgearbeit, wie die unbezahlte Hausarbeit, bereits zu Beginn des Tages bei rund der Hälfte der Mütter zu Belastungen führt.

Knapp ein Viertel der Frauen entlastet das Arbeiten aus dem Home-Office durch das Einsparen von Arbeitswegen. Neben diesen Strecken würde 16 % der Frauen das Wegfallen der Kita- und Schulwege eine Erleichterung in ihrem morgendlichen Ablauf verschaffen. Außerdem glauben 78 % der Frauen, dass sie ihre Morgenroutine insgesamt noch verbessern könnten und glauben in diesem Punkt zu 61 % an die Kraft von Vielen: Elternbloggern und Informationsportalen für Eltern. Link nächster Artikel

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Video:

Die 5 besten Tipps von Eltern-Bloggern gegen Stress am Morgen

 

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Entlastung

Der Zeitdruck den über 60% der Mütter empfinden wirkt sich negativ auf die Qualitätszeit der Familie aus. Zu kurz kommen für über ein Drittel der Mütter (37 %) gemeinsame Unterhaltungen. Auch bleibt nicht genügend Zeit für ein entspanntes Frühstück (34 %) oder um sich dem Kind intensiv, durch Spielen zu widmen (13 %).

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen eine deutliche Tendenz im Empfinden der Mütter: 75% der Teilnehmerinnen geben an, das Gefühl zu haben für den Haushalt unter den Alltagstätigkeiten am meisten Zeit aufzuwenden. Die Mütter konstatieren mehr Zeit für das Aufräumen und Putzen zu investieren als in die Betreuung ihrer Kinder (58 %).

Die Kinderbetreuung schließt hier das ins Bett bringen der Kinder, das Zubereiten der Mahlzeiten und das Anziehen ein. Am liebsten würden 38% der Befragten weniger Aufgaben im Haushalt übernehmen oder weniger arbeiten (28,5%). Lieber würden sie diese Zeit in Qualitytime mit ihren Kindern (67%) oder in Zeit zu zweit mit dem Partner (60 %) investieren (Mehrfachnennung war möglich).

Höchster Zeitaufwand

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Gestresst?

Stressabbau durch Achtsamkeit

 

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