PRESSEMITTEILUNG: Wenn die Karriere vor die Hunde geht

Berlin, 22. Mai 2013. Haustiere in Deutschland erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch während Arbeitgeber in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf beginnen ihre Hausaufgaben zu machen, zeigen sie nach wie vor wenig Verständnis für die Bedürfnisse von Tierbesitzern. Dies belegen die Ergebnisse einer Umfrage der Besser Betreut GmbH zur Situation von Tierbesitzern in Deutschland.

Demnach empfindet es fast jeder dritte Tierhalter in Deutschland als Herausforderung, Haustier und Beruf miteinander zu vereinbaren. Fast 60 Prozent würden ihr Haustier gern mit an den Arbeitsplatz nehmen, hätten sie die Möglichkeit dazu. Genauso hoch ist jedoch der Anteil der Befragten, die Ihren Chef für haustierunfreundlich halten, weil er diese Möglichkeit beispielsweise nicht anbietet. Zu diesem Ergebnis kommt eine standardisierte Online-Umfrage der Besser Betreut GmbH, an der sich in 2012 insgesamt rund 1.500 Personen in Deutschland beteiligten.

„Es ist auffällig, dass Arbeitgeber in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer häufiger versuchen, auf die Bedürfnisse ihrer Belegschaft einzugehen, ein Haustier jedoch nicht als gleichwertig angesehen wird“, so Steffen Zoller, Geschäftsführer der Besser Betreut GmbH. Bei Geschäftsterminen oder Überstunden können sich zwar drei von vier Befragten auf die Unterstützung von Freunden und Familie verlassen. Sollten diese jedoch keine Zeit haben, müssen sich die Arbeitnehmer entscheiden: Job oder Haustier.

Konflikte treten nicht nur in beruflichen Ausnahmesituationen auf. Haustiere haben ebenfalls Einfluss auf Urlaubsplanung und Freizeitgestaltung. Ein Viertel der Befragten hat sogar bereits ein Jobangebot abgelehnt, weil dieser das eigene Haustier benachteiligt hätte. Haustiere haben demnach einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Karriere des Einzelnen. Einige Unternehmen haben dies verstanden und reagieren mit tierfreundlichen Regelungen für ihre Mitarbeiter.

Steffen Zoller: „Ich habe selbst einen Hund. Da ist es für mich selbstverständlich, dass unsere Mitarbeiter ihre Haustiere mit zur Arbeit bringen können.“ Natürlich ist dies nicht in allen Fällen umsetzbar: „Bei uns steht kein Pferd auf dem Flur“, scherzt der 31-Jährige. Die Hunde in den Büroräumen seien allseits akzeptiert und sorgen hier und da für ein wenig Abwechslung und gute Laune. Dies wirke sich positiv auf das gesamte Arbeitsklima aus.

Die Studie belegt einen starken Einfluss von Haustieren auf die berufliche Situation von Tierhaltern, nicht zuletzt durch die oft unzureichende Rücksichtnahme der Arbeitgeber. Aufgrund des starken Bedarfs nach Tierbetreuung, kennt Betreut.de aus eigener Erfahrung, wie wichtig Haustiere ihren Kunden sind: Allein im April 2013 wurden knapp 2.000 Jobangebote von Familien auf der Plattform eingestellt. Auf Betreut.de können Tierbesitzer passende Betreuer in ihrer Nähe finden und mit ihnen in Kontakt treten – vom gelegentlichen Dog-Walker bis zur Tierpension für den Sommerurlaub.

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