Auf gesunden Pfoten: Die besten Tipps, wie Hundehalter ihren besten Freund durch den Herbst begleiten


Berlin, den 10. Oktober 2019. Die Tage werden kürzer, es kühlt sich ab und unter Umständen lässt sich die Sonne einige Tage gar nicht blicken. Alles in allem ist der Herbst eine recht stürmische Jahreszeit, die viel Veränderung mit sich bringt. Das spürt auch der beste Freund des Menschen.

Gemeinsam mit Nadja Kopp, Hundetrainerin und Geschäftsführerin von Amicanis Hundehotel, hat Betreut.de die wichtigesten Tipps für Fell und Pfote zusammengestellt, damit Hunde sich pudelwohl fühlen.


Jahreszeit für gute Hundeflege

Im Herbst befinden sich viele Hunde im Fellwechsel. In dieser Zeit benötigt das Fell besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Nadja Kopp rät deshalb: „Hundehalter sollten das Fell deshalb häufiger bürsten als sie es normalerweise tun und so abgestorbene Haare entfernen.“ Ob dabei Furminator, Gummistriegel, Zupfbürste oder andere Bürsten zum Einsatz kommen, hängt von der Länge des Fells ab. Spezielle Öle fördern die Elastizität der Haut und unterstützen den Fellwechsel.

Auch die Pfoten der Vierbeiner haben in der nasskalten Jahreszeit besondere Ansprüche. Um sie auf Spaziergänge im Herbst und Winter vorzubereiten, sollten zum einen die Haare zwischen den Zehen sorgfältig gekürzt und zum anderen die Krallen regelmäßig kontrolliert werden. Diese schleifen sich im weichen Herbstlaub nicht so gut ab wie auf hartem Untergrund. Sobald es draußen friert, sind die Straßen mit Streusalz oder Split präpariert. Mit speziellen Cremes und Balsamen können Hundehalter beanspruchten Pfoten etwas Gutes tun. Diese schützen auch vor Schnee und Eis. Wer sich bei Fell- und Pfotenpflege unsicher ist, lässt sich einfach von seinem Tierarzt beraten.

Ernährung im Herbst ergänzen

Ein starkes Immunsystem ist für Hunde vor allem im Herbst und später auch im Winter wichtig. „Junge Hunde brauchen im Herbst keine besonderen Nahrungsmittel“, sagt Nadja Kopp. „Bei Hunden mit Gelenkproblemen hilft bei nassem Wetter Grünlippenpulver“, ergänzt die Hundeexpertin. Und auch für Vierbeiner, die sich schnell erkälten, können Frauchen und Herrchen unterstützend wirken. Einfach Hagebuttenpulver und ab und an etwas Kokos- oder Leinöl ins Futter tun und dem Immunsystem des Hundes geht es gut.

Und einen Tipp für Hunde mit wenig Unterwolle hat Nadja Kopp noch: "In diesem Fall sollten Hundehalter bereits bei Wind und Regen beginnen, dem Tier einen leichten Mantel anzuziehen und so vor Unterkühlung zu schützen."

Futterspiele und Hundeyoga

An schönen Herbsttagen ist das Spielen im Laub ein besonderer Spaß für den Vierbeiner. Wer seinen Hund auf ein besonderes Abenteuer schicken möchte, schiebt das Laub zu kleinen Haufen zusammen und versteckt einen Teil der Futterration darin. Aber Achtung: Keine bestehenden Laubhaufen nutzen, denn dorthin könnten sich bereits Igel für ihren Winterschlaf zurückgezogen haben. Und auch im Herbst und Winter sollten Hundehalter an den Floh- und Zeckenschutz denken, denn Floh und Zecke lassen sich, entgegen dem Glauben vieler Menschen, nicht von Kälte beeindrucken.

Wenn Hunde an kalten Tagen draußen spielen, ist eine Aufwärmphase besonders wichtig, um Muskelverletzungen vorzubeugen. „Generell sollte klar sein, dass weder Hund noch Mensch von Null auf 100 höchte Leistungen bringen können“, sagt Nadja Kopp. „Also sollten Hundehalter nicht aus dem Auto steigen und den Hund direkt hinter einem Ball hinterherjagen lassen.“ Hier hat die Hundeexpertin folgenden Tipp: Zum Aufwärmen helfen kleine „Yoga“-Übungen wie beispielsweise Strecken, Verbeugen, Pfoten heben oder den Kopf zur Rute drehen.

„Doch auch ein kleines Ritual hilft dem Hund, sich bereits in der Wohnung aufzuwärmen“, sagt Kopp. „Den Hund zweimal rechts und zweimal links durch die Beine im Kreis laufen lassen. Das dehnt Rücken und Gelenke. Und Hundehalter sollten immer die 5-Minuten-Regel im Kopf behalten: Fünf Minuten Schritt gehen sowohl vor als auch nach dem Spiel. Für den Hund ist es genauso wichtig, auch wieder zur Ruhe zu kommen. Das fördert die Regeneration und beugt Infekten oder Verletzungen vor.“

Sichtbarkeit für mehr Sicherheit

Wenn die Tage kürzer werden, finden häufiger Spaziergänge in der Dunkelheit statt. Leuchthalsbänder oder Blinklichter stellen sicher, dass die Tiere rechtzeitig von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden. Mit heller und reflektierender Kleidung schützen Frauchen und Herrchen oder Tierbetreuer zusätzlich auch sich selbst.

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