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Rechnung schreiben – aber wie?

Welche Angaben dürfen nicht fehlen

Sie möchten Ihrem Arbeitgeber eine Rechnung schreiben, aber brauchen eine genaue Anweisung? Hier steht, wie’s geht!

Je nach Beschäftigungsart unterliegen Arbeitnehmer unterschiedlichen Regelungen bei der Abführung von Steuern. Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler sind verpflichtet, zur Vergütung geleisteter Arbeit eine Rechnung zu schreiben. Im Falle der Haushaltsnahen Dienstleistungen greift häufig die sogenannte Kleinunternehmerregelung.

Entscheiden Sie sich für die selbstständige/freiberufliche Arbeit als Alltagshelfer, stellt die Beantragung einer Steuernummer bei dem für Sie zuständigen Finanzamt den ersten Schritt dar. Sobald Ihnen eine Steuernummer zugewiesen wurde, können Sie Rechnungen an Ihren Arbeitgeber (an die Familien, welche Sie unterstützen) schreiben.

Des Weiteren sind Sie zu folgenden Angaben verpflichtet:

– Den vollständigen Namen und die Adresse des Kunden (der Familie) und den eigenen, vollständigen Namen und die eigene Adresse

– Ihre vom Finanzamt zugewiesene Steuernummer oder die Ihnen zugewiesene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Bundeszentralamts für Steuern

– Das Datum, an dem Sie die Rechnung stellen

– Die Rechnungsnummer, deren Form Sie bestimmen, die aber fortlaufend und einmalig von Ihnen vergeben wird (wie z. B. 001, 002, 003)

– Die Leistung, für die die Rechnung gestellt wird und den Zeitraum der vollbrachten Leistung

– Der Betrag, den Sie für diese Leistung in Rechnung stellen

– Mögliche Rabatte

Besonderheit bei der Kleinunternehmerregelung:

Durch die Kleinunternehmerregelung sind Sie von der Umsatzsteuer befreit, die folglich nicht auf der Rechnung ausgewiesen werden darf. Daraus erfolgt, dass kein Umsatzsteuersatz auf der Rechnung vermerkt wird.

Vermerken Sie auf Ihrer Rechnung an den Arbeitgeber: „Gemäß §19 des UstG ist in dem auf die Rechnung ausgewiesenen Betrag keine Umsatzsteuer enthalten“.





Kommentare
  1. Rechnung schreiben – aber wie?
    Andrea | Dienstag,Mai 30.2017

    Hallo,der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber ich würde ihn gerne noch ergänzen: Der Rechnungsbetrag sollte nicht nur den Bruttobetrag umfassen, sondern auch den Nettobetrag, den angewendeten Umsatzsteuersatz (19%, 7% oder 0%) sowie den entsprechenden Umsatzsteuerbetrag.Die Umsatzsteuer-ID ist übrigens nur bei innergemeinschaftlichen Lieferungen in ein anderes Land der EU erforderlich – wenn das Reverse-Charge Verfahren angewendet werden soll. In den anderen Fällen genügt die normale Steuernummer.

  2. Rechnung schreiben – aber wie?
    Andrea Lackner | Montag,Juni 12.2017

    Hallo,der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell 🙂 Zu ergänzen wäre vielleicht noch: Der Rechnungsbetrag muss immer in Nettobetrag, Umsatzsteuer-Satz, Umsatzsteuerbetrag und Bruttobetrag getrennt angegeben werden.

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