Hilfe, ein Hund zieht ein!

Wenn ein Hund einzieht, ändert sich alles und das Leben steht kurzzeitig Kopf. Am Anfang habe ich das nicht glauben können und dachte, durch gute Vorbereitung wird sich die Umstellung in Grenzen halten. Weit gefehlt! Unsere Geschichte zeigt, was sich alles ändert, worauf man sich vor Einzug des neuen Familienmitgliedes vorbereiten kann, und dass trotzdem alles anders kommt als gedacht.

 

 

Die Vorbereitungszeit auf einen Hund hat bei uns ein gutes halbes Jahr gedauert. Ich habe viel gelesen, den Vermieter gefragt, ob Hundehaltung in der Mietwohnung erlaubt ist, mich über die einzelnen Rassen informiert und mir über die Ernährung und Betreuung Gedanken gemacht. So weit, so gut.

Die Vorbereitungszeit

Eigentlich hatte ich sehr konkrete Vorstellungen von einem Hund: kein Welpe mehr – ein Hund aus dem Tierschutz oder von privat abzugeben, bevor er ins Tierheim kommt – gerne ein Labrador – freundlich zu jedermann/jederfrau und mittelgroß.

Ich machte mich im Internet auf die Suche und die Auswahl ist wirklich riesig! Tierheime, Tierschutzorganisationen,… – ich habe lange gesucht. Auf einigen Portalen wurden mir Welpen aus Rumänien, Spanien etc. angeboten. Irgendwann bekam ich auf einer Plattform ein Foto von Moe zugeschickt: 7 Monate jung, mitten in der Pubertät, Mischling. Und dieser Blick! Ich wollte ihn unbedingt kennen lernen. Nach zwei Kennenlern-Treffen und einer Tierarztkontrolle zog Moe spontan am selben Abend bei uns ein und wir hatten… noch nichts!

 

Ich konnte nur mein angelesenes Fachwissen darbieten. Glücklicherweise bekamen wir von der Vorbesitzerin zumindest einen Napf und Futter, eine Decke und Halsband plus Leine mit. Dazu kam natürlich noch der Impfpass. Der Grund für den schnellen Einzug von Moe war der Abschiedsschmerz des Sohnes der Vorbesitzerin: Sie wollte es ihm nicht noch schwerer machen.

Da standen wir also mit einem Hund und konnten unser Glück nicht fassen.

Grundausstattung für den Hund

Am nächsten Tag ging es in den Fachmarkt. Auf unserer Liste standen:

 

  • Ein Körbchen
  • Eine Decke
  • 2 neue Näpfe
  • Futter & Leckerlies
  • Ein Willkommens-Spielzeug

 

Moe durfte natürlich gleich mit zum Probeliegen – das neue Körbchen sollte schließlich vor allem ihm gefallen. In vielen Ratgebern zum Thema: „Was muss ich beachten, wenn ein Hund bei mir einzieht“ liest man, dass das Körbchen schon vorab einen Platz im neuen Zuhause haben sollte. Der Hund soll von Anfang an wissen, wo seine Ruhezone ist.

Ich würde es nicht machen, es sei denn, ein Welpe zieht ein. Ein „Second-Hand“ – Hund ist in der Lage, sich aus den ihm angebotenen Körbchen das für sich Bequemste zu finden, egal ob es zur Einrichtung passt oder nicht. Und da Hunde ca. 20 Stunden pro Tag schlafen, sollte der Kauf eines neuen Hundekörbchens gut überlegt und vor allem vom Hund entschieden werden. Bis dahin reicht für die Eingewöhnungszeit eine Decke.

Auch die Ernährung des Hundes spielt eine Rolle: Für die Eingewöhnung ist es sinnvoll, dem Hund erst einmal weiterhin das gewohnte Futter zu geben. Er hat schon genug damit zu tun, mit den neuen Menschen und der neuen Umgebung klar zu kommen und sollte dann wenigstens beim Futter etwas Vertrautes haben. Ich habe bei Moe damals langsam auf Trockenfutter umgestellt bis wir mittlerweile beim Barfen angekommen sind.

Das Wichtigste aber für die Eingewöhnung des Hundes ist viel Zeit und Ruhe. In der ersten Woche sollte man sich Urlaub nehmen und den Hund ankommen lassen. Die große Familienfeier sollte man vielleicht auch erst einmal verschieben.

Grundausstattung für den Halter

Worauf man sich einstellen sollte: Ein Hund sorgt für Struktur im Alltag und diese braucht er auch. Zwei bis drei Gassi-Gänge am Tag sollten Pflicht sein, egal bei welchem Wetter. Und hier beginnen auch die Neuanschaffungen für den Hundehalter: Seit Moe eingezogen ist, habe ich Wanderschuhe und Gummistiefel. Mit High-Heels durch den Wald oder an den Strand? Wohl eher nicht.

Ein Blazer sieht zwar schick aus, aber wohin mit den Kotbeuteln, den Leckerlies und dem Spielzeug? Eine Funktionsjacke hat fast jeder Hundehalter. Die eine Jackentasche voller Krümel, die andere ausgebeult durch Dummy, Ball, etc. Hauptsache, sie ist dicht und man braucht keine Handtasche mehr.

In der Wohnung liegt auf der Couch nun noch eine Decke mehr – für Moe. Man möchte sich für das Streicheln nicht bücken müssen, also kommt der Hund eben mit auf das Sofa. Sie sehen, ein Hund verändert alles. Hundehaare überall, mehr Bewegung für den Halter und: ganz viel Zuneigung und Liebe. Das entschädigt für alles.

 

Wie haben Sie sich auf den Familienzuwachs vorbereitet? Ganz spontan oder mit langer Recherche? Was war das Erste, was Sie besorgt haben?

 





Kommentare
  1. Hilfe, ein Hund zieht ein!
    Erika Gabriel | Freitag,Juni 12.2015

    Ich finde Deine Kommentare sehr gut, überhaupt, wenn mann sich einen Hund anbschaffen will.Ich habe seit März einen kleinen Hund, bin aber nicht unerfahren an die Sache herangegangen. Ich hatte schon mehrere Hunde verschiedener Rassen. Meine kleine Ani bereitet mir sehr viel Freude. LG Erika

  2. Hilfe, ein Hund zieht ein!
    Nina | Mittwoch,Februar 17.2016

    Hallo. In den ersten Sätzen dachte ich tatsächlich, man schreibt hier über mich. 🙂 Werde hier öfter mal vorbeischauen. 🙂 VG, Nina

  3. Hilfe, ein Hund zieht ein!
    Cloudette | Donnerstag,August 11.2016

    Hi,wichtig finde ich auch, dass man sich vorab über gutes Hundefutter erkundigt. Wir füttern z. B. Premiumfutter an unseren Hund. Des Weiteren sollte man bei einem Welpen ein Geschirr – anstelle eines Halsbandes – zurückgreifen. Gerade weil die Kleinen ja noch nicht leinenführig sind, und der Zug auf dem Hals nicht gut ist.LG

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