Kindern die Zeitumstellung erleichtern

 

In ein paar Tagen ist es wieder soweit: Am 25. März werden die Uhren eine Stunde vorgestellt – Sommerzeit! Das bedeutet weniger Schlaf – und kann das Aufstehen einige Wochen lang erheblich erschweren. In meiner Familie bringt die Umstellung jedenfalls jedes Mal aufs neue Kind und Eltern aus dem Takt.

Der frühe Vogel kann mich mal!

Dabei sind die ersten beiden Wochen nach der Umstellung immer besonders hart. Die „verschwundene Stunde“ wirbelt unseren Biorhythmus komplett durcheinander und macht insbesondere meinem Sohn tüchtig zu schaffen. Und für uns als Eltern wird es  dadurch noch schwieriger, den Morgen zu meistern. Denn wie eine repräsentative Umfrage von Betreut.de unter 518 Müttern ergab, ist der Morgen für 60 Prozent von ihnen ohnehin die stressigste Phase des Tages. Umso schlimmer, wenn alle Familienmitglieder übermüdet sind – wie bei der Umstellung auf die Sommerzeit. Bei uns kommt in diesem Jahr das erste Mal erschwerend hinzu, dass mein Sohn pünktlich um acht in der Schule in der Schule sein muss – anstatt wie in den vergangenen Jahren einfach mal um halb zehn in der Kita aufzuschlagen.

 

Nachgefragt bei Dr. med. Samia Little Elk, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Somnologin und Inhaberin der Schlafpraxis Berlin, erfahre ich: „Die Zeitumstellung fühlt sich für uns alle an wie ein Jetlag beim Überfliegen einer Zeitzone. Um sich daran zu gewöhnen, braucht es in etwa ein bis zwei Tage. Unseren Kindern hilft es, wenn wir für das Zu-Bett-Gehen feste und verlässliche Rituale haben, die wir einfach im Zuge der Zeitumstellung der neuen Zeit anpassen. Sind die Abläufe wie immer, dann fällt auch den Kindern die einstündige Verschiebung nicht schwer.“

So klappt die Umstellung bei Kindern besser

Aus diesem Grund habe ich im folgenden ein paar Tipps zusammengestellt, die unseren Kindern helfen können, mit der Zeitumstellug besser umzugehen und sich schneller umzugewöhnen.

 

Zeit sanft verschieben

Damit die Zeitverschiebung von einer Stunde nicht so stark zu Buche schlägt, verteilen Sie sie am besten über mehrere Tage. Das heißt auch: Bringen Sie die Kinder bereits ein, zwei Abende vorher jeweils eine halbe Stunde früher ins Bett. So können sie sich leichter an die neue Zeit gewöhnen.

 

Toben macht müde

Frische Luft und ausreichend Bewegung machen Kinder nicht nur glücklich, sondern auch müde. Das ist in den Tagen der Zeitumstellung besonders wichtig. Sorgen Sie also durch Aktivitäten im Freien dafür, dass die Kinder sich austoben können. Klettern auf dem Spielplatz, eine Exkursion in den Wald, Ballspiel oder Fangen sind körperlich fordernde Aktivitäten, die nicht nur dem Kind dabei helfen, abends eine Stunde eher einzuschlafen. Planen Sie aber trotzdem Zeit zur Entspannung ein: Herumtoben am Abend ist kontraproduktiv.

 

Vorsicht, Mittagsschlaf!

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind an diesen Tagen nicht übermäßig viel Mittagsschlaf hält. Auch, wenn es schwer fällt: Wecken Sie es lieber. Sonst ist es abends nicht mehr müde, schläft zu spät ein und bekommt morgens erst recht Probleme mit dem Aufstehen.

 

Vorbereitung ist alles

Erfahrene Eltern wissen: Was am Vorabend schon erledigt wurde, muss man morgens nicht mehr machen. Wer also den Obstsalat fürs Frühstück schon abends geschnippelt, die Schulbrote schon fertig im Kühlschrank deponiert und die Kleidung für den nächsten Tag schon rausgelegt hat, der kann den Morgen entspannter angehen.

 

Mit Schwung in den Tag

Helligkeit hilft beim Wachwerden. Schalten Sie morgens möglichst viel Licht an – zumindest sofern die Sonne beim Wecken noch nicht scheint. Auch mit Musik kann man schwungvoll in den Tag starten. Vielleicht trällern die Kinder ja sogar mit!

 

Stressfrei zur Arbeit

Versuchen Sie, den morgendlichen Stress in der Rushhour zu begrenzen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber – soweit möglich – eine flexible Anfangszeit, Home Office, oder warnen Sie Ihre Kollegen vor, dass es eventuell ein paar Minuten später wird als sonst. So bleibt Ihnen auch im Ernstfall der Stress erspart.

 

Ein heißer Tipp für Eltern

Ein starker und richtig leckerer Kaffee macht müde Eltern munter. bei mir wirkt er zumindest Wunder. Und wer dabei gleichzeitig noch ein bisschen Zeit einparen möchte: Statt Zuhause kann man ihn natürlich auch ganz entspannt als Coffee-to-go für den Weg von der Kita zur Arbeit einplanen.

 

Und, wie gehen Sie in Ihrer Familie mit der Zeitumstellung um? Fällt Ihren Kindern die Zeitumstellung auch so schwer? Wenn ja, dann schicken Sie uns doch mal Ihre Tipps, wie man Kindern die Umgewöhnung erleichtern kann. Wir freuen uns über Ihr Feedback!

 

Über Julia

Über Julia:
Julia arbeitet seit 2012 in der Unternehmenskommunikation von Betreut.de. Nach ihrem Publizistik-Studium zog es die Frankfurterin nach Berlin. Nach verschiedenen Jobs im Bereich Film-PR verabschiedete sie sich 2009 in die Elternzeit. Heute betreut sie statt Filmen ihren siebenjährigen Sohn und nimmt sich in ihrer Freizeit immer wieder vor, mehr Sport zu treiben.


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