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Das sollten Familien & Alltagshelfer zum Coronavirus wissen

Antworten auf die dringendsten Fragen

Wir haben Antworten auf die häufigsten Fragen zum Coronavirus zusammengetragen und geben Ihnen erste Empfehlungen, um sich und Ihre Angehörigen bestmöglich vor dem neuartigen Virus zu schützen.

Als ob die Erkältungs- und Grippesaison uns nicht schon genug zusetzen würde, sehen wir uns derzeit zusätzlich mit einem neuartigen Coronavirus konfrontiert, welcher sich momentan in den Deutschland – fast alle Bundesländer sind betroffen – und in vielen weiteren Ländern der Welt ausbreitet. Am 4. März 2020 meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für Deutschland bereits 196 bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen – 103 davon in Nordrhein-Westfalen. Das RKI teilte zudem mit, dass „mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen in Deutschland gerechnet werden muss“.

Experten raten jedoch von jeglicher Panikmache ab. Schaut man sich die Fakten zum neuartigen Coronavirus an, lassen sich schnell einige der gängigen Befürchtungen zerstreuen: Da der Coronavirus zur Familie der Erkältung verursachenden Viren gehört, ist anzunehmen, dass gesunde Kinder und Erwachsene die Krankheit aus eigener Kraft überstehen und sich auch problemlos davon erholen können.

Im Folgenden tragen wir Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Coronavirus zusammen und geben Ihnen erste Empfehlungen an die Hand, um sich und Ihre Angehörigen bestmöglich zu schützen.

+ + + Hinweis: Tagesaktuelle Informationen zu SARS-CoV-2 und COVID-19 erhalten Sie beim Robert Koch-Institut und beim Bundesministerium für Gesundheit. + + +

Was genau sind Coronaviren & COVID-19?

Laut Experten handelt es sich beim SARS-CoV-2 um einen Virus, der in der Regel bei bestimmten Tierarten auftritt – z.B. bei Kamelen, Rindern, Katzen und Fledermäusen. In seltenen Fällen werden diese Viren auf den Menschen übertragen und können sich so weiter ausbreiten. Bekannte Beispiele aus der Vergangenheit sind das Middle-East-Respiratory-Syndrom (MERS) und das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS). Der aktuelle Coronavirus – auch als neuartiges Coronavirus bzw. SARS-CoV-2 bezeichnet – wurde erstmals 2019 in Wuhan City in der chinesischen Provinz Hubei nachgewiesen. Der Name der durch SARS-CoV-2-Viren verursachten Krankheit lautet COVID-19, kurz für Coronavirus-Krankheit 2019.

Wie wird der Coronavirus übertragen?

Experten gehen davon aus, dass sich der Virus hauptsächlich durch zwischenmenschlichen Kontakt verbreitet – insbesondere in engen Menschenmassen, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Großveranstaltungen. Der Virus überträgt sich dabei durch Atemtröpfchen, die beim Husten oder Niesen einer infizierten Person entstehen und umherschwirren. Diese Tröpfchen können beim Einatmen in den Mund oder die Nase von Menschen gelangen, die sich in der Nähe einer infizierten Person aufhalten. Das Virus wird aber auch durch den Kontakt mit infizierten Oberflächen oder Gegenständen verbreitet.

Zusammengefasst: Coronaviren werden, genau wie eine Erkältung oder die Grippe, über die Atemwege übertragen.

Was sind typische Symptome von COVID-19?

Leider sind die Details zur Erkrankung COVID-19 und deren Symptome noch nicht vollständig erforscht. Man kann aber anhand der bereits registrierten Fällen darauf schließen, dass folgende Anzeichen zu den Hauptsymptomen zählen:

  • Fieber
  • Husten
  • Kurzatmigkeit

Im Vergleich zu diesen Symptomen verursacht die Grippe eher ein fiebriges Gefühl, inklusive Kopf- und Gliederschmerzen, Mattheit, Halsschmerzen und einer laufenden bzw. verstopften Nase. COVID-19 kann von leicht bis schwerwiegend ausgeprägt sein. Kurzatmigkeit kann auf eine ernstere Form der Krankheit hinweisen. Die Symptome können bereits nach zwei Tagen abklingen. Je nach Schweregrad der Erkrankung dauert die Heilung jedoch bis zu zwei Wochen.

Wer gehört zur Risikogruppe?

Nach der aktuellsten Risikobewertung stuft das RKI das unmittelbare Gesundheitsrisiko für die allgemeine deutsche Bevölkerung als mäßig ein. Folgende Menschengruppen sind jedoch einem erhöhten Expositionsrisiko ausgesetzt:

  • Menschen in Gemeinden, in denen sich das Virus, das COVID-19 verursacht, weiterhin ausbreitet
  • Beschäftigte im Gesundheitswesen, die Patienten mit COVID-19 versorgen
  • Personen, die mit jemandem in engem Kontakt stehen, bei dem COVID-19 diagnostiziert wurde
  • Reisende, die aus internationalen Regionen zurückkehren, in denen sich der Virus bereits ausgebreitet hat (siehe aktuelle Reisewarnungen des Auswärtigen Amts)
  • immungeschwächte Personen: ältere Menschen (insbesondere mit Diabetes oder hohem Blutdruck), Bewohner von Pflegeheimen, Krebs- & COPD-Patienten

Was muss ich bei einer Schwangerschaft beachten?

Allgemein ist zu sagen, dass bei schwangeren Frauen immunologische und physiologische Veränderungen auftreten, die sie möglicherweise anfälliger für virale Atemwegsinfektionen, einschließlich COVID-19, machen.

Ein Hinweis für Schwangere und stillende Mütter: Es ist bisher noch nicht bekannt, ob eine schwangere Frau mit COVID-19 das Coronavirus auf ihren Fötus oder ihr Neugeborenes übertragen kann. In der stark begrenzten jüngsten Fallserie von Säuglingen, die von Müttern mit COVID-19 geboren wurden, ist keines der Kinder positiv auf das Virus getestet worden. Zudem konnte der Virus weder in Proben von Fruchtwasser noch in Muttermilch nachgewiesen werden.

Welche Symptome treten speziell bei Kindern auf?

In den wenigen veröffentlichten Berichten über Kinder mit COVID-19 in China wurden milde, erkältungsähnliche Symptome – wie Fieber, laufende Nase und Husten – beschrieben. Mindestens ein Kind wies gastrointestinale Symptome (Erbrechen, Durchfall) auf. Obwohl über schwere Komplikationen (akutes Atemnotsyndrom, septischer Schock) berichtet wurde, scheinen diese selten zu sein.

Experten fassen zusammen, dass zwar Infektionen bei Kindern, auch bei sehr kleinen Kindern, gemeldet wurden, dass es jedoch keine Hinweise darauf gibt, dass diese anfälliger wären. Die meisten bestätigten Fälle von COVID-19, die aus China gemeldet wurden, sind bei Erwachsenen aufgetreten.

Coronavirus

Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte ich ergreifen?

Das Wichtigste, was Sie tun können, um eine Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden, ist eine gute Handhygiene, z.B. regelmäßiges Händewaschen. Händewaschen schützt vor mikrobiellen Erregern. Gehen Sie Ihren Kindern mit gutem Beispiel voran und bringen Sie ihnen bei, wie man sich richtig die Hände wäscht: Es ist ratsam, sich die Hände häufig und mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife zu waschen, insbesondere nach dem Toilettenbesuch, vor dem Essen und nach dem Nasenschnäuzen, Husten oder Niesen. Experten empfehlen zudem, alkoholbasierte Handdesinfektionsmittel zu verwenden, vor allem wenn Seife und Wasser gerade nicht zugänglich sind.

Verzichten Sie momentan auf Händeschütteln, das Anfassen von Handläufen, Türklinken sowie anderen hochfrequentierten Oberflächen. Vermeiden Sie engen Kontakt zu Personen, die an einer Atemwegserkrankung leiden oder krank erscheinen. Verzichten Sie auf das Küssen dieser Personen und das gemeinsame Nutzen von Gegenständen. Verschieben Sie Reisen in stark betroffene Gebiete und meiden Sie Krankenhäuser, Pflegeheime und andere Gesundheitseinrichtungen, sofern Sie keine ärztliche Hilfe benötigen.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen:

  • Bleiben Sie zuhause, wenn Sie Symptome einer Atemwegserkrankung aufweisen. Gegenwärtig sind diese Symptome eher auf die Grippe oder andere Atemwegsviren zurückzuführen als auf COVID-19.
  • Nutzen Sie beim Husten und Niesen stets ein Taschentuch und werfen Sie dieses umgehend weg.
  • Sollten Sie kein Taschentuch zur Hand haben, niesen Sie in Ihre Armbeuge.
  • Vermeiden Sie es, Augen, Nase und Mund mit ungewaschenen Händen zu berühren.
  • Sollten Seife und Wasser nicht zugänglich sein, z.B. unterwegs, verwenden Sie ein alkoholbasiertes Händedesinfektionsmittel.
  • Reinigen Sie regelmäßig häufig berührte Oberflächen und Gegenstände.

Sämtliche Hygienetipps zur Vermeidung einer Übertragung von Viren können Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nachlesen.

Was sollte ich bei Verdacht auf eine Coronavirusinfektion tun?

Experten raten: Wenn Sie Husten oder Fieber haben und in den letzten zwei Wochen mit einem an COVID-19 Erkrankten Kontakt hatten, sollten Sie sich auf den neuen Coronavirus testen lassen. Auch wenn Sie Husten UND Fieber haben und in den vergangenen zwei Wochen in eines der Hochrisikogebiete verreist waren – z.B. China, Italien, Japan, Südkorea oder Iran – sollten Sie sich testen lassen.

Sollten Sie bei sich einen Verdacht auf Corona haben, melden Sie sich bitte telefonisch entweder unter der 116 117 oder bei Ihrem Hausarzt bzw. dem lokalen Gesundheitsamt. Dort werden Sie weitere Anweisungen durch das Personal erhalten, die Sie unbedingt befolgen sollten.

Empfehlungen für den Fall einer Erkrankung:

  • Schränken Sie Ihre außerhäuslichen Aktivitäten, mit Ausnahme der medizinischen Versorgung, ein. Gehen Sie nicht zur Arbeit, zum Studium oder zur Schule. Meiden Sie öffentliche Bereiche und Verkehrsmittel.
  • Halten Sie sich von Menschen fern, auch in Ihrem eigenen Haus – einschließlich der Benutzung eines separaten Badezimmers. Vermeiden Sie auch den Kontakt zu Haustieren.
  • Tragen Sie eine Gesichtsmaske und nutzen Sie beim Husten und Niesen stets Taschentücher, die Sie danach in einen geschlossenen Mülleimer entsorgen.
  • Waschen Sie sich häufig und gründlich die Hände, mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife, oder verwenden Sie alkoholbasierte Handdesinfektionsmittel.
  • Vermeiden Sie es, Haushaltsgegenstände mit anderen Personen zu teilen und reinigen Sie genutzte Oberflächen täglich.

Gibt es einen Impfstoff gegen den neuartigen Coronavirus?

Ein Impfstoff gegen den neuartigen Coronavirus befindet sich momentan in der Entwicklung. Bisher auf dem Markt erhältliche Medikamente eignen sich nicht zur Prävention oder Behandlung von COVID-19. Sie sind unwirksam.





Kommentare
  1. Das sollten Familien & Alltagshelfer zum Coronavirus wissen
    Eka | Mittwoch,März 04.2020

    Mann soll kein Angst haben!

  2. Das sollten Familien & Alltagshelfer zum Coronavirus wissen
    Gisela Perel | Freitag,März 06.2020

    Guten morgen. Die Info zu dem Coruna Virus ist sehr informativ. Habe alle Infos bekommen, die ich wissen wollte. Ich bin auch Betreuungsassistent 87 b. Im Moment habe ich leider wenig zu arbeiten.

  3. Das sollten Familien & Alltagshelfer zum Coronavirus wissen
    Nik Nur Fatehah | Donnerstag,März 12.2020

    This is a very important information for all as we are in the midst of fighting against the virus. We need to know the symptoms, how to seek for medical care if the symptoms arises, how to avoid from getting infected, etc. This is very important, with the hope that the virus will not be spreading and for those that has been infected to get well and live a healthy life.

  4. Das sollten Familien & Alltagshelfer zum Coronavirus wissen
    Andrea | Freitag,März 20.2020

    Woher bekomme ich mein Geld ,falls der Verdachtsfall besteht ?Ich meine konkret die Zeit wo man noch kein positives Ergebnis hat ,aber in Quarantäne muss , weil ein Kollege oder andere Kontaktperson eventuell betroffen ist?

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