GunsnRoses

Johnnys Papablog: Generation Guns N‘ Roses Now & Then – Erwartungen vs. Realität

Für die Band Guns N' Roses waren die letzten 30 Jahre eine Zeit voller Exzesse! Wir fragten uns: Was denken wohl die ehemaligen Fans und heutigen Familienväter so über ihr Leben? Freuen Sie sich auf ein spannendes Interviews mit Tobias von Johnnys Papablog.

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Tobias Weber, alias Johnny, bloggt seit mehr als vier Jahren auf seinem Blog Johnnys Papablog. Nachdem er seinen Job als Pädagoge an den Nagel hängte, hat der alleinerziehende Vater sich selbstständig gemacht und damit zumindest in Grundzügen seinen Jugendwunsch, beruflich unabhängig zu sein, erfüllt. Während Oldenburg in Johnnys retrospektiver Betrachtung einen eher schweren Stand hat, sieht es mit der Beurteilung von Guns N‘ Roses als eine seiner ersten Hörerfahrungen doch wesentlich besser aus.

 

Hörst Du bzw. hast Du früher Guns N‘ Roses gehört?

Wie es der Zufall so will, gehören die Gunners zu einer meiner ersten Hörerfahrungen, neben Michael Jackson und Die Ärzte. Ich bin allerdings schnell in musikalisch etwas andere Gefilde abgetaucht, so dass ich GnR nach den beiden „Use your illusion“-Alben nicht weiter verfolgt habe. Ich war ohnehin noch etwas zu jung. Heute finde ich deren ältere „Appetite for Destruction“-Platte noch sehr unterhaltsam, höre sie aber nur äußerst selten.

Wie viele Kinder hast Du? In welchem Alter bist Du (zum ersten Mal) Vater geworden?

Ich habe eine Tochter von vier Jahren. Gleichzeitig ist sie auch mein erstes Kind, so mit Anfang 30 wurde es ja auch mal Zeit, ne.

Wie sieht Dein Berufsleben aus: Vollzeit, Teilzeit, Auszeit? Arbeitest Du regelmäßig im Home-Office? Selbstständig oder angestellt?

Ich bin selbständig tätig und arbeite im Home-Office. So habe ich als alleinerziehender Vater zwar stets mit meinen Einnahmen zu hadern, da ich de facto eigentlich mehr arbeiten müsste. Allerdings habe ich so maximal Zeit für meine Tochter.

Wie zufrieden bist Du mit der Aufteilung zwischen Deinem Berufs- und Deinem Privatleben? Würdest Du gern etwas ändern? Und wenn ja, was?

Wie eben schon angedeutet, ist die Selbständigkeit mein Weg, um Beruf und Kind miteinander zu vereinbaren. Daran würde ich derzeit nichts ändern wollen.

Bist Du mit der Aufteilung der familiären Aufgaben zwischen Dir und Deiner Partnerin/Deinem Partner zufrieden?

Als alleinerziehender Vater ist das mit der Aufteilung familiärer Aufgaben eigentlich ganz einfach: Entweder ich übernehme sie – oder niemand. Zugegeben, viel Auswahl habe ich nicht, aber die Frage, ob ich damit zufrieden bin, kann ich mir nicht erlauben. Ich muss es sein.

Wie hattest Du Dir Deine berufliche Zukunft in Deiner Jugend vorgestellt? Hattest Du überhaupt konkrete Vorstellungen?

Visionen von der Zukunft hatte ich als Heranwachsender durchaus. Allerdings wusste ich nie so recht, wo ich schlussendlich mal landen wollte. Ich mache vieles gern und kann und konnte mir für mein Leben viele Entwürfe vorstellen. Eines haben und hatten all diese Entwürfe stets gemein: unabhängig sein. Und ein Stück weit lebe ich heute genau das, wenn auch in engeren Bahnen als vielleicht noch als Teenager gedacht.

7. Wie hattest Du Dir in Deiner Jugend Deine familiäre Situation ausgemalt?

Ich bin Sohn einer alleinerziehenden Mutter – mit allem, was dazu gehört. Meinen leiblichen Vater kenne ich nicht. Als Kind findet man sich mit dem ab, wie es ist. Meistens jedenfalls. Im Nachhinein hätte ich mir schon ein anderes Familienleben gewünscht, aber dann muss ich gestehen, möchte ich meine eigene Kindheit gegen nichts auf dieser Welt eintauschen. Sie war ungewöhnlich und hat mich sehr in Denken und Fühlen geprägt.

8. Was würde Dein Jugend-Ich Deinem heutigen Ich sagen, würden sie sich treffen?

Was hat Dich bloß so ruiniert? Und was ist mit der Revolution? Und dem Welthunger? Moment, Du erziehst ein Kind? Bist Du wahnsinnig geworden?

… und was würde Dein heutiges Ich darauf antworten?

Fahr nicht nach Oldenburg. Was immer Du auch tust, fahr nicht nach Oldenburg! Bitte, gerne!



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