Trennung erklaeren

9 Tipps, um den Kindern Ihre Trennung zu erklären

So sagen Sie es Ihren Kindern

Wenn Sie sich von Ihrem Partner trennen, ist es wichtig, sich gut auf das Gespräch mit Ihren Kindern vorzubereiten, um sie liebevoll auf die neue Situation vorzubereiten.

Trennung

Auch wenn es vielleicht nicht den Anschein hat, ist die Scheidungsrate in Deutschland in den letzten Jahren gesunken und lag laut Statista im Jahr 2018 bei rund 33%. Unschön wird es bei einer Scheidung oder Trennung vor allem dann, wenn Kinder involviert sind. Für sie verändert sich die Familie – und Veränderungen sind oftmals schwer zu verkraften. Eltern sollten ihren Nachwuchs angemessen und liebevoll auf die neue Situation vorbereiten. Folgende Hinweise und Tipps können dabei helfen.

Planen Sie die Unterhaltung

Ehe Sie sich zusammen hinsetzen, überlegen Sie sich, wie Sie die Trennung Ihren Kindern erklären können und stimmen Sie sich, falls möglich, im Vorfeld darüber ab, wie Sie auf mögliche schwierige Fragen reagieren.

Halten Sie sich an Fakten

Wenn Ihre Kinder Ihnen Fragen zum Grund der Trennung stellen, versuchen Sie, ihnen einfache Fakten zu nennen. Sie können Ihnen erklären, dass ihre Eltern nicht mehr zusammenleben werden, aber ihre Kinder noch immer lieben. Sprechen Sie ruhig und versuchen, einen ärgerlichen Ton zu vermeiden. Eine mögliche Erklärung wäre: „Deine Mama und ich lieben uns nicht mehr so wie früher und haben uns entschieden, getrennt voneinander zu wohnen.“

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Machen Sie keine Schuldzuweisungen

Ganz gleich, was passiert ist, halten Sie Ihre Erklärung möglichst einfach. Vermeiden Sie, Ihren Kindern Details über die Gründe Ihrer Trennung zu nennen, wie etwa Untreue, mentale Probleme oder Alkoholmissbrauch. Eltern sollten ihre Worte vorsichtig wählen und in einem neutralen Ton sprechen, der keine Schuldzuweisungen impliziert.

Am wichtigsten aber ist es, hervorzuheben, dass es nicht die Schuld Ihres Kindes ist, dass eine Veränderung bevorsteht. Das Gefühl der Sicherheit und der Zufriedenheit, sowie die Tatsache, dass Ihre Kinder sich geliebt fühlen, stehen eindeutig im Vordergrund.

Führen Sie eine altersgerechte Unterhaltung

Ein 6-jähriges Kind wird Ihre Erklärungen womöglich hinnehmen, ohne weiter nachzufragen. „Wenn ein 10- bis 12-jähriges Kind weitere Fragen stellt, sollten Sie versuchen, bei der Wahrheit zu bleiben. Wenn eine Mutter sich neu verliebt hat, könnte sie sagen: „Ich muss weitermachen und andere Dinge in meinem Leben tun“. Je nach Alter kann es auch sehr sinnvoll sein, mit Ihrem Kind Bücher zum Thema Trennung zu lesen und zu besprechen. Jugendliche sind womöglich bereits auf den Grund der Trennung gekommen und möchten nun eine Erklärung haben. Ältere Kinder können manchmal erstaunlich gut mit der bitteren Wahrheit umgehen, aber als Eltern sollten Sie es dennoch vermeiden, ihren Kinder ausführlich über die negativen Aspekte des Verhaltens Ihres Partners zu berichten.

Sagen Sie, es ist in Ordnung, traurig zu sein

Vermitteln Sie Ihren Kindern das Gefühl, dass Sie immer da sind, wenn sie Fragen haben und dass es in Ordnung ist, traurig zu sein. Sagen Sie den Kindern: „Wir sind traurig über diese Veränderung, aber manchmal muss man schwierige Entscheidungen treffen, um das zu tun, was für die Familie das Beste ist.“

Heben Sie all die Dinge hervor, die unverändert bleiben

Ganz gleich, wie alt Ihr Kind ist, betonen Sie all die Dinge, die beim Alten bleiben. Ein Kind, das erst 10 oder 11 ist, kann Erklärungen wie: „Wir werden nicht mehr verheiratet sein, aber wir sind noch immer deine Eltern, die dich lieben“, durchaus verstehen.

Lassen Sie Ihren Kindern Zeit

Sobald Sie vorhaben, getrennt voneinander zu wohnen, sollten Sie Ihren Kindern ein paar Wochen Zeit geben, die Information zu verarbeiten. Aber achten Sie darauf, dass Sie Ihren Kindern erklären, welchen Teil ihres Lebens von nun an jeder Elternteil einnimmt.

Weihen Sie die Betreuungspersonen ein

Haben Sie einen Babysitter, dann wird er wohl mit der Frage konfrontiert werden, inwieweit er von der Trennung betroffen ist. Sind sie noch auf der Suche nach einer Kinderbetreuung, sollten sie das Thema offen bei der Bewerbersuche ansprechen.  Sprechen Sie mit dem Babysitter über Ihr Vorhaben und auch darüber, wie er am besten auf die Nachfragen der Kinder antworten kann. Eine Tagesmutter oder ein regelmäßiger Babysitter wird in solch einer Situation schnell zu einer Art Tante oder großer Schwester, und kann dabei helfen, den Kindern den Rücken zu stärken.

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