Gibt es den Weihnachtsmann

Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

So reagieren Sie auf diese Frage

Während der Adventszeit fragen viele Kinder: „Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?“ Mit diesen Tipps fällt Ihnen die Antwort leichter.

Gibt es den Weihnachtsmann

Ist der Weihnachtsmann echt? Gibt es das Christkind wirklich? Früher oder später sehen sich die meisten Eltern mit dieser Frage konfrontiert – sei es, weil andere Kinder in der Schule darüber gesprochen haben oder weil ihr Kind langsam in ein Alter kommt, in dem es vieles hinterfragt. Wie also reagieren wir auf Fragen nach fliegenden Rentieren, Elfen oder dem Christkind?

Allem voran gilt es, Ruhe zu bewahren und tief durchzuatmen. Stellen Sie sich nicht selbst infrage und ärgern Sie sich nicht, dass Sie diese Tradition überhaupt erst eingeführt haben. Psychologinnen und Psychologen zufolge ist auch das Platzen einer Kindheitsillusion eine Erfahrung, die ein Kind machen muss und die Teil seiner Entwicklung ist.

Gerade während der Adventszeit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kinder die Frage aller Fragen stellen: „Gibt es den Weihnachtsmann eigentlich wirklich?“ Am besten legen Sie sich bereits vorab eine Antwort zurecht. 

So reagieren Sie, wenn Ihr Kind den Weihnachtsmann infrage stellt

Erkundigen Sie sich nach dem Grund für die Frage

Ganz gleich, ob die Idee aus der Schule stammt oder darauf basiert, dass Ihr Kind von einem anderen Mythos erfahren hat und nun weitere Konzepte hinterfragt – wenn Sie den Grund für die Skepsis Ihres Kindes kennen, können Sie intuitiver reagieren. Vielleicht stellt sich auch heraus, dass Ihr Kind nur die Frage eines Freundes oder einer Freundin weitergibt, ohne sich selbst darüber Gedanken zu machen. 

Fragen Sie, was es für Ihr Kind bedeuten würde, wenn der Weihnachtsmann nicht echt wäre

Dadurch erfahren Sie, inwiefern es schon bereit für die Wahrheit ist.

Zeigt sich, dass für Ihr Kind eine Welt zusammenbrechen würde, lenken Sie das Gespräch vielleicht besser in eine andere Richtung. Zuckt Ihr Kind dagegen mit den Schultern und erklärt es Ihnen, dass es schon längst wusste, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt, wird es die Wahrheit vermutlich besser verkraften. 

Abgesehen davon ist dies auch immer eine Frage des Ermessens. Ist Ihr Kind noch nicht bereit, die Wahrheit zu hören, können Sie auch von der Frage ablenken. 

Lassen Sie Ihr Kind die Frage selbst beantworten

Wenn Sie mit einer Gegenfrage reagieren, geben Sie Ihrem Kind damit die Möglichkeit, sich die Frage selbst zu beantworten und sich seine eigene Meinung zu bilden. 

Manche Kinder verlieren dadurch auch das Interesse für das Thema. 

Falls Ihr Kind die Wahrheit zwar ahnt, aber noch nicht bereit ist, den Glauben an den Weihnachtsmann aufzugeben, erhält es so außerdem die Chance, einen Rückzieher zu machen und seine Fragen zu vertagen. 

Gehen Sie auf das ein, was der Weihnachtsmann verkörpert

Das Weihnachtsfest mag mit der Erkenntnis, dass der Weihnachtsmann nicht existiert, zwar ein wenig seines Zaubers einbüßen, aber eben nur ein wenig. All die anderen Traditionen und Werte bleiben bestehen. Gerade Kindern, die traurig oder verletzt reagieren, kann es helfen, ihnen das zu erklären. 

Eine weitere von vielen möglichen Strategien besteht darin, Ihr Kind auf fröhlichere Gedanken zu bringen. Zum Beispiel, indem Sie ihm vorschlagen, selbst in die Rolle des Weihnachtsmanns zu schlüpfen und einen guten Freund, eine nette Nachbarin oder seine Geschwister mit einem Geschenk zu überraschen. Dadurch behalten Sie die Grundidee des Weihnachtsmanns bei, während Ihr Kind die Seiten wechselt und selbst schenkt, statt beschenkt zu werden.

Überzeugen Sie Ihr Kind davon, anderen nicht die Illusion zu rauben

Bitten Sie Ihr Kind, seine Erkenntnis nicht mit seinen jüngeren Geschwistern oder anderen Kindern in der Schule, im Kindergarten oder in der Tagesbetreuung zu teilen und die Beantwortung diesbezüglicher Fragen immer einem Erwachsenen zu überlassen. 

Gibt es den Weihnachtsmann

Das sollten Sie vermeiden

Lügen Sie nicht, um Tränen zu umgehen

Psychologinnen und Psychologen zufolge gehört es zur Entwicklung eines Kindes dazu, den Umgang mit traurigen Erlebnissen zu lernen. 

Eine der ersten Erfahrungen dieser Art ist zum Beispiel die Erkenntnis, dass der Weihnachtsmann nicht wirklich existiert.

Lassen Sie sich nicht zu weiteren Lügen verleiten, sondern vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es in Ordnung ist, traurig zu sein, und dass Sie weiterhin Spaß daran haben können, so zu tun, als gäbe es den Weihnachtsmann. 

Lügen Sie nicht, um eine ältere Lüge zu rechtfertigen

Wenn Kinder erfahren, dass es den Weihnachtsmann nicht wirklich gibt, platzt für sie eine Illusion. Versuchen Sie nicht, Ihrem Kind durch eine weitere Lüge die Traurigkeit zu nehmen, sondern erklären Sie ihm, warum Sie ihm vom Weihnachtsmann erzählt haben.

Sagen Sie zum Beispiel: „Das ist eine Geschichte, die Eltern ihren Kindern erzählen.“ 

Berichten Sie von Ihren eigenen glücklichen Kindheitserinnerungen oder der Freude, die diese Geschichte Ihrer ganzen Familie gebracht hat. 

Überfordern Sie Ihr Kind nicht mit zu vielen Informationen

Nur weil Ihr Kind beginnt, den Weihnachtsmann infrage zu stellen, heißt das nicht, dass es auch schon bereit ist, den Glauben an andere fiktive Gestalten aufzugeben. 

Solange Ihr Kind nicht von sich aus nach dem Osterhasen oder der Zahnfee fragt, spricht nichts dagegen, ihm diese Illusion noch zu lassen.

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, muten Sie Ihrem Kind nicht zu viel zu und bitten Sie es gegebenenfalls, seine jüngeren Geschwister nicht einzuweihen. 

Kurzum: Nehmen Sie die Fragen Ihres Kindes ernst, gehen Sie auf sie ein, achten Sie aber auch darauf, Ihr Kind nicht zu überfordern.

Versuchen Sie nicht, auf Ihr Kind einzuwirken

Als Eltern bemüht man sich natürlich, den Zauber der Kindheit so lange wie möglich zu bewahren – allerdings nicht durch Zwang. Wenn Ihr Kind nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt, ist es an der Zeit, sich zumindest von dieser Illusion zu verabschieden.

Wie auch immer Ihr Kind reagiert, versuchen Sie nicht, auf die Emotionen Ihres Kindes einzuwirken. Versetzen Sie sich stattdessen in Ihr Kind, zeigen Sie Empathie und vermitteln Sie ihm, dass seine Reaktion gerechtfertigt und in Ordnung ist. 

Gibt es den Weihnachtsmann



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