Tandem

Per Tandem zur angewandten Fremdsprache

Sprachen nebenbei erlernen & festigen

Jede Fremdsprache muss gehört und vor allem gesprochen werden, damit man sich alles einprägt und die Sprache gut erlernt. Eine zielführende Variante, eine Fremdsprache zu verinnerlichen, sind muttersprachliche Tandempartner. Wir fassen die Vorteile einer solchen Lernpartnerschaft zusammen.

Tandem: effektive Art der Nachhilfe

Das Wort Tandem stammt aus dem Mittellateinischen und bedeutet so viel wie „der Länge nach, hintereinander“. Wir verbinden es in der Regel mit dem Fahrradfahren oder Fallschirmspringen: Zu zweit radelt man schneller oder wagt den Sprung in die Tiefe. In der Fremdsprachennachhilfe bezeichnet Tandem eine Partnerschaft, die sich über gemeinsame, lockere Gespräche definiert. Denn wer spricht, lernt schneller. Sprachtandems sind also legere Lernpartnerschaften, von denen beide Seiten profitieren, da jeder seine Muttersprache in die Gepräche einbringt und seinem Gegenüber hilft, die andere Sprache zu verbessern.

Praktisch läuft dies wie folgt ab: Ein Deutscher trifft beispielsweise regelmäßig einen englischen Muttersprachler. Bei einem Treffen werden die Gespräche komplett auf Deutsch geführt, beim nächsten auf Englisch. Man übt sich im Sprechen der Fremdsprache, erweitert automatisch sein Vokabular, schnappt typische Redewendungen auf und verbessert möglicherweise sogar die Aussprache. Die Treffen sollten an verschiedenen Orten stattfinden, vielleicht sogar an Plätzen mit thematischem Bezug zum Gespräch. Wie wäre es z.B. mit einer Verabredung im Café, Zoo, Park, beim Einkaufen oder Ausüben des Lieblingshobbys? Das Lernen der Fremdprache wird dabei zur Nebensache und trotzdem werden beide Seiten mit jeder Begegnung sicherer im Anwenden der Fremdsprache.

Tandem: gute Lernmöglichkeit für Kinder & Teenies

Fremdsprachentandems eignen sich aufgrund der lockeren Atmosphäre besonders gut für Kinder und Teenager, denn dabei erlernen bzw. festigen sie ganz nebenbei die angewandte Sprache. Sie verspüren weit weniger Lerndruck als in der Schule oder bei strengen Nachhilfesitzungen. Sie trauen sich auf diese Weise mehr zu, probieren sich aus und verbessern ihr Sprachkönnen fast spielerisch. Ein idealer Weg, Fremdsprachen zu trainieren und zu verinnerlichen. Zudem kann der Tandempartner sofort und ganz unkompliziert reagieren, wenn Fehler auftreten. Eine Korrektur in angenehmer Atmosphäre nehmen insbesondere Kinder viel leichter an. Ist der Tandempartner obendrein sehr sympathisch, kann sich aus den regelmäßigen Treffen sogar eine Freundschaft entwickeln.

 

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Tandempartner sorgfältig auswählen

Doch worauf sollten Sie bei der Auswahl eines Tandempartners für sich oder Ihre Kinder achten? Wir haben die sieben wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  1. Schätzen Sie Ihr Sprachvermögen bzw. das Ihres Kindes möglichst exakt ein. So fällt es dem potenziellen Tandempartner einfacher einzuschätzen, ob er der Richtige ist und Sie bzw. Ihr Kind beim Sprachenlernen unterstützen kann.
  2. Zudem ist es wichtig, einen Tandempartner in ähnlichem Alter auszuwählen. Mit Gleichaltrigen kann man sich viel besser über erlebte Situationen, Alltagsthemen und Trends austauschen.
  3. Geben Sie bei der Suche nach einem Tandempartner immer persönliche Interessen und Hobbys an. Dies ist sehr relevant für Ihr Gegenüber bzw. den Tandempartner Ihrer Kinder. Denn Gleich und Gleich gesellt sich gern. Außerdem: Das Sprechen fällt immer leichter, wenn es um eine Sache geht, für die man sich begeistert.
  4. Bleiben Sie realistisch, was die Zeitplanung betrifft: Lieber nicht zu viele Termine auf einmal für das Kind vereinbaren, denn sonst fühlt es sich gehetzt und Enttäuschung ist vorprogrammiert. Man kann die Frequenz der Treffen ja immer noch erhöhen.
  5. Vereinbaren Sie möglichst feste, regelmäßige Termine – z.B. einmal pro Woche, donnerstags 17 Uhr, oder jeden ersten Freitag im Monat. So kann Ihr Kind sich gut darauf einstellen und braucht nicht kurzfristig andere Termine umplanen.
  6. Machen Sie sich vor jedem Treffen Gedanken, worüber genau Sie sprechen möchten. Welche Vokabelblöcke fehlen Ihnen noch? Wo haben Sie grammatikalisch noch Schwierigkeiten? Einigen Sie sich beim Aufeinandertreffen auf die Themen des Tages, dann haben beide Partner schnell und er sichtlich Lernerfolge.
  7. Treffen Sie sich doch anfangs mit unterschiedlichen Tandempartnern. So finden Sie heraus, wer am besten zu Ihnen bzw. Ihrem Kind passt und finden auf diese Weise sicherlich langfristige Sprachbegleiter.

 

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Tandem: zuverlässigen Sprachpartner finden

Nun geht es darum, zeitnah den passenden Sprachtandempartner zu finden. Hier sind einige Wege, die Sie gehen können, um dem idealen Kandidaten für Ihr Kind oder sich selbst zu begegnen:

• Gehen Sie auf Mitschüler zu, die im Ausland aufgewachsen sind bzw. eine andere Muttersprache haben.

• Sprechen Sie in der Schule oder im Verein Austauschschüler an und verabreden Sie sich.

• Suchen Sie in Nachhilfeportalen gezielt nach einem passenden Tandempartner.

• Nehmen Sie ein Au-pair oder einen Austauschschüler in Ihre Familie auf.

• Schauen Sie sich in Foren oder Social-Media-Gruppen um, z.B. auf facebook.

• Nutzen Sie spezielle Tandem-Apps.

Wir drücken die Daumen für Ihre Suche!



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