hundeführerschein

Wichtige Fakten zum Hundeführerschein

Sachkundenachweis für Hundehalter

Sie möchten den Hundeführerschein ablegen und wissen nicht, was Sie dabei beachten müssen? Wir haben die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst.

Sitz! Platz! Bleib! In Berlin soll es bald eine Leinenpflicht für Hunde geben. Frei herumlaufen dürfen dann nur noch Tiere, deren Halter einen sogenannten Hundeführerschein besitzen. In vielen anderen Bundesländern ist die Bescheinigung zwar keine Pflicht, aber von Nutzen.

Lizenz zum Freilauf

In der deutschen Hauptstadt sollen Hunde, egal welcher Größe, in naher Zukunft an der Leine geführt werden. Es sei denn, die Halter haben mit ihrem Tier in einer Hundeschule trainiert und dort eine Sachkundebescheinigung erworben, also einen Hundeführerschein. Damit weisen sie nach, dass sie besondere Kenntnisse im Umgang mit ihrem Tier besitzen und ihren Hund unter Kontrolle haben. Das Tier muss seinem Herrchen bzw. Frauchen gehorchen, darf keine fremden Personen anspringen, soll bei Fuß laufen können und nur auf Kommando die Straße überqueren. Im Grunde gibt der tierische Führerschein Auskunft darüber, dass Hundehalter ihren vierbeinigen Freund gut erzogen haben.

Bundesland spezifische Regelungen

Jedes Bundesland stellt individuelle Anforderungen an die Hundebesitzer. In Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz beispielsweise muss jeder einen Hundeführerschein besitzen, der eine als gefährlich eingestufte Hunderasse halten möchte. Informieren Sie sich also vor einem Umzug oder wenn Sie sich einen Hund anschaffen möchten, über die jeweiligen Regelungen in Ihrer Umgebung.

 

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Hundeführerschein erwerben

Wer den Sachkundenachweis erwerben möchte, kann dies bei einer anerkannten Hundeschule tun. Auch der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV), der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und der Berufsverband Zertifizierter Hundetrainer nehmen die Prüfung ab. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Hund mindestens 12 Monate alt ist, geimpft, haftpflichtversichert und mit einem Mikrochip gekennzeichnet ist.

Die Prüfung

Die Prüfung besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Beim theoretischen Test werden unter anderem Fragen zum Sozialverhalten von Hunden, ihrer Kommunikation, Körpersprache, Haltung und Pflege gestellt. Je nach Bundesland und Hundeführerschein umfasst der Theorieteil eine Reihe von Themen, die der Halter beherrschen sollte.

Im praktischen Teil sind Mensch und Hund als Team gefragt. Denn hier werden die gängigen Alltagssituationen geprüft, wie zum Beispiel das kontrollierte Gehen an der Leine und das Ausführen gängiger Befehle wie „Sitz“ und „Platz“. Weitere Kursinhalte sind u.a.:

  • Maulkorbtraining
  • Impulskontrolle
  • Korrekturwort
  • Kommen auf Ruf
  • Handling in stressigen Situationen
  • Besuch im Café
  • Busfahren

 

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Kosten

Die Kosten variieren, da sie von Hundeschulen und -vereinen häufig selbst festgelegt werden. Man sollte aber mit bis zu 100 Euro für den Erwerb der Bescheinigung rechnen. Nach bestandener Prüfung erhält der Halter eine Bestätigungskarte, der Hund eine Plakette.

 





Kommentare
  1. Wichtige Fakten zum Hundeführerschein
    Manuela Girndt-Genäh | Mittwoch,März 25.2015

    Meine Hochachtung vor ihren Texten. Rechtschreibung, Grammatik und Satz & Layout sind wirklich ok; genau so wie Inhalt der themenbezogenen Texte leicht verständlich dem Leser rübergebracht werden.Was mir an oben genanntem Hundeführerschein nicht gefällt, dass ist die Gültigkeit von einem Jahr für eine theoretische Prüfung die Euro 200,00 kostet. DAS sieht sehr nach Geldmacherei aus. Wer hat sich das mal wieder ausgedacht. Realitätsfremd in Bezug auf die Menschen mit Hund, die keinen gutbezahlten Job haben. Das sind heutzutage über 60 % der Hundebesitzer. Wenn man solche Dinge wie einen Hundeführerschein allgemein akzeptiert haben möchte, dann ist der gesunde Menschenverstand einzusetzen.

  2. Wichtige Fakten zum Hundeführerschein
    Manuela Girndt-Genäh | Mittwoch,März 25.2015

    Eine Korrektur- oder Löschfunktion für die Kommentare wäre gut. Dann kann man seine eigenen Fehler korrigieren oder dumme Aussagen im Notfall löschen 😉 Also Sorry ihr Lieben für die Fehler im o.g. Text. CU

  3. Wichtige Fakten zum Hundeführerschein
    Schmitt, Marion | Freitag,November 10.2017

    Ein freundliches Hallo,es gibt auch bei mir den Punkt bzgl.der Genühr in Höhe von etwa € 200,Alle Fakten die Manuela darlegte stimme ich voll und ganz zu.Gültigleit für 1 Jahr.Da fehlen mir ehrlivh gesagt die Worte.Was mich sehr interessieren würde, was genau beinhalten diese € 200,– ???Wer bekommt diesen Betrag?Wer gibt diesen Betrag aus oder für was ist er gut?Den Sinn dahinter versteht denke ich jeder.Es sind pro P. eine schöne Ein Name Quelle da sich der Betrag ja Jährlich wiederholt. Das kann es nicht sein oder!?Ich hatte vor diesen Hundeführerschein zu ansolvieren um Hunden eine Pflegestelle anbieten zu können, doch in anbetracht dieser Tatsache werde ich diesen nicht erreichen können.Sehr traurig !!!

  4. Wichtige Fakten zum Hundeführerschein
    Eva-Maria Trenz | Dienstag,April 17.2018

    Liebe Manuela, liebe Marion,vielen Dank für diese zusätzliche und wie ich meine sehr wesentliche Information. Mir war nicht klar, das die Gültigkeit sich auf nur ein Jahr bezieht, ferner verstehe ich auch nicht, weshalb ich diesen Schein für jeden Hund den ich halte oder führe machen soll – würde doch dann auch ein praktischer Test genügen – muss doch auch nicht für jede Automarke den praktischen Teil einer Fahrprüfung wiederholen.Schade, das dieser seht gut angedachte Hundehalterführerschein wie Ihr beide es richtig formuliert habt somit nur eine absurdes Mittel ist dem Tierfreund noch mehr Geld aus der Tasche zu entlocken.Bei Problemen wird der Hundehalter aber stets alleine im Regen stehen gelassen, Leinenpflichten werden in Gemeinden auferlegt, obwohl es keine nennenswerten Zwischenfälle gab, gleichzeitig werden aber keine Freilaufflächen zur Verfügung gestellt. Bleibt die Flucht auf die Felder, wo man von den Bauern nicht selten beschimpft wird.Wie soll man da bitte schön sein Tier artgerecht halten? Agressionen entstehen nicht selten aus der Leinenführung heraus und entsteht gerne bei gefrusteten und gelangweilten Tieren, die keinen Freilauf und soziale Kontakte untereinander erleben dürfen oder können.Voll daneben erscheint mir auch der Umstand, das Hundehalter pro zusätzlichem Hund immer höhere Hundesteuerbeträge zu entrichten haben, wo sie doch eigentlich Tierheime und Kommunen entlasten, indem sie für Futter und Tierarztkosten aufkommen. Warum zählt ein Hund pro Haushalt, statt ein Hund pro Person in einem Haushalt, wo Tiere doch nachweislich das gesundheitliche Befinden Ihrer Besitzer fördern.Klar es gibt rücksichtslose Hundehalter, genauso wie rücksichtslose Radfahrer, Motorradfahrer und Autofahrer, deshalb sollte man aber nicht alle in einen Topf werfen und saisonal in den Medien regelmäßig den Hundekot oder Hundebisse zum Thema machen und die ohnehin schon schlechte Stimmung unter Hundehaltern und den Nicht Hundebesitzern auch noch an zu verschlechtern.Wir sollten uns alle stattdessen bemühen auch Nichthundehalter über richtiges Verhalten gegenüber Hunden zu informieren, denn allzu oft kommt es auch zu Bissen, weil die Tiere sich bedrängt fühlen – auch nicht jeder Hund will angefasst werden und muss Übergriffe vom Menschen, nicht nur von Kindern wohlgemerkt, erdulden.Der Mensch muss sich als ein Teil der Natur begreifen, sie gehört ihm nicht und er hat auch keinen alleinigen Anspruch auf sie – so wie es oft den Anschein hat.Vielen Dank für Euer InteresseEva-Maria

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