Lussekatter

Kuchen und Plätzchen aus aller Welt

Internationale Weihnachtsbäckerei

Adventszeit ist Plätzchenzeit! Wir haben im internationalen Betreut.de-Team herumgefragt und die schönsten Rezepte zum Plätzchen backen gesammelt.

Pebernødder (Dänemark)

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„I Danmark bager man ofte pebernødder og vaniljekranse“, erklärt unsere Kollegin Sandra aus Dänemark.

Die Vanillekränze sehen aus wie deutsches Teegebäck und werden auf ähnliche Weise hergestellt. Die von Sandra ebenfalls erwähnten Pfeffernüsse werden in Deutschland weniger häufig gebacken. Deswegen möchten wir sie hier vorstellen.

Für etwa 140 Stück brauchen Sie:

250 g Weizenmehl
125 g Butter
140 g Zucker
1 Ei
½ TL Natron
½ TL Ingwer
½ TL Kardamom
½ TL Zimt
1 Prise weißer Pfeffer (auch schwarzer Pfeffer kann verwendet werden)

Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad vor, schneiden Sie die Butter in kleine Stücke und geben Sie diese in eine Schüssel mit Zucker. Mischen Sie Butter und Zucker, fügen Sie das Ei hinzu und kneten Sie aus den Zutaten eine Masse.

In einer anderen Schüssel vermischen Sie das Mehl mit dem Backpulver, Ingwer, Kardamom, Zimt und Pfeffer. Die Zuckermasse geben Sie anschließend zur Mehlmischung und kneten alles gut durch. Danach unterteilen Sie den Teig in viele kleine fingerdicke Rollen, aus denen Sie wiederum einzelne runde Stücke schneiden. Auf einem Backblech werden die dänischen Leckerbissen nun 10 bis 12 Minuten gebacken.

Lussekatter (Schweden)

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Josefine, eine unserer Mitarbeiterinnen aus Schweden, isst zu Weihnachten am liebsten Lussekater, was frei übersetzt so viel bedeutet wie „Safran Katzen“.

„För mig är Lussekatter det bakverk som påminner mig mest om julen och min barndom då vi alltid sjöng för våra föräldrar och åt lussekatter i skolan.“

In Schweden wird dieses Gebäck vorrangig für das Luciafest am 13. Dezember hergestellt. Dadurch verbinden es aber die meisten schwedischen Kinder, so auch Josefine, mit der Weihnachtszeit. Das Gebäck erinnert sie an die Lucia-Gesänge in ihrer Kindheit und an ihre Eltern, die ihr auch schon mal ein paar Lussekatter als Überraschung mit in die Schulbrottüte steckten.

Für 50 Lussekatter brauchen Sie:

50 g Hefe
150 g Butter
500 ml Milch
250 g Quark
2 Eier
1 g Safran
0,5 TL Salz
200 ml (170 g) granulierten raffinierten Zucker
900-1000 g weißes Mehl
70 g Rosinen

Krümeln Sie die Hefe in kleine Stücke und geben Sie sie in eine Schüssel. Danach schmelzen Sie die Butter und schütten die Milch dazu. Nun können Sie das flüssige Gemisch zur Hefe geben und alles verrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Hinzu kommen nun Quark, Safran, Zucker, Salz und ein Ei. In kleinen Schritten wird nun das Mehl hinzugefügt bis der Teig glatt ist und nicht mehr am Schüsselrand klebt. Nun muss der Teig etwa 30 Minuten gehen. In der Zwischenzeit können Sie einige Backbleche mit Backpapier auslegen. Anschließend platzieren Sie den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche und teilen ihn in 10 „Brötchen“.

Das klassische Lussekatt ist S-förmig. Sie können aber auch Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Diese Teighäufchen kommen dann auf die Bleche. Jedes einzelne wird noch mit zwei Rosinen versehen. Danach muss der Teig noch einmal 30 Minuten gehen bis er auf die doppelte Größe angewachsen ist. In dieser Zeit kann auch der Backofen schon auf 220 Grad vorgeheizt werden. Wenn die Lussekatter groß genug sind, bestreichen Sie sie noch mit dem zweiten Ei und geben sie dann für fünf bis zehn Minuten in den Ofen. Sobald sie golden sind, können Sie sie herausholen und unter einem Handtuch abkühlen lassen.

Pandoro (Italien)

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Das „Goldbrot“ aus Italien wird oft mit einer Mascarpone-Creme serviert und passt super zum Cappuccino, weiß unser italienische Kollege Giovanni:

„Uno dei dolci tipici del periodo natalizio, spesso servito con zucchero a velo e una crema al mascarpone. Ottimo il giorno dopo  inzuppato nel cappuccino!”

Zwar handelt es sich beim Pandoro nicht um Plätzchen, doch muss hier nach einer großen Familienfeier garantiert niemand hungrig nach Hause gehen.

Zutaten:

450 g Mehl
60 ml Milch
100 g Zucker
25 g frische Hefe
1 Vanilleschote
1 TL Kardamom
0,5 TL Zimt
Abgeriebene Schale von ½ Bio-Orange
1 TL Salz
160 g Butter
2 Eier
Ein wenig Puderzucker

Geben Sie das Mehl in eine Schüssel und wärmen Sie währenddessen die Milch zusammen mit 20 Gramm Zucker auf. Geben Sie die Hefe in kleinen Stücken zur Milch und lösen Sie diese auf. Anschließend gießen Sie die Milch langsam zum Mehl und rühren einen Brei an. Diesen bestäuben Sie mit ein wenig Mehl und lassen den Teig an einem warmen Ort für etwa 20 Minuten gehen.

Kratzen Sie in der Zwischenzeit das Mark aus der Vanilleschote und mischen Sie dieses zusammen mit dem restlichen Zucker, Kardamom, Zimt, der Orangenschale, Salz, 150 Gramm Butter und  den Eiern zum gegorenen Brei. Dieser Teig muss geknetet und noch einmal warm gestellt werden. Nach zwei bis drei Stunden sollte er sein Volumen verdoppelt haben.

Der Kuchen wird in einer eigens für diesen Zweck hergestellten Pandoro-Form gebacken: Fetten Sie diese mit der übrigen Butter und bestäuben Sie mit ein wenig Mehl. Die Teigkugel geben Sie nun in die Form und lassen Sie ein weiteres Mal für etwa zwei Stunden gehen, sodass der Teig den Rand der Form erreicht.

Nun geht es ans Backen: Bei 180 Grad backen Sie den Kuchen nur 20 Minuten. Danach schalten Sie die Hitzezufuhr auf 160 Grad herunter und backen ihn noch weitere 40 Minuten. Wenn der Kuchen fertig ist, stürzen Sie ihn aus der Form und bestäuben ihn großzügig mit Puderzucker.

Juwelenkekse (Deutschland)

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Das Lieblingsrezept unserer deutschen Mitarbeiterin Julia sind Juwelenkekse. Diese Plätzchen durften wir erst kürzlich zusammen im Büro genießen, weil Julia am dritten Adventswochenende in Backlaune war.

Für etwa 60 Stück brauchen Sie:

220 g weiche Butter
180 g brauner Zucker
2 Eier
4 Tropfen Butter-Vanille-Aroma
¼ gestrichener TL Salz
320 g Mehl
200 g feingehackte Mandeln
5 EL Himbeermarmelade

Rühren Sie zuerst die Butter mit dem Zucker schaumig. Danach trennen Sie die Eier. Zum Butter-Zucker-Gemisch fügen Sie nun das Eigelb, das Butter-Vanille-Aroma, Salz und das Mehl hinzu und verrühren alles zu einem glatten Teig. Währenddessen kann der Backofen schon auf 180 Grad vorgeheizt werden. Aus dem Teig formen Sie kleine Bällchen, die Sie bereits auf einem Backblech platzieren können. Das verquirlte Eiweiß dient als „Klebstoff“: Bepinseln Sie die Teigbällchen damit und wälzen Sie sie anschließend in den Mandeln. Zurück auf dem Backblech drücken Sie in jedes Bällchen noch eine Vertiefung, die Sie mit der Marmelade auffüllen. Nun können die rohen Plätzchen bei 180 Grad 12 bis 15 Minuten gebacken werden.

Bûche de Noël chocolat et épices (Frankreich)

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Auch unsere französische Kollegin Pauline isst zu Weihnachten lieber Kuchen statt Plätzchen. Sie sagt, dass der typisch französische Kuchen in ihrer Heimat regional bedingt unterschiedlich hergestellt wird:

„Nous avons une spécialité de Noël, la bûche. Elle est préparée différemment en fonction des régions et des traditions familiales.“

Für die leckere französische Spezialität benötigen Sie:

2 Eier
60 g Mehl
60 g Zucker
3 TL Lebkuchengewürz
¼ Pck Backpulver
600 g Zartbitter-Schokolade
200 g weiße Schokolade
700 ml Schlagsahne
5 EL Puderzucker

Zuerst bereiten Sie die Füllung vor: Dazu schmelzen Sie 400 Gramm der Zartbitter-Schokolade in 100 Milliliter der Sahne und lassen die Schokosauce abkühlen. In der Zwischenzeit können Sie weitere 400 Milliliter der Sahne mit dem Puderzucker vermengen und steif schlagen. Geben Sie nun die erkaltete Schokosauce hinzu und rühren Sie vorsichtig um. Der Schokobrei kommt nun in den Kühlschrank.

Für den Boden trennen Sie zunächst die Eier, schlagen das Eiweiß steif und fügen den Zucker hinzu. Erst danach kann das Eigelb untergemengt werden. Darauf folgen Mehl, Backpulver und Lebkuchengewürz. Gießen Sie die gesamte Masse auf ein Backblech oder in eine flache Backform und backen Sie den Teig bei 180 Grad etwa 20 Minuten.

 

 



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