Deshalb sind Mütter die besseren Mitarbeiter!

 

Man hört es immer wieder: Die Freundin hat den begehrten Job nicht ergattern können, obwohl sie perfekt auf die ausgeschriebene Stelle passte. Einwandfreie Bewerbungsgespräche, die nach der Kinderfrage eine Kehrtwende nehmen, sind immer noch an der Tagesordnung. Was ist da los? Es gibt sie doch noch: Personaler, die zögern, Mütter oder Frauen im gebärfähigen Alter einzustellen und sich bei ähnlicher Qualifikation lieber für einen männlichen Kandidaten entscheiden. Wenn sie nur wüssten, was sie sich damit alles vergeben…

 

Hier sind sechs Gründe, die jeden Arbeitgeber davon überzeugen sollten, künftig auf Mütter als Mitarbeiter zu setzen:

 1. Organisationsroboter³

Fleißige Bienchen? Emsige Ameisen? Alle keine Konkurrenten für Mütter! Erprobte Mamas sind nämlich die Organisationsroboter schlechthin. Selbst wenn sie vor einem riesigen Berg scheinbar unlösbarer Aufgaben stehen, bewahren sie einen kühlen Kopf und filtern sofort heraus, wo es am meisten hakt und brennt. In Sekundenschnelle sortieren, kategorisieren und priorisieren sie und haben – schwupps! – schon einen Plan in der Tasche, mit dem sie zuerst die Brennherde löschen und danach ganz geordnet alle anderen Aufgaben angehen. Panik, Chaos und Überforderung bleiben dabei in der Fremdwortkiste. Denn Mütter gehören aufgrund ihrer täglichen Herausforderungen mit Kind und Kegel zu den strukturiertesten Wesen auf diesem Planeten. Hat eine Mutter ein Problem X erkannt und dafür eine Lösung definiert, läuft quasi ein automatischer Prozess bei ihr ab, der sie zum gewünschten Ziel bringt. Und: Sie macht dies souverän und mit gelassener Eleganz – bis die Erfolgsmeldung „Problem gelöst“ oder „Aufgabe erledigt“ eintrifft.

2. Flexibler als Kaugummi

Wenn Mütter eines in ihrer Elternzeit gelernt haben, dann ist es, stets und ständig flexibel zu sein. „Rechne immer mit dem Unerwarteten!“ lautet bei Kindern die Devise. Selbst wenn das Kleine nachts um drei urplötzlich aufwacht und sich übergibt, heißt es: Gewehr bei Fuß stehen! Trösten, Schrubben, Knuddeln und Wachen – bis zum bitteren Ende, oder eben bis zur morgendlichen Kaffeetasse. Umstrukturierungen im Betrieb, Anpassung des Aufgabenspektrums oder das Übernehmen zusätzlicher Verantwortung z.B. in der Urlaubszeit – für Mütter kein Problem! Denn Mütter sind flexibler als Kaugummi: Sie begegnen Überraschungsmomenten voller Aufgeschlossenheit und können sich im Handumdrehen auf neue Situationen einstellen. Denn gelernt ist gelernt! Und welchem Arbeitgeber würde diese Eigenschaft der Mütter nicht zugute kommen?

3. Vom Krakentum besessen

Ja, Elternsein prägt! Die meisten Mütter gehen als Multi-Tasking-Profis aus der Elternzeit hervor. Typische, zu beobachtende Verhaltensmuster: Mutter steht mit Autoschlüssel im Mund, den Einkäufen in einer Hand und dem Handy am Ohr vor ihrem parkenden Auto, argumentiert laut ins Handy hinein und hält die Babyschale, die auf dem Autodach steht, mit der anderen Hand fest. Wie eine Krake mit acht Armen hat sie alles fest im Griff! Schließlich möchte sie den lang ersehnten Kitaplatz unbedingt haben und muss den Kitavorstand am Telefon überzeugen. Multi-Tasking gehört bei gestandenen Müttern zum täglich Brot. Ohne ein Fünkchen Irritation führen sie verschiedenste Projekte und Aufgaben parallel aus und behalten dabei stets den Überblick. Das geht schon stark in die Richtung eierlegende Wollmilchsau – welchem Chef gefallen solche Managerinnen nicht!

4. Jeden Tag ist Marathon

Müdigkeit? Was ist das? Mütter sind hart im Nehmen und so Vieles gewöhnt. Eisern haben sie trainiert, mit einem Minimum an Schlaf auszukommen und dennoch energiegeladen und mit einem Lächeln auf den Lippen durch den Tag zu gehen. Sie arbeiten lösungsorientiert und ausdauernd auf den Abschluss eines Projektes hin, auch wenn sich dieses als zäh und langwierig erweist. Der Weg ist das Ziel. Dabei kann es ruhig auch mal spät werden. Sind die Kinder versorgt und liegen im Bett, können sich Mütter problemlos in eine Nachtschicht stürzen und liefern exzellente Ergebnisse ab. Schließlich bilden die Abendstunden bei vielen Eltern die produktivste Zeit des Tages.

5. Erbitterte Kämpferinnen

Mütter sind loyal. Sind sie von der Firma, für die sie arbeiten, und von deren Werten und Produkten oder Services überzeugt, stehen sie fest zu ihr und verteidigen Vorschläge, Präsentationen und Pitches bis zum Touchdown – genau wie ihre „Jungen“. Sie suchen dabei neue Wege, argumentieren an Standards vorbei und entwickeln blitzschnell kreative Lösungsansätze, wenn diese gefragt sind. Sind Mütter von einer Idee überzeugt und ganz in ihrem Element, lassen sie jeden Kunfu-Fighter blass in der Ecke stehen. Engagierte Mütter machen sich folglich wunderbar in Bereichen wie Vertrieb, Kommunikation und Kundenmanagment.

6. Dirty Jobs? Na und!

Mütter sind zudem resistent. Wie viele dreckige Windeln haben sie durchschnittlich in ihrem Leben entsorgt? Wie viele Essenskatastrophen bereinigt? Büroumzug, Flyer verpacken, Akten shreddern: Was auch immer – Mütter haben kein Problem, sich auch mal die Finger schmutzig zu machen, mitanzupacken, wenn Hilfe gefragt ist, oder monotone Arbeiten zu erledigen. Von Bedeutung ist nämlich der Blickwinkel, aus dem Frau ihre Aufgaben betrachtet. So kann selbst eine stinknormale Inventur mentale Abwechslung bringen oder gar wie eine Meditation wirken.

 

Weshalb sind Mütter Eurer Meinung nach gute Mitarbeiter? Welche Erfahrungen habt Ihr im Arbeitsleben mit Müttern gemacht?

 

Über Julia

Über Katrin Lewandowski:
PR-Profi Katrin Lewandowski ist seit 2014 bei Betreut.de im Boot und verantwortet nun auch das Magazin. Als Mutter von zwei Kindern und mit einer älteren Schwiegermama im Gepäck weiß sie genau, wie es sich anfühlt, in der Sandwich-Position zu rudern und wie schwer es manchmal ist, Job und Familie unter einen Hut zu kriegen.


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