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Der Beruf Hebamme

Geburtshelferinnen sind wichtige Ansprechpartner für schwangere Frauen

Hebammen sind Frauen, die das Geburtsgeschehen von Schwangeren während ihrer Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett betreuen.

Hebammen sind Beraterinnen rund um die Schwangerschaft. Sie machen sowohl die Schwangerenvorsorge als auch die Geburtshilfe. Außer den Ultraschallbildern können sie die gesamte Vorsorge für werdende Mütter anbieten.

Wer Hebamme werden möchte, sollte gewisse Grundeigenschaften wie Geduld, Ruhe, eine positive Grundeinstellung, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit mitbringen. Die wissenschaftlich fundierte Ausbildung umfasst 1.600 Theorie- und 3.000 Praxisstunden an einer der insgesamt etwa 59 Hebammenschulen in Deutschland. In der Ausbildung durchlaufen die Hebammen-Schülerinnen verschiedenen Stationen und medizinische Abteilungen wie den Kreissaal, Wöchnerinnen- und Neugeborenen-Station und erhalten darüber hinaus Einblicke in Kinderkliniken und Operationsräume. Hinzu kommen noch Zusatzqualifikationen rund um den Beruf, wie Babymassage oder Schwangerenschwimmen.

Die Ausbildung dauert 36 Monate und schließt mit einem Staatsexamen zur Hebamme beziehungsweise zum Entbindungspfleger ab. Die Prüfung gliedert sich in einen schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil. Nach erfolgreichem Bestehen des Examens tragen die Absolventen die offizielle Berufsbezeichnung Hebamme oder für Männer Entbindungspfleger. Später können sie eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen oder als Angestellt ein Krankenhäusern oder speziellen Geburtshäusern tätig werden.

Hebamme finden

Frauen sollten sich ab etwa der 15. Schwangerschaftswoche um eine Hebamme kümmern, damit noch genügend Zeit bleibt um diese intensiv kennenzulernen. Denn Vertrauen zu der Frau, die bei der Geburt helfen soll ist sehr wichtig. Dafür müssen Schwangere sie erst einmal richtig kennenlernen und vorab klären was ihnen wichtig ist, was sie von einer Geburtshelferin erwarten und auf was sie gegebenenfalls verzichten können.

Oftmals ist es hilfreich sich mit Müttern, die schon Kinder haben, auszutauschen und Empfehlungen für Geburtshelferinnen wahrzunehmen. Auch der Bund Deutscher Hebammen, Krankenhäuser oder der Frauenarzt kann bei der Suche nach einer geeigneten Hebamme hilfreich sein.
Wer sein Kind zu Hause gebären will, sollte sich nach einer Hebamme umschauen, die so etwas anbietet, denn nicht jede Geburtshelferin führt solche besonderen Geburten durch. Darüber hinaus darf nicht jede Hebamme in dem ausgewählten Krankenhaus eine Geburt ausführen. Auch darauf müssen zukünftige Mütter bei der Wahl der richtigen Hebamme achten.

Leistungen einer Hebamme

Die Leistungen einer Hebamme variieren ein wenig. Zu den meisten Angeboten gehören:

  • Schwangerenberatung in der „Hebammensprechstunde“
  • Schwangerenvorsorge
  • bis zu 14 Stunden Geburtsvorbereitung
  • in Ausnahmefällen Geburtsvorbereitung zu Hause
  • Betreuung während Hausgeburten
  • bei Ambulanter Geburt eine Haushaltshilfe bis zum sechsten Tag nach der Entbindung
  • Wochenbettbetreuung (Hausbesuche nach der Geburt für Mutter und Kind)
  • Stillberatung und Hilfe bei Ernährungsfragen
  • Rückbildungsgymnastik oder Yoga zur Rückbildung

 

Darüber hinaus bieten viele Hebammen Zusatzleistungen wie Yoga in der Schwangerschaft, Wassergymnastik, geburtsvorbereitende Akupunktur, Kurse für Väter zum Umgang mit den Neugeborenen, Homöopathische Behandlungen, Reflexzonenmassage, Babymassagen und Babyschwimmen an.

Die meisten Hebammen-Leistungen werden von den Krankenkassen übernommen. Angebote wie Säuglingspflegekurse müssen die Mütter jedoch aus eigener Tasche bezahlen.

Hebammen haben einen tollen Beruf, denn sie helfen täglich bei der Geburt neuen Lebens. Dennoch muss auch mit Komplikationen gerechnet werden und es gibt des öfteren Tage, an denen eine Geburt nicht nach Plan verläuft. Womöglich müssen sie dann den Müttern Trost spenden, wenn diese ihr Baby verlieren. Doch auch das ist der Job einer Hebamme, die wie bereits erwähnt, viel Geduld, Ruhe, eine positive Grundeinstellung, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit besitzt.

Wer sich für einen Job als Geburtshelferin interessiert, kann sich sowohl im Internet als auch bei örtlichen Hebammenschulen über die Ausbildung informieren.

 



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