GunsnRoses

Papa online: Generation Guns N‘ Roses Now & Then – Erwartungen vs. Realität

Für die Band Guns N' Roses waren die letzten 30 Jahre eine Zeit voller Exzesse! Wir fragten uns: Was denken wohl die ehemaligen Fans und heutigen Familienväter so über ihr Leben? Freuen Sie sich auf ein spannendes Interview mit papa online.

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In seiner Jugend gab es für Andreas Lorenz zwei Superhelden: Axl Rose und Slash. Schon in dieser Zeit hatte er konkrete Vorstellungen davon, wie er später leben wollte: mit einer Frau, zwei Kindern, am liebsten mit einem Jungen und einem Mädchen, und einem Hund in einem Haus am Wald. Ein Traum, der genau so in Erfüllung gegangen ist. Neben der Tätigkeit als CEO bei papa online ist Andreas in Vollzeit Vertriebsleiter. Ist seine Frau beruflich auf Reisen, freut er sich an diesen Tagen, seine Kinder komplett für sich zu haben – dank eines familienfreundlichen Arbeitgebers.

 

Hörst Du bzw. hast Du früher Guns N‘ Roses gehört?

Axl Rose und Slash waren in meiner Jugend wahre Superhelden. Ich war kein Hardrock Fan und konnte mit den Bands, die meine Freunde damals gehört haben, nicht viel anfangen. Guns N‘ Roses waren meine Rettung, denn es war Rockmusik, die man sich anhören konnte.

Wie viele Kinder hast Du? In welchem Alter bist Du (zum ersten Mal) Vater geworden?

Meine Frau und ich waren uns von Anfang an einig, wie unsere Familie einmal aussehen soll. Und wir hatten sehr viel Glück, dass es auch so eingetroffen ist, wie wir es uns erträumt haben. Wir haben zwei Kinder: Unsere Tochter Florentine ist 8 Jahre alt und unser Sohn Leopold ist 10 Jahre alt. Unsere Vorstellung war immer, dass wir früh Eltern werden, um aktiv am Leben unserer Kinder teilzunehmen, auch wenn sie älter sind und selbst Kinder haben (mal sehen, ob sie es dann auch noch wollen…). Daher wollten wir im Alter von 30 mit der Familienplanung fertig sein. Als Leopold 2008 geboren wurde, war ich 29. Florentine kam im November des darauffolgenden Jahres. Damit haben wir unser Ziel – zwei Kinder, wenn wir 30 sind – erfüllt.

Wie sieht Dein Berufsleben aus: Vollzeit, Teilzeit, Auszeit? Arbeitest Du regelmäßig im Home-Office? Selbstständig oder angestellt?

Beruflich trage ich zwei Hüte. Tagsüber bin ich als Vertriebsleiter eines holländischen Technologieunternehmens Vollzeit angestellt. Da in Holland Familie einen sehr hohen Stellenwert hat, bin ich sehr flexibel was meine Zeiten und Orte anbelangt. Ich kann sowohl von zu Hause aus arbeiten (was ich 1-2 Mal pro Woche mache) oder in eines unserer Büros fahren. Im Vertrieb gehört für mich eine gewisse Reisetätigkeit natürlich auch noch mit dazu. Nebenbei bin ich Gründer und CEO meines 4-Stunden-Startup papa online. Im Internet richtig hilfreiche Texte rund um Dein Leben als Papa zu finden, ist schwer. Daher machen wir auf papa online aus persönlichen Erfahrungen Artikel, Podcasts und eBooks als Inspiration für und zum Austausch mit Männern. Unser Ziel ist, Futter zu liefern, damit unsere Leser ihre eigene Meinung und vor allem ihren eigenen Weg finden, der Papa zu sein, den ihre Kinder verdienen. Wenn mein Hauptjob erledigt ist und die Kinder im Bett sind, geht also die zweite Schicht los.

Wie zufrieden bist Du mit der Aufteilung zwischen Deinem Berufs- und Deinem Privatleben? Würdest Du gerne etwas ändern? Und wenn ja, was?

Ich bin grundsätzlich ganz zufrieden mit der Aufteilung zwischen Privat- und Berufsleben. Das heißt aber nicht, dass ich nicht noch Luft nach oben habe. Ein Punkt, der mich noch richtig stört, sind die langen Wege ins Büro (wenn es sich nicht vermeiden lässt). Das sind immerhin 3 Stunden, die mir für meine Familie oder einen meiner Jobs fehlen.

Bist Du mit der Aufteilung der familiären Aufgaben zwischen Dir und Deiner Partnerin/Deinem Partner zufrieden?

Meine Frau und ich hatten auch zu unserer Rollenverteilung im Haushalt eine klare Vorstellung. Sie wollte gerne beruflich kürzertreten und so lange nicht arbeiten (wenn es geht), bis die Kinder auf eine weiterführende Schule gehen. Mir war das ebenfalls wichtig, weil ich es aus meinem eigenen Elternhaus kenne und weiß, wie schön es ist, wenn die Eltern zu Hause sind. Wir sind sehr froh und glücklich, dass wir das durch unsere Einkommens-, aber auch unsere Lebenssituation so einrichten können. Ich muss aber auch sagen, dass ich ab und an etwas neidisch auf meine Frau bin. Sie fängt aktuell langsam wieder an, beruflich aktiver zu werden und baut ihre Freiberuflichkeit als Yoga-Lehrerin auf. Dadurch ist sie häufiger für mehrere Tage auf Weiterbildungen und Schulungen. Dann genieße ich die Tage, wenn ich die Kinder komplett für mich alleine habe. An solchen Tagen beneide ich sie um ihr Leben, weil es mir einfach unglaublich Spaß macht, den Alltag mit unseren beiden Kindern zu bestreiten.

Wie hattest Du Dir Deine berufliche Zukunft in Deiner Jugend vorgestellt? Hattest Du überhaupt konkrete Vorstellungen?

Mein Vater war fast sein gesamtes Leben über selbstständig und hatte eine eigene Firma bei uns im Haus. Wir hatten viele sehr gute Jahre. Leider ging es mit der Branche über die Jahre bergab, sodass wir auch viele nicht so tolle Jahre hatten. Als Kinder haben wir das natürlich auch gespürt, obwohl unsere Eltern immer versucht haben, es uns nicht merken zu lassen. Mein tiefster Wunsch war es daher von früher Kindheit an, genug Geld zu verdienen, damit sich meine Familie nicht sorgen muss. Ich hatte also eine Vorstellung davon, wohin ich will – nicht aber, wie ich dorthin komme. Als ich mit dem Abi fertig war, habe ich erstmal meinen Nebenjob im Supermarkt aufgestockt, weil ich keine Ahnung hatte, wohin es gehen sollte. Im Laufe der Zeit haben sich immer wieder Türen für mich geöffnet mit interessanten Möglichkeiten, die ich wahrgenommen habe. Ich bin daher der Meinung, dass man eine berufliche Laufbahn oder Karriere gar nicht planen kann. Wichtiger ist es, einen inneren Kompass zu haben und mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und die Gelegenheiten, die sich Dir bieten, zu ergreifen.

Wie hattest Du Dir in Deiner Jugend Deine familiäre Situation ausgemalt?

Es ist lustig, dass ich eine Frau getroffen habe, die genau wie ich eine recht konkrete Vorstellung von Familienleben hatte. Es klingt zwar total kitschig, aber ich wollte schon immer mit Frau, zwei Kindern (idealerweise Mädchen und Junge) und einem Hund in einem Haus am Wald wohnen. Ich weiß nicht, wann sich dieses Ideal bei mir eingebrannt hat, aber das war immer meine kleine heile-Welt-Träumerei. Ein Traum, der heute genauso in Erfüllung gegangen ist.

Was würde Dein Jugend-Ich Deinem heutigen Ich sagen, würden sie sich treffen?

Geile Geschichte, Junge – genau so sollte das laufen. Gute Arbeit.

… und was würde Dein heutiges Ich darauf antworten?

Träume größer. Wenn Du Deine Selbstbestätigung und Dein Wunschleben an materiellen Dingen und Status ausrichtest, wirst Du diese Ziele zwar erreichen, aber dann ziemlich verkatert aufwachen. Du wirst nämlich feststellen, dass es gar nicht die Ziele sind, die wirklich wichtig sind und viel Zeit auf dem Weg dorthin verschwenden.



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