Nachhaltigkeitstipps

Nachhaltigkeitstipps für Eltern von Babys & Kleinkindern

Bewusster Leben mit Kindern

Reduce, reuse and repair: Die Bloggerin und Mutter Susanne Mierau hat uns fünf Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Elternalltag mit Babys und Kleinkindern gegeben.

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Wer im Familienalltag mit kleinen Kindern nicht aufpasst, produziert schnell mehr Müll, als ihm lieb ist: Die Reste des Obsttellers landen in der Tonne, genauso wie die zahlreichen Feuchttücher, die täglich zum Einsatz kommen, und vielleicht auch die Kleidung, aus denen der Nachwuchs schon wieder herausgewachsen ist. Bloggerin und Dreifachmama Susanne Mierau von Geborgen Wachsen hat fünf Lifehacks für uns erstellt, mit denen Eltern umwelt- und ressourcenschonender durch den Alltag kommen.

Lifehack 1: Obstreste verarbeiten

Wer kennt es nicht? Im Alltag mit Kindern fallen viele Obstreste an: Hier bleibt ein Apfelschnitz übrig, dort ein Stück Orange. All das muss nicht weggeworfen werden: Im Kühlschrank aufheben, zusammen pürieren und in großer Menge als Smoothie anbieten oder in kleinen Mengen in Eiswürfelformen füllen und einfrieren und später ins Wasser geben oder als Snack anbieten. Wer mag, kann noch einen Löffel hineinstecken oder Stiel und das Obstdessert als Eis anbieten.

Lifehack 2: Feuchttücher weglassen

Kinder machen sich unterwegs schmutzig – natürlich, es sind schließlich Kinder. Statt Feuchttücher mit fragwürdigen Inhaltsstoffen zu nutzen, die schwer abbaubar sind, können wir einfach dünne Waschlappen, getränkt in etwas Wasser und wahlweise ein paar Tropfen Olivenöl in einer auslaufsicheren Tupperdose mitnehmen. Macht sauber, pflegt die Haut natürlich, spart langfristig Geld und (Verpackungs-)Müll. Zu Hause einfach auswaschen und dann wiederverwenden. Olivenöl kann auch zu Hause als Reinigungsmittel der Wahl für den Windelbereich genutzt werden: Es entfernt Stuhlreste sanft und gut und pflegt die Haut.

Lifehack 3: Spielzeugkarussell

Kinder lieben Spielzeug. Viele Spielzeuge werden aber nur eine Weile geliebt und stehen dann ungeliebt in der Ecke. War das die Anschaffung wirklich wert? Wenn wir im Freundeskreis Spielzeuge rotieren lassen, kommt immer mal wieder Abwechslung ins Kinderzimmer, wir nutzen die Sachen, die vorhanden sind, und sparen zudem Ausgaben für Neues. Deswegen einfach mal nachfragen: Was steht in den Kinderzimmern der Freunde herum und was kann bei einem selbst mal auf Reise gehen? Kinder gewöhnen sich schnell an das Spielzeugkarussell und freuen sich dann auf die Neuerungen. Übrigens gibt es Bücher, CDs und Spiele auch in öffentlichen Bibliotheken zur Ausleihe.

Lifehack 4: Kinderkleidung lange nutzen

Kinder wachsen schnell und sind außerdem auch oft recht abenteuerlustig. Kinderkleidung muss deswegen diesen Ansprüchen gerecht werden. Praktisch: Von Anfang an auf Mitwachskleidung achten, schon für Babys gibt es auch Bodyverlängerungen zum Einklicken. Ansonsten: Neue Bündchen an kurze Beine oder Arme nähen. In geringeltem Design sehen diese besonders schön aus als Ergänzung und der zu kurz gewordene Ärmel bekommt ein neues Aussehen mit leichtem Puff. Bei Löchern gilt: Mittlerweile gibt es tolle Aufbügler in vielen bunten Designs. Wer begabt ist in Handarbeiten, kann Löcher auch kunstvoll stopfen mit schönen Motiven.

Lifehack 5: Beikost vom Familientisch

Beim Begriff „Beikost” denken wir an lange Regale voller Gläschen. Produziert Müll, ist teuer und auf Dauer unpraktisch, weil das Kind sich ja irgendwann sowieso an das Familienessen gewöhnen muss. Daher gilt: Von Anfang an einfach das Familienessen anbieten: entweder püriert oder als Baby-Led-Weaning-Alternative am Stück einfach aus der kleinen Babyhand in den Mund. Gekocht wird das Essen ohne Salz und Zucker, die Erwachsenen können später ihre Portionen nachwürzen. Preiswerter, nach Möglichkeit sogar regional und saisonal und sogar den Aufwand vereinfachend.

Susanne Mierau (© Katja Vogt)

Über Susanne Mierau

Die dreifache Mutter und Diplom-Pädagogin mit Schwerpunkt Kleinkindpädagogik Susanne Mierau schreibt auf ihrem Blog Geborgen Wachsen über das bedürfnisorientierte Familienleben. Sie möchte damit das Verständnis für die kindlichen Bedürfnisse ausbauen und Familien auf ihrem individuellen Weg stärken.

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