Müll trennen

Nachhaltig leben: Umweltschutz im Alltag

So lernen schon die Kleinsten ein klimafreundliches Verhalten

Kinder machen nach, was die Erwachsenen ihnen vormachen. Deshalb sollten Eltern ihrem Nachwuchs ein umweltbewusstes Verhalten vorleben. Sechs Maßnahmen für den Familienalltag.

Umweltschutz im Alltag

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, besagt ein altes Sprichwort und will heißen: Dinge, die wir Kindern in jungen Jahren beibringen, nehmen sie leichter auf und setzen sie intuitiver um, als Dinge, die sie erst im erwachsenen Alter lernen. Denn haben sich Verhaltensmuster erst einmal eingeschlichen, fällt es schwer, diese wieder zu ändern. Aus diesem Grund sollten Eltern früh damit beginnen, ihren Nachwuchs für Energie- und Umweltthemen zu sensibilisieren. Das sogenannte Green Parenting basiert auf einer Erziehung, die Kindern ein umweltfreundliches Verhalten vermittelt und ihnen die Kostbarkeiten und Schätze der Natur näherbringt. Mit diesen sechs Tipps können Eltern das ökologische Bewusstsein ihrer Schützlinge im Alltag schärfen.

Verpackungsmüll reduzieren

In Plastik eingeschweißte Äpfel, abgepackte Müsliriegel und To-go Becher vom Schnellrestaurant – Vermeiden Sie den Kauf von unnötig verpackter Ware sowie Einwegprodukten, wie Pappbechern, Besteck und Trinkhalmen aus Plastik. Kaufen Sie Lebensmittel besser lose oder an der Frischetheke und bringen Sie Ihre eigenen Aufbewahrungsbehälter mit. Müsliriegel und kleine Snacks können Sie im Handumdrehen selbst herstellen. Und wer sich von zuhause etwas zu Essen mitnimmt, sollte auf wiederverwendbare Brotdosen und Metall- oder Glasflaschen zurückgreifen.

Umweltschutz im Alltag

Müll trennen

Es kann eine Weile dauern, bis Kinder verinnerlicht haben, welcher Abfall in welchen Mülleimer gehört. Bleiben Sie jedoch am Ball und erklären Sie Ihren Sprösslingen, welches Material wo hingehört und warum. Denn je konsequenter Müll getrennt wird, umso besser funktioniert das Recycling. Kleine Bilder an den Behältern helfen dabei, schnell wiederzuerkennen, was in die jeweilige Tonne gehört.

Energiesparen

Insbesondere in den eigenen vier Wänden gibt es einige Stellen, an denen Sie Ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen beibringen können. Weisen Sie Ihren Nachwuchs beispielsweise darauf hin, dass Geräte, die im Stand-by-Modus sind, weiterhin Strom verbrauchen. Also einfach den Stecker ziehen. Was Kinder auch gerne vergessen: Der Letzte macht das Licht aus. In Räumen, die gerade nicht benutzt werden, sollte also nicht durchgehend das Licht brennen.

Leihen statt kaufen

In vielen Fällen ist es vermutlich am einfachsten und zeitsparendsten, einen Gegenstand, den man gerade benötigt, zu kaufen. Leben Sie Ihren Kindern dennoch vor, dass es besser für die Umwelt ist, sich gewisse Dinge auszuleihen. Das fängt an bei Büchern und Hörspielen, die meist sowieso nur einmal konsumiert werden. Aber auch bei der Urlaubsvorbereitung haben Sie die Gelegenheit, mit gutem Beispiel voranzugehen. Ob Schnorchelset, Schlauchboot, Campingzelt oder Schlafsack – Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis, ob Ihnen jemand die Ausstattung für ein paar Tage leihen kann.

Klimafreundlich reisen

Klimafreundliches Reisen beginnt schon damit, mit dem Rad zur Arbeit, zur Schule und zu den Freizeitaktivitäten zu fahren. Wer mit seinen Kindern in den nächsten Schulferien verreisen möchte, kann versuchen, auf Flugzeug und Auto zu verzichten. Viele europäische Länder sind unkompliziert und bequem mit dem Zug zu erreichen. Und auch Urlaub in der Heimat ist im Trend: Abgesehen davon, dass Sie durch das Zuhausebleiben Kosten sparen, tun Sie auch der Umwelt etwas Guten tun und haben die Gelegenheit, Ihre Umgebung ganz neu zu entdecken.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Natürlich nützen all diese Maßnahmen nichts, wenn sich Eltern selbst nicht daranhalten. Gehen Sie deshalb mit gutem Beispiel voran und leben Sie Ihren Kindern vor, wie ein umweltschonender Alltag aussehen kann. Verkaufen Sie gemeinsam nicht mehr benötigte Gegenstände auf dem Flohmarkt, tragen Sie Secondhand Kleidung und reparieren Sie kaputte Gegenstände: Ihre Kinder werden Ihr Engagement wertschätzen und versuchen, Ihr Verhalten zu imitieren.

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