Seniorenbetreuer

So werden Sie Seniorenbetreuer

Die Ausbildung kurz vorgestellt

Diesen Weg sollten Sie einschlagen, um rundum als Seniorenbetreuer ausgebildet zu sein und langfristig in diesem Beruf arbeiten zu können.

Seniorenbetreuer
Seniorenbetreuer sind heute gefragter denn je! Denn mit der immer älter und dadurch auch gebrechlicher werdenden Bevölkerung steigt die Nachfrage nach der Versorgung der Seniorengeneration enorm. Klassische Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Altenpfleger reichen längst nicht mehr aus, um den hohen Bedarf an Betreuung zu decken. Deshalb wurden im Zuge des 2008 eingeführten Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes bundesweit verstärkt Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zum Seniorenbetreuer – auch Alltagsbetreuer, Alltagsbegleiter, Betreuungs- oder Seniorenassistent genannt – eingeführt.

Der Begriff des Seniorenbetreuers ist noch nicht gesetzlich geschützt, meint aber die Unterstützung älterer hilfebedürftiger Menschen – vor allem in deren häuslichem Umfeld. In der Regel kümmert sich ein Seniorenbetreuer neben den Hauswirtschaftsaufgaben, wie Einkaufen, Kochen, Wäschewaschen etc., um die Beschäftigung der zu betreuenden Menschen und sollte zudem immer ein offenes Ohr für diese haben. Von Bastelaufgaben über Spaziergänge und lange Gespräche bis hin zu kulturellen Unternehmungen und Bewegungsübungen sind der altersgerechten Gestaltung des Tagesablaufs keine Grenzen gesetzt. Immer mehr ausgebildete und qualifizierte Personen bieten mittlerweile solche Betreuungsdienste an. Schaut man auf die Prognosen der Entwicklung der Alterspyramide, zählt der Seniorenbetreuer auf jeden Fall zu den Berufen mit Jobgarantie!

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Wie werde ich Seniorenbetreuer?

Um als Seniorenbetreuer bzw. offiziel als Betreuungskraft gemäß §§ 43b, 53c SGB XI (ehemals § 87b SGB XI) arbeiten zu können, müssen Sie je nach Bildungsträger eine mindestens dreimonatige bis zweijährige (bei Berufsfachschule) Ausbildung absolvieren. Es gibt mittlerweile sogar berufsbegleitende Onlinekurse für angehende Seniorenbetreuer. Im Rahmen der Ausbildung müssen mindestens 160 Unterrichtsstunden sowie ein zweiwöchiges Betreuungspraktikum geleistet werden. Hinweis: Sie sind danach keine ausgebildete Pflegekraft, auch kein Pflegehelfer. Dies bedeutet, dass Sie die von Ihnen betreuten Senioren nicht medizinisch versorgen dürfen. Aber das sollen Sie ja auch nicht, vielmehr sind Sie für deren Unterstützung im und einer abwechslungsreichen Gestaltung des Alltag verantwortlich.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Für die Ausbildung zum Seniorenbetreuer ist kein bestimmter Schulabschluss notwendig. Haben Sie einen Real- oder Hauptschulabschluss in der Tasche, erhöht dies natürlich die Chance, einen der begehrten Plätze an einer Berufsfachschule zu bekommen. Gute Deutschkenntnisse sind jedoch unabdingbar – es muss mindestens das Sprachniveau B2 vorliegen. Des Weiteren sollten Seniorenbetreuer körperlich fit sein, um den Senioren im Alltag tatkräftig unter die Arme greifen zu können. Dies muss vor Beginn der Ausbildung durch einen Arzt bestätigt werden – mit einem weniger als drei Monate alten Attest. Einige Ausbilder verlangen zusätzlich ein Vorpraktikum oder zumindest einen Vertrag mit einer Einrichtung, in welcher der praktische Teil der Ausbildung erfolgen soll.

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung dreht sich natürlich alles um die Pflege und Betreuung der zukünftigen Patienten bzw. Kunden. Des Weiteren werden die Grundlagen der Geriatrie vorgestellt und auch rechtliche Aspekte der Betreuung angerissen. Hier sind die wichtigsten Ausbildungsinhalte zusammengefasst:

• Psychologische Aspekte des Alterns

• Ernährungsbesonderheiten (kranker) älterer Menschen

• Betreuung & Pflege (in verschiedenen Alterswohnmodellen)

• Kommunikationsgrundlagen für Betreuungskräfte

• Rechtskunde für Betreuungskräfte

• Anleitung zur Demenzbegleitung

Gut zu wissen

Sollten Sie an der längerfristigen Ausbildungsvariante, wie von Berufsfachschulen angeboten, interessiert sein, sollten Sie folgende nützliche Fakten kennen:

• Nach der üblicherweise zweijährigen Ausbildungsdauer erhalten Sie automatisch einen Hauptschulabschluss.

• Sie können die Ausbildung zum Alltags- bzw. Seniorenbetreuer verkürzen, wenn Sie schon umfangreiche praktische Erfahrungen in diesem Bereich gemacht haben.

• Weiterbildungen zum Alltagsbetreuer werden vielerorts durch die Agentur für Arbeit gefördert. Fragen Sie dazu am besten die für Sie zuständige Agentur.

Hinweis: Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen eine erste Orientierung geben. Er ersetzt keine fachmännische oder individuelle Beratung und erhebt keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit.

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Kommentare
  1. So werden Sie Seniorenbetreuer
    Dusana Doric | Freitag,September 28.2018

    Sehr interesante theme,es Ist gutt zum wisen

  2. So werden Sie Seniorenbetreuer
    Mirela Becirovic | Freitag,April 26.2019

    Sehr geehrte Damen und Herren,dieses Angebot zur Seniorenbetreuung las ich heute, weil ich auf der Suche nach einer Arbeit für meine Mutter war, die allerdings auch über 5 Jahre mit Seniorenbetreuung und Pflege zu tun hatte aber ihr mangelt es an Deutschkenntnissen. Also dachte ich, dass ich Ihnen paar Zeilen schreibe, indem ich erwähne, dass ich letztes Jahr in einem Seniorenheim gearbeitet habe und die Ausbildung zur Altenpflegehelferin machte. Ich hörte allerdings im Sept 2018 auf, weil ich dann in einem Kindergarten anfing zu arbeiten. Da habe ich auch vor zu bleiben, allerdings würde ich liebend gern über‘ s Wochenende den Senioren behilflich sein wollen. Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.Mit freundlichen Grüßen, Mirela

  3. So werden Sie Seniorenbetreuer
    Katrin Lewandowski | Freitag,Mai 03.2019

    Jobs als Seniorenbetreuer in Ihrer Region finden Sie direkt auf unserem Portal.

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