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Wann ältere Angehörige Unterstützung benötigen

Viele ältere Menschen brauchen mit zunehmendem Alter mehr Unterstützung im Alltag. Angehörige sollten nach folgenden Anzeichen Ausschau halten, um dann ihren Lieben bestmöglich unter die Arme greifen zu können.

Mit der steigenden Lebenserwartung verändert sich auch die Bevölkerungsstruktur und damit die Pflegesituation in Deutschland. Die Folge: Immer mehr ältere Menschen benötigen Unterstützung im Alter. Wann dies soweit ist, ist für Angehörige manchmal schwer einzuschätzen. Folgende fünf Hinweise deuten allerdings darauf hin, dass es an der Zeit ist, den eigenen Eltern, älteren Verwandten oder Freunden Unterstützung anzubieten.

1. Körperliche Beschwerden und Verletzungen

Ihre Eltern haben Probleme beim Gehen oder es fällt ihnen schwer vom Stuhl aufzustehen? Jedes Mal, wenn Sie sich treffen, entdecken Sie neue Wunden oder blaue Flecken auf der Haut Ihrer Angehörigen? Nehmen Sie das häusliche Umfeld genau unter die Lupe. Sind zu viele oder zu steile Treppen bzw. rutschige Fliesen vorhanden? Liegen Teppiche ungünstig? Stehen Möbelstücke im Weg oder stellt das Betreten und Verlassen der Dusche eine Herausforderung für Ihre Angehörigen dar?

Was Sie tun können: Begleiten Sie Ihren Angehörigen zum Arzt und lassen Sie ihn bezüglich seiner Mobilität untersuchen. Manchmal reicht auch schon ein Gehstock, um den Gang zu stabilisieren.

2. Zunehmende Vergesslichkeit

Ihre Eltern fangen an, Termine zu vergessen oder denken nicht mehr daran, Rechnungen zu bezahlen? Verlaufen sie sich regelmäßig, wiederholen immer wieder bereits Gesagtes oder stellen Gegenstände an seltsamen Orten im Haus ab? Dann deutet vieles darauf hin, dass eine schleichende Demenz eintritt.

Was Sie tun können: Sprechen Sie mit dem Hausarzt über mögliche kognitive Untersuchungen, um herauszufinden, wie Sie Ihre Eltern bestmöglich unterstützen können. Denken Sie auch über die Anstellung eines Seniorenbetreuers nach.

3. Appetitlosigkeit

Im Haushalt Ihrer Angehörigen wird kaum noch gekocht, Ihre Eltern vergessen zu essen, trinken zu wenig und haben abgenommen? Das kann damit zusammenhängen, dass ihnen Rezepte lesen, kochen und der Umgang mit dem Herd Schwierigkeiten bereiten. Werfen Sie einen Blick in den Kühlschrank und überprüfen Sie das Ablaufdatum der Produkte. Sind viele Lebensmittel abgelaufen, wurde der Kühlschrank länger nicht benutzt.

Was Sie tun können: Stellen Sie einen Seniorenbetreuer ein, der darauf achtet, dass Ihr Angehöriger genug trinkt und regelmäßig isst. Auch eine ambulante Altenpflege oder Betreutes Wohnen können eine Option sein.

 

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4. Abnehmende Körperpflege

Ihr Vater hat ganz zerzaustes Haar und ungeputzte Zähne? Er rasiert sich nicht mehr regelmäßig den Bart und trägt tagelang dieselbe Kleidung? Fehlende Achtsamkeit für die äußere Erscheinung kann ein erstes Anzeichen für körperliche Probleme, Überforderung, Depressionen oder Alzheimer sein.

Was Sie tun können: Sprechen Sie Ihre Eltern darauf an, dass Ihnen ihre veränderte Erscheinung aufgefallen ist. Wenn Sie das Gefühl haben, ihre Eltern sind überfordert, könnte bereits ein Seniorenbetreuer oder ein ambulanter Pflegedienst Abhilfe schaffen.

5. Unordnung im Haus

Die Schmutzwäsche türmt sich und ungeöffnete Briefe liegen auf dem Tisch? Das Haus macht einen unaufgeräumten Eindruck und vor allem in Küche und Badezimmer müsste dringend sauber gemacht werden? Ganz zu schweigen vom ungemähten Rasen im Garten. Dann scheint der Haushalt Ihren Angehörigen über den Kopf zu wachsen.

Was Sie tun können: Engagieren Sie eine Haushaltshilfe und einen Gärtner. Auch für den Winterdienst ist ein Alltagshelfer sinnvoll, der Dinge wie Schneeschippen und das Streuen des Gehwegs übernimmt.

 



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