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5 Sorgen vor dem Schulbeginn

So können Sie Ihrem Kind den Schulstart erleichtern

Der Schulanfang nach den großen Ferien kann für Kinder recht anstrengend sein. So können Sie Ihre Kinder dabei unterstützen, dass der Übergang unbeschwert verläuft.

Guten Morgen, liebe Sorgen…

Es gibt so einiges, was Kindern vor Schulbeginn Kopfzerbrechen bereiten kann. Hier finden Sie eine Liste der häufigsten Sorgen, die Kinder vor dem Schulbeginn plagen können und hilfreiche Tipps, wie Sie oder Ihr Babysitter Ihrem Kind helfen können, dass es sorgenfrei und motiviert ins neue Schuljahr startet.

1. Schaffe ich es, rechtzeitig aufzustehen?

Beginnen sie am besten bereits einige Wochen vor Schulbeginn damit, wieder Ihre gewohnten Schlafroutinen einzuhalten. Das bedeutet: Fangen Sie rechtzeitig an, Ihre Kinder wieder früher ins Bett zu schicken. Sonst kann ihnen die Umstellung von langen lauen Sommerabenden auf den gewohnten Ablauf mitunter sehr schwer fallen, insbesondere, wenn sie zu abrupt geschieht.

 

Im Sinne aller Familienmitglieder ist ein rechtzeitiges Zurückfinden in den normalen Rhythmus nur von Vorteil, denn weder Eltern noch Kinder profitieren vom einem verunglückten Start in den Tag.

2. Schaffe ich den Schulweg alleine?

Irgendwann beginnt für Schulkinder der Tag, an dem Sie nicht mehr von den Eltern zur Schule gebracht werden und sie den Schulweg allein – sei es zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus – bewältigen müssen. Das kann den Kinder anfangs ein wenig Respekt einflößen.

 

Unabhängig davon, auf welche Weise Ihr Kind zukünftig zur Schule kommt: Nehmen Sie sich vorher die Zeit, um mit ihm gemeinsam die Strecke zu absolvieren. Laufen Sie ein paarmal den Schulweg gemeinsam ab, so dass Ihr Kind weiß, an welchen Stellen besondere Vorsicht geboten ist. Weisen Sie ausdrücklich auf gefährliche und unübersichtliche Stellen hin und sagen Sie Ihrem Nachwuchs, was dort zu tun ist. Oder üben Sie gemeinsam das Busfahren, bevor Ihr Kind an seinem ersten Schultag alleine losfährt.

3. Werde ich neue Freunde finden?

Für Kinder, die gerade erst vom Kindergarten in die Schule wechseln oder aber nach den Ferien in eine neue Schule kommen, ist die Frage, ob sie schnell neue Freunde finden, eine ganz elementare. Mit wem werden Sie in Zukunft zur Schule gehen, neben wem im Schulbus oder im Klassenzimmer sitzen? Insbesondere, wenn mit dem Schulwechsel eine Trennung von bisherigen Schulkameraden einhergeht, kann das für Ihre Kinder sehr traurig sein.

 

Was Sie tun können: Bringen Sie, wenn möglich, bereits im Vorfeld in Erfahrung, mit welchen Kindern aus der Nachbarschaft Ihr Kind gemeinsam in eine Klasse gehen wird und organisieren Sie vor Schulbeginn erste Verabredungen. Selbst, wenn sie später keine besten Freunde werden, es tut gut, wenn man bereits ein paar andere Kinder kennt vor dem ersten großen Tag.

4. Werde ich gemobbt?

Mobbing an Schulen ist leider ein akutes Problem. Und eines steht fest: Kein Kind verdient es, von anderen gemobbt zu werden. Umso wichtiger ist es, das das Bewusstsein für diese Form der Ausgrenzung geschärft wird: Bei Lehrern, Eltern und auch bei Ihren Kindern.

 

Bringen Sie Ihren Kindern bei, Anzeichen für Mobbing (auch Cyber-Mobbing!) von anderen oder an anderen zu erkennen und zu benennen, und zeigen Sie ihm, wie man sich innerhalb einer Bezugsgruppe am besten verhält. Und: Haben Sie immer ein offenes Ohr für die Ängste und Nöte Ihres Kindes: Sagen Sie ihm, dass es in einem solchen Falle nicht alleine wäre, es aber auch ganz wichtig ist, ein starkes Selbstwertgefühl zu entwickeln, um sich gegen eventuelle Mobbing-Versuche abzugrenzen.

5. Kann ich mich wieder an den Schulalltag gewöhnen?

Eine weiterer große Veränderung besteht darin, dass im Schulalltag – im Gegensatz zu unbeschwerten Ferientagen – wieder strukturierte Aktivitäten, Abläufe und natürlich Hausaufgaben auf dem Plan stehen. Plötzlich wir von Ihrem Kind wieder erwartet, für eine gewisse Zeit still sitzen zu bleiben, ruhig sein, anderen zuzuhören und Regeln einzuhalten.

 

Das wird Ihnen Kindern umso schwerer fallen, wenn es Zuhause keine verbindlichen Regeln gewohnt ist: Teilen Sie daher am besten Ihrem Kind zu Hause auch während der Ferien eigene Verantwortlichkeiten oder Aufgaben zu, wie z.B. den Tisch zu decken, Spielsachen wegzuräumen oder sich selbst anzuziehen und loben und ermutigen Sie sie, wenn Sie die Aufgaben erledigt haben.

Sprechen Sie mit Ihren Kindern

Der nahende Schulbeginn ist für viele Kinder gleichermaßen spannend wie beängstigend. Je mehr Hilfestellung sie Ihren Kindern bereits im Vorfeld anbieten, desto besser sind sie auf ihren ersten Schultag und die Zeit, die folgt, vorbereitet. Besprechen Sie besonders am Anfang des Schuljahres jeden Tag, wie der Tag Ihres Kindes verlaufen ist und wo es eventuell Probleme gab. Haben Sie das Gefühl, Ihr Kind ist überfordert vom Schulstress, sprechen Sie die/den KlassenlehrerIn frühzeitig darauf an, denn je länger Ihr Kind sich mit seinen Sorgen allein rumplagen muss, desto schwieriger wird es ihm fallen, wieder zur alten Unbeschwertheit zurückzufinden.

 



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