Mom or nanny plays with children at home

In diesen Städten haben Nebenjobber die besten Jobchancen

Immer mehr Nebenjobber suchen nach Jobs in privaten Haushalten. Die neueste Datenanalyse von Betreut.de zeigt auf, welche Städte die besten Jobchancen bieten und warum genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sich auf die Suche zu machen.

Kurzarbeit, Jobverlust oder wegfallende Aufträge – Viele Menschen erleben seit der Corona-Krise finanzielle Verluste. Zwar versucht der Staat mit verschiedenen Nothilfen zu unterstützen, dennoch ist ein beträchtlicher Anteil der Deutschen auf zusätzliches Einkommen angewiesen.

Nach einer Umfrage von Betreut.de sind seit der Pandemie 24% aller Nebenjobber erstmalig auf der Suche nach einem Nebenjob. Für knapp die Hälfte (47%) dieser Neueinsteiger waren finanzielle Engpässe durch die Coronakrise dafür ausschlaggebend, gefolgt von 16%, die sich durch anderweitig entstandene finanzielle Probleme auf die Suche nach zusätzlichen Jobs machen mussten.

Doch in diesen besonderen Zeiten eine passende Tätigkeit zu finden, um Geld dazu zu verdienen, ist eine zusätzliche Herausforderung. Viele der traditionell bewährten Branchen, wie das Gastgewerbe und der Einzelhandel, haben sich in der Pandemie als eher unsichere Arbeitsbereiche erwiesen. Im Gegenteil, Maßnahmen zur Kontaktreduzierung, strenge Hygienekonzepte und komplette Schließungen während der Lockdownzeiten führten eher zu Kurzarbeit und Stellenabbau.

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind in Pandemiezeiten besonders gefragt

Dass Nebenjobs in Restaurants, Hotels, dem Einzelhandel oder ähnlichen Branchen während der Pandemie weniger ausgeübt wurden, als vor der Pandemie, bestätigen auch die Umfrageergebnisse von Betreut.de. An Attraktivität gewonnen haben hingegen Tätigkeiten in privaten Haushalten, insbesondere im Bereich der familiennahen Dienstleistungen wie Tierbetreuung, Nachhilfe, Kinderbetreuung und Gartenarbeit.

Die Möglichkeit Familien in ihrem Alltag zu unterstützen, stößt dabei nicht nur auf Anbieter-, sondern auch auf Nachfrageseite auf große Resonanz. Durch Homeoffice, Homeschooling und Kontaktbeschränkungen verlagerte sich das Leben mehr und mehr in das eigene Zuhause und auf die engste Familie, was insbesondere für Eltern jüngerer Kinder in vielen Fällen einen erheblichen Mehraufwand an Kinderbetreuung, Haushaltsaufgaben und ähnlichem bedeutete. Viele Familien suchten hierfür nach Unterstützung. Plattformdaten von Betreut.de bestätigen dies: Trotz des harten Lockdowns im März waren Kinderbetreuer, Haushaltshilfen und Co. über das Jahr 2020 verteilt sogar mehr gefragt als noch im Vorjahr 2019. Dieser Trend setzt sich auch 2021 fort. Nach einem stabilen Jahresanfang geht die Nachfragekurve seit März deutlich nach oben und erreichte damit für diese Jahreszeit einen noch nie da gewesenen Höchststand.

Die Vorteile dieser Jobs beschreiben Nebenjobber zumeist mit dem guten Gefühl, einer sinnvollen und entlastenden Tätigkeit für Familien und Einzelpersonen nachgehen zu können. Außerdem bieten sie ein hohes Maß an Flexibilität und Autonomie bei der Arbeitsgestaltung. Diesen Faktoren kommt gerade vor dem Hintergrund des noch immer bestehenden Infektionsrisikos besondere Bedeutung zu, da die Anbieter individuell mit den Familien verhandeln können, wie sie gemeinsam mit Abständen, Tests und Masken umgehen wollen, um sich möglichst gut geschützt zu wissen. 

Potsdam bietet die besten Jobchancen im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen

Jobsuchenden steht damit im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen ein weites und attraktives Feld an Nebenjobs zur Verfügung. Doch natürlich gibt es regionale Unterschiede sowohl bei den Jobchancen als auch bei den Tätigkeitsbereichen.

Um Nebenjobbern die Jobchancen im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen aufzuzeigen, hat sich das Team von Betreut.de Angebot und Nachfrage der verschiedenen Tätigkeiten für die 50 größten deutschen Städte angeschaut und analysiert, in welchen Städten die meisten Jobs pro Anbieter zu finden sind.

Das Ergebnis: Die Nachfrage an sogenannten Alltagshelfern ist in Potsdam deutschlandweit am höchsten, gefolgt von Düsseldorf und Lübeck, wobei Lübeck das Ranking außerdem in der Kategorie Haus und Garten anführt.

München ist ideal für Nebenjobber, die Spaß daran haben, mit Kindern zu arbeiten. Die besten Jobchancen für alle, die gern älteren Menschen in ihrem Alltag begleiten, finden sich in Mülheim an der Ruhr. Wer sich um Hunde, Katzen oder andere Haustiere kümmern möchte, sollte in Rostock die Augen aufhalten. Und Hagen ist ein besonders gutes Pflaster für alle, die Kinder und Jugendliche durch Nachhilfe unterstützen möchten.

Das Ende des Lockdowns ist ein guter Zeitpunkt, um nach Nebenjobs im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen zu suchen

Erfahrungsgemäß ist die Nachfrage an Alltagshelfern Anfang des Jahres immer besonders hoch, vermutlich, weil sich viele Menschen für das neue Jahr vornehmen, ihre Zeit anders einzuteilen.

In diesem Jahr ist die Lage etwas anders, da der Lockdown seit Anfang des Jahres weite Einschränkungen für den Alltag mit sich bringt. Die Analyse von Angebot und Nachfrage auf Betreut.de zeigt jedoch recht deutlich, dass mit den ersten Lockerungen der Maßnahmen auch wieder der Bedarf an haushaltsnahen Dienstleistungen steigt. Wer einen Nebenjob sucht, sollte also am besten jetzt damit anfangen.

Hier finden Sie Tipps und Tricks für die Jobsuche als Betreuer und Alltagshelfer:

Methode

Die Umfrage wurde im November 2020 von DKC Analytics im Auftrag von Betreut.de durchgeführt. Befragt wurden 500 Deutsche (18 Jahre oder älter), die Nebenjobs suchen oder ausüben.

Dem Ranking zu den besten Jobchancen für Nebenjobber liegen aktuelle unternehmensinterne Daten von Betreut.de für den Zeitraum von Mai 2020 bis April 2021 zugrunde. Es vergleicht die 50 größten deutschen Städte, wo es die meisten ausgeschriebenen Jobs im Verhältnis zur Anzahl an verfügbaren Anbietern in den Bereichen Kinderbetreuung, Haus und Garten, Seniorenbetreuung, Tierbetreuung und Nachhilfe gibt. Das Gesamtranking errechnet sich auf Basis aller Jobs pro Anbieter insgesamt. Je mehr offene Jobs pro Jobsuchendem, desto größer sind die Chancen, eine tatsächliche Anstellung zu finden.

Die Auswertung erfolgte rein deskriptiv. Je niedriger die Position im Ranking, desto besser schneidet die Stadt ab.



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