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Mit den Großeltern in den Urlaub

5 Tipps für gelungene gemeinsame Ferien

Jeder kennt die Schwierigkeiten gemeinsamer Familienunternehmungen! Wir haben für Sie ein paar Tipps für einen reibungslosen Urlaub mit der erweiterten Familie zusammengetragen.

Sie haben sich entschieden, einen Familienurlaub zu machen und die Großeltern Ihrer Kinder mit auf Reisen zu nehmen. Nun fragen Sie sich, worum Sie sich alles kümmern sollten, damit der gemeinsame Urlaub möglichst entspannt und bei allen in bester Erinnerung bleibt.

Unser Generaltipp: Sorgfältig planen und damit rechnen, dass sich einige der Pläne wieder ändern werden! Naja, und auf jeden Fall eine große Portion Geduld einpacken… Wir haben fünf bewährte Tipps für einen erfolgreichen Familienurlaub mit Oma und Opa im Gepäck zusammengefasst:

1. Kleinteilig planen

Egal ob Ihre älteren Angehörigen noch kerngesund sind, an einer chronischen Krankheit leiden oder vielleicht sogar eine Demenz entwickeln – die sorgfältige Planung einer Reise mit Senioren ist der Schlüssel zum Erfolg.

Planen Sie vor allem die An- und Abreise ganz ausführlich. Überlegen Sie, wie und wann sie reisen wollen. Möchten sie mit dem Auto oder Zug fahren oder vielleicht doch besser fliegen? Was wäre die beste Zeit anzukommen, damit sich die Großeltern an eine mögliche Zeitdifferenz gewöhnen können? Haben Ihre älteren Angehörigen Haustiere? Wer kümmert sich während der Reise um diese? Welche Medikamente benötigen die Großeltern?

Sie sehen: Fragen über Fragen… Halten Sie sich bei der Vorbereitung des Urlaubs am besten an diese kompakte Liste:

  • Gespräch mit dem Arzt: Sprechen Sie vorab mit dem betreuenden Arzt Ihrer (Schwieger)Eltern und klären Sie brennende Fragen. Worauf sollten Sie während der Reise gesundheitlich achten? Welche Situationen und Anstrengungen sollten besser vermieden werden?
  • Medikamente & Krankenakte: Notieren Sie alle relevanten medizinischen Informationen, einschließlich einer Liste notwendiger Medikamente. Besorgen Sie vorab ausreichend Medikamente für die gesamte Reisedauer.
  • Reiseplanung: Achten Sie auf längere Verbindungszeiten und Reisepausen. Planen Sie ggf. Zwischenstopps ein. Sollten Sie fliegen und die älteren Semester sind nicht mehr so gut zu Fuß, arrangieren Sie doch einen Transport der Großeltern innerhalb des Umsteigeflughafens. Und ziehen Sie als Mietfahrzeug ein Auto mit mehr Platz und ggf. behindertengerechten Funktionen in Betracht.
  • Versicherungen: Achten Sie darauf, dass die Großeltern ausreichend für den Urlaub versichert sind. Klären Sie vor allem das Vorhandensein einer Haftpflicht (fürs Ausland) und ggf. einer Auslandskrankenversicherung.
  • Vertrautes einpacken: Nehmen Sie ein paar wenige vertraute Dinge aus dem Alltag Ihrer Angehörigen mit. Das können die Lieblingshörbücher der Oma, Opas Schach- oder Kartenspiel oder auch Zeitschriften und Rätselhefte sein.

2. An Routinen festhalten

Versuchen Sie, die Routine Ihrer älteren Angehörigen so gut wie möglich zu bewahren, insbesondere Essens- und Schlafenszeiten. Selbst kleinste Veränderungen können sich vor allem für jemanden, der an einer Erkrankung leidet, als überfordernd und anstrengend herausstellen.

Fragen Sie Ihre Angehörigen nach einem typischen Tagesablauf! Sollten die Großeltern bestimmte Mahl- und Bettzeiten haben, halten Sie diese so gut wie möglich als Familie ein. Auch andere Gewohnheiten, wie Fernsehzeiten, ein Mittagsschlaf oder der nachmittägliche Kaffee und Kuchen, sollten weiterhin zelebriert werden. Denn nur so fühlen sich ältere Menschen wohl und geborgen und können sich schneller an eine neue Umgebung anpassen.

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3. Zeit zum Eingewöhnen geben

Geben Sie Ihren (Schwieger)Eltern Zeit, sich an die Änderungen und Ungewohntheiten im Urlaubsort anzupassen. Es braucht mindestens ein bis zwei Tage Zeit, damit Sie sich an einen neuen Ort gewöhnen. Geben Sie den Großeltern Ihrer Kinder also mehr Zeit, um richtig anzukommen.

Starten Sie die ersten Ausflüge in die Umgebung bzw. Besorgungen und Einkäufe am besten alleine. Während Sie den Ort erkunden, haben die älteren Angehörigen Zeit, sich in der Unterkunft einzuleben. Und bei gemeinsamen Ausflügen kennen Sie sich bereits vor Ort aus und können den älteren Semestern gleich die schönen Plätze zeigen.

4. Immer Pausen einplanen

Ist man mit Senioren unterwegs, kommt man etwas langsamer vorwärts. Experten empfehlen, Ausflüge am Urlaubsort auf eine Weise, die am wenigsten Stress verursacht, zu planen und immer wieder Pausen für Snacks und Trinken, Toilettenbesuche oder einfach nur Ruhe einzubauen. Diese Verschnaufpausen tun den Senioren gut und auch Sie können dabei neue Energie tanken.

Ausflüge und Fahrten am Urlaubsort sind besonders bei heißerem Klima anstrengend. Ältere Menschen spüren dies sehr und ihr Biorhythmus kann schnell ins Wanken geraten. Planen Sie immer moderate Fahrzeiten und Ruhepausen ein.

5. Entspannen & genießen

Und denken Sie daran, selbst zu entspannen und die gemeinsame Zeit zu genießen. Auch Sie haben ein bisschen Urlaub verdient und müssen nicht rund um die Uhr für Ihre Angehörigen da sein! Haushaltshilfen und Seniorenbetreuer können Sie an vielen Orten, auch im Ausland, prima unterstützen. Sie finden eine Liste der Länder, in denen wir
Haushaltshilfen und Seniorenbetreuer vermitteln, am Ende der jeweiligen Webseite.

Zu guter Letzt: Bringen Sie vor und während des Urlaubs viel Geduld und Ausdauer auf. Auch wenn es nicht Ihr absoluter Traumurlaub wird, es lohnt sich immer. Denn Sie sollten unbedingt im Hinterkopf behalten, dass es einer der letzten gemeinsamen Urlaube mit den Großeltern Ihrer Kinder sein kann. Und nun ab in den gemeinsamen Urlaub!

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