Fahrrad Check-up

Fahrradcheck für den Frühling

Sicher unterwegs mit dem Rad

Frühlingszeit ist Fahrradzeit. So bringen Sie Ihr Fahrrad nach der Winterpause wieder auf Vordermann und machen es fit für den Straßenverkehr.

Die Temperaturen steigen, die Blumen sprießen, die Tage werden länger. Und schon ist er da, der Frühling. Doch bevor Sie sich nach dem langen Winter auf Ihr Fahrrad schwingen, sollten Sie es einem genauen Check unterziehen und es fit für den Straßenverkehr machen. Gerade nach einer längeren Standzeit im Winter ist es wichtig, Ihr Fahrrad auf Herz und Nieren zu prüfen. Immerhin geht es um Ihre eigene Sicherheit. Für den folgenden Check-up benötigen Sie etwa eine dreiviertel Stunde.

1. Fahrrad putzen

Starten Sie mit einer ausgiebigen Fahrradwäsche sozusagen einem Frühjahrsputz für Ihr Fahrrad. Zum einen sieht das Rad dadurch gleich besser aus. Doch viel wichtiger ist, dass Sie an einem sauberen Rad besser erkennen können, ob etwas defekt ist und der Rahmen Macken oder Beulen hat. Für eine gründliche Reinigung sollten Sie lauwarmes Wasser mit Spülmittel, einen weichen Schwamm und einen fusselfreien Lappen zum Trocknen verwenden. Bei schwer zugänglichen Stellen, wie der Fahrradkette, hilft eine alte Zahnbürste.

2. Reifen aufpumpen

Vergewissern Sie sich, dass Vorder- und Hinterrad genug Luft haben, da Fahrradreifen mit der Zeit Luft verlieren. Bei zu wenig Luft können nicht nur Reifendecke und Schlauch, sondern auch die Felgen irreparabel beschädigt werden. Wie viel Luftdruck erlaubt ist, steht auf der Flanke des Reifens, das heißt der Seitenwand des Reifens. Doch der Reifendruck ist auch immer abhängig vom Gewicht des Fahrers. Ein grober Mittelwert sind ungefähr 2–2,5 Bar. Wer keine eigene Luftpumpe zur Hand hat, sollte seinem Fahrradhändler einen Besuch abstatten. Denn bei vielen Läden können Sie Ihr Rad kostenlos aufpumpen. Nehmen Sie außerdem das Reifenprofil unter die Lupe. Bei abgefahrenen Fahrradreifen sollten Sie nicht zögern, den Mantel zu wechseln.

 

Fahrrad Frühlingscheck

3. Bremsen und Schaltung checken

Die Bremsen spielen eine zentrale Rolle, wenn es um die Fahrsicherheit geht. Werfen Sie deshalb als Nächstes einen genauen Blick auf Ihre Bremsanlage. Sitzen die Bremshebel fest? Sind die Bremszüge intakt? Und wie sehen die Bremsbeläge aus? Sollte Sie bereits stark abgefahren sein, müssen dringend neue her. Wenn Sie Zweifel haben, ob mit den Bremsen an Ihrem Rad alles in Ordnung ist, empfiehlt sich der Gang zum Fachmann. Denn eine kaputte Bremse kann im Ernstfall zu schlimmen Unfällen führen.

4. Kette ölen

Nach der anfänglichen Säuberung sollte die Kette nun wieder neu geölt werden, damit die einzelnen Glieder nicht haken oder knirschen. Es gibt dafür spezielle Kettenöle, die die Kette gut umschließen und keine Schmutzpartikel in ihr Inneres befördern. Verteilen Sie das Öl auf der Kette und drehen Sie mithilfe des Pedals die Kurbel ein paar Mal, sodass sich die Kette bewegt. Wischen Sie dann überschüssiges Öl von der Außenseite der Kette wieder ab, indem Sie die Kette mit einem alten Lappen umfassen und erneut die Kurbel 4–5 Mal drehen.

 

Fahrrad sauber machen

5. Beleuchtung prüfen

Ohne funktionierendes Licht zu fahren ist nicht nur leichtsinnig, sondern kann bei einer Polizeikontrolle auch Bußgeld kosten. Überprüfen Sie vor dem ersten Ausflug deshalb noch einmal alle Lampen und Reflektoren. Gesetzlich vorgeschrieben sind ein Scheinwerfer mit weißem Licht vorne und eine Schlussleuchte mit rotem Licht hinten. Beide Lichter können entweder durch einen Dynamo oder per Batterie betrieben werden. An Pedalen und Speichen müssen Sie darüber hinaus Reflektoren anbringen. Bei Unsicherheiten sollten Sie ein Fahrradfachgeschäft kontaktieren. Vielen von ihnen bieten einen kostenlosen Lichtcheck an.

6. Helmhaltbarkeit checken

Ihr Fahrrad ist wieder in Schuss und bereit für die erste Fahrt? Bevor es losgeht, sollten Sie zum Abschluss Ihren Fahrradhelm überprüfen. Denn die Lebensdauer eines guten Fahrradhelms ist trotz des robust erscheinenden Materials nicht unendlich. Bei regelmäßigem Gebrauch sollte ein Helm nach 3–5 Jahren ersetzt werden, nach einem Unfall unmittelbar im Anschluss. Wichtig ist vor allem der richtige Sitz. Der Helm darf weder zu eng noch zu locker sein. Er darf nicht zu weit in den Nacken oder die Stirn fallen und es muss ein Fingerbreit Platz zwischen Kinnriemen und Kinn sein. Überprüfen Sie vor der Fahrradfahrt am besten im Spiegel, ob Schläfen, Hinterkopf und Stirn vom Helm gleichermaßen bedeckt sind. Dann sind Sie startklar!

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