Nebenjob

Unterschiede beim Nebenjob: Dies sollten Studenten beachten

Art der Anstellung entscheidet über Abgaben

Beim Nebenjob variieren die Abgaben für Versicherung und Steuer je nach Art der Anstellung. Studenten sollten deshalb vorab genau abwägen, welche Beschäftigungsart sie wählen.

Nebenjob

Viele Studenten sind während ihres Studiums auf einen Nebenjob angewiesen. Doch je nach Art der Anstellung ergeben sich dabei für Vollzeitstudierende gesetzliche Unterschiede – z.B. was die Sozialabgaben, Verdienstobergrenze, aber auch die Flexibilität der Jobausübung betrifft. Wir stellen einige Nebenjobarten für Studenten vor:

Arbeiten auf Minijob-Basis

Der Minijob ist eine dauerhafte, jedoch geringfügige Art der Beschäftigung. Die Verdienstgrenze beim Minijob liegt bei maximal € 450 pro Monat. Der Minijob lohnt sich vor allem für Studenten, die nur etwas Geld hinzuverdienen möchten und weiterhin bei der Familie krankenversichert bleiben, aber auch für BAFöG-Empfänger: Denn es fallen keinerlei Lohnsteuerabgaben oder Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an. Minijobber treten in der Regel 3,6 % ihres Lohns an die Rentenversicherung ab – jedoch können Sie als Student auch auf die Rentenversicherung verzichten und eine Befreiung beantragen.

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Tätigkeit als Werkstudent

Sind Studenten darauf angewiesen, den Großteil ihres Einkommens regelmäßig und selbst zu erwirtschaften, bietet sich ein Job als Werkstudent an. Denn dort ist keine Höchstgrenze, was das Einkommen betrifft, festgesetzt. Es muss lediglich vorab im Vertrag die Anzahl der zu leistenden Arbeitsstunden – maximal 20 Wochenstunden – fixiert werden.

Werkstudenten können weiterhin familienversichert bleiben, sind jedoch verpflichtet, in die Rentenversicherung einzuzahlen: Je nach monatlichem Einkommen liegen die Beiträge zwischen 3,6 und 9,35 % des Gehaltes. Der Höchstprozentsatz greift ab einem Monatsverdienst von € 1.300. Das große Plus des Nebenjobs als Werkstudent: Man kann schon mal in seine berufliche Zukunft hineinschnuppern und oft ergeben sich nach Studienabschluss im jeweiligen Unternehmen auch Folgeanstellungen.

Kurzfristig beschäftigt sein

Wer nur ab und an, z.B. am Wochenende oder in den Semesterferien, arbeiten möchte, für den bietet sich auch die Varinate der kurzfristigen Beschäftigung an. Hierbei gibt es für Studenten keine Jahresverdienstgrenze und sie müssen auch keinerlei Sozialabgaben leisten. Die Beschäftigung ist jedoch nur an höchstens 70 Tagen pro Jahr möglich und es wird erst einmal Lohnsteuer einbehalten.

Die Lohnsteuer kann jedoch bis zu einem Jahreseinkommen von € 9.168 durch Einreichen einer Steuererklärung vom Finanzamt zurückgeholt werden. Studierende können bei kurzfristiger Beschäftigung familienversichert bleiben. Auch für BAFöG-Empfänger ist diese Nebenjobvariante eine vorteilhafte Option.

Einnahmen als Freiberufler

Eine weitere günstige Varinate Einkommen zu erzielen, ist das Arbeiten auf Honorarbasis. Denn für studierende Freiberufler fallen keine Sozialabgaben an. Jedoch sind sie verpflichtet, sich beim zuständigen Finanzamt zu registrieren und werden dort bei einem Jahreseinkommen von bis zu € 9.168 von der Einkommenssteuer befreit. Lassen sie sich zudem als Kleinunternehmer einstufen, bleiben bis zu einem jährlichen Einkommen von € 17.500 auch von der Umsatzsteuer verschont. Jedoch eignen sich nur ausgewählte Berufssparten für die freiberufliche Arbeit.

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